Bachelorarbeit, 2014
91 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2. Der Trend des Selbermachens
2.1 Historie
2.1.1 Selbermachen im 19. Jahrhundert
2.1.2 Do-it-yourself wird zum Trend
2.2 Heutige Ausprägungen des Do-it-yourself-Trends
2.2.1 Hobby
2.2.2 Gegenkulturen
2.2.3 Wissen und Medien
2.3 Mögliche Entwicklungen
3. Psychologische Erklärungsansätze für den Trend des Selbermachens
3.1 Basale Erklärungsansätze
3.1.1 Bedürfnisse
3.1.2 Emotionen
3.1.3 Motivation
3.1.4 Die psychologischen Bedürfnisse und das Selbst
3.2 Externale Erklärungsansätze
3.2.1 Arbeit
3.2.2 Konsum
3.2.3 Gesellschaft
3.3 Internale Erklärungsansätze
3.3.1 Kompetenz und Wirksamkeit
3.3.2 Soziale Umwelt
3.3.3 Autonomie und Selbstbestimmung
4. Praktische Implikationen bezüglich des Do-it-yourself-Trends
4.1 Kundenorientiert
4.2 Mitarbeiterorientiert
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Beweggründe hinter dem modernen Do-it-yourself-Trend (DIY) in einer Überflussgesellschaft, in der Konsumgüter jederzeit käuflich verfügbar sind, und leitet daraus praktische Implikationen für Unternehmen ab.
2.2.1 Hobby
Da es heutzutage sehr viele verschiedene Bereiche, Möglichkeiten und Formen von DIY gibt, werden aufgrund des Umfangs dieser Arbeit nur ausgewählte Formen des Selbermachens dargestellt. Und gleich zu Beginn steht ein sehr populäres DIY-Phänomen, das Heimwerken. Es erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit und ist längst keine reine Männerdomäne mehr, wie die Abbildung 3 im Anhang auf Seite A.2 veranschaulicht. Unter Heimwerken wird allgemein die Tätigkeit verstanden, mit der in der Freizeit mit eigenem Budget und mit den verschiedensten Materialien und Hilfsmitteln Dinge im Haus oder Garten selbst hergestellt, repariert, renoviert, verschönert, verbessert, umfunktioniert, installiert oder befestigt werden (Honer, 2011, S.26-27). Dabei umfasst das Heimwerken jeglichen Aufgabenbereich der auf dem eigenen Grund und Boden anfallen kann. In dieser Arbeit sollen jedoch nur diejenigen Heimwerker betrachtet werden, die Dinge aus Leidenschaft selber machen. Sie werden auch gerne als „Bastler“ oder „Bohrer“ bezeichnet und es gibt kaum noch etwas am und um das Haus, das nicht von ihnen bearbeitet werden könnte. Dabei liegt der Fokus der Heimwerker meist darauf, so viel wie möglich selbst zu machen und das auf einem immer höheren Qualitätsniveau. Sie genießen die Zeit des Selbermachens und entdecken immer mehr den Zusatznutzen des selbstbestimmten Arbeitens (Honer, 2011, S.26-27). Die Motivationen für die DIY-Aktivitäten sind also für viele zum einen die gewonnene Lebensfreude die aus Selbstgemachtem hervorgeht und zum anderen die Kreativität, die sie in ihren Projekten ausleben können.
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung skizziert den Wandel des Selbermachens von einer Überlebensnotwendigkeit hin zum heutigen Lifestyle-Trend und legt die wissenschaftliche Forschungsstruktur dar.
2. Der Trend des Selbermachens: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des DIY in Deutschland nach und beleuchtet aktuelle Ausprägungen wie Hobby, Gegenkulturen sowie die Rolle von Medien und Internet.
3. Psychologische Erklärungsansätze für den Trend des Selbermachens: Hier werden mittels der Selbstbestimmungstheorie motivationale Faktoren analysiert, die erklären, warum Menschen in einer modernen Konsumgesellschaft dennoch selbst tätig werden.
4. Praktische Implikationen bezüglich des Do-it-yourself-Trends: Dieses Kapitel überträgt die Erkenntnisse auf unternehmerische Kontexte und diskutiert Ansätze für Kunden- und Mitarbeiterorientierung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schließt mit der Einschätzung, dass der DIY-Trend Ausdruck eines tiefsitzenden menschlichen Bedürfnisses nach Selbstwirksamkeit und Identität ist.
Do-it-yourself, Selbermachen, Heimwerken, Selbstbestimmungstheorie, Motivation, Psychologie, Konsumgesellschaft, Nachhaltigkeit, Selbstentfremdung, Selbstwirksamkeit, Handarbeit, Urban Gardening, Prosumer, Autonomie, Identitätsbildung.
Die Bachelorarbeit untersucht die gesellschaftlichen und psychologischen Ursachen des heutigen Do-it-yourself-Trends, obwohl eine moderne Überflussgesellschaft alle Produkte leicht verfügbar macht.
Die Arbeit behandelt die Historie des Selbermachens, aktuelle DIY-Formen, die psychologische Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan sowie die Auswirkungen von Arbeit, Konsum und Gesellschaft auf das Individuum.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu ergründen, warum Menschen aus Leidenschaft und Überzeugung Dinge selbst anfertigen und welche psychologischen Bedürfnisse dadurch befriedigt werden.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und greift zur psychologischen Fundierung auf anerkannte Theorien (z.B. Selbstbestimmungstheorie) zurück, ergänzt durch explorative Interviews.
Im Hauptteil werden sowohl externe gesellschaftliche Faktoren (Arbeitswelt, Konsum) als auch interne psychologische Motive (Bedürfnisse, Motivation, Flow) detailliert analysiert.
Die zentralen Schlagworte sind Selbermachen (DIY), Selbstbestimmung, psychologische Bedürfnisse, Selbstwirksamkeit, Entfremdung, Konsumkritik und Individualität.
Diese dienen als Beispiele für neue gemeinschaftliche DIY-Formen, die den Aspekt der "Hilfe zur Selbsthilfe" betonen und zeigen, wie soziale Interaktion und Wissensaustausch psychologische Bedürfnisse erfüllen.
Die Autorin schlussfolgert, dass Unternehmen den Trend zum DIY durch proaktive Angebote wie "Open Innovation" oder die Förderung von Mitarbeiterwerkstätten nutzen sollten, statt nur auf passive Konsumenten zu setzen.
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