Bachelorarbeit, 2013
59 Seiten, Note: 1,5
Die vorliegende Arbeit untersucht die „Dienstbotenfrage“ im gesellschaftlichen Diskurs um 1900. Dabei werden die Positionen und Lösungsansätze der verschiedenen Diskussionsteilnehmer, insbesondere des Bürgertums und der Sozialisten, gegenübergestellt. Darüber hinaus wird analysiert, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen gleichsam eine Veränderung oder Neuordnung der bestehenden Geschlechterbeziehungen transportierten.
Kapitel 2 beleuchtet die Rechts- und Lebensbedingungen von städtischen Dienstmädchen im bürgerlichen Haushalt. Es befasst sich mit der Rekrutierung und dem Berufseinstieg der Dienstmädchen, ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen, ihrer Stellung in der Familien- und Haushaltshierarchie sowie den Auswirkungen der Gesindeordnungen auf ihre soziale Sicherheit.
Kapitel 3 untersucht die Dienstbotenfrage im gesellschaftlichen Diskurs. Es stellt die verschiedenen Positionen und Lösungsansätze des Bürgertums, der sozialistischen Vertreter und der Dienstboten selbst gegenüber. Dabei wird das Augenmerk auf den Einfluss der jeweiligen Ideologien und Interessenlagen auf die Debatte gerichtet.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Dienstbotenwesen und der Dienstbotenfrage im ausgehenden 19. Jahrhundert, insbesondere den Rechtsverhältnissen, den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Dienstmädchen im bürgerlichen Haushalt, dem gesellschaftlichen Diskurs um die Dienstbotenfrage und den Lösungsansätzen verschiedener Diskussionsteilnehmer. Zentrale Themen sind die Geschlechterverhältnisse, die soziale Frage, die Klassenbildung und die gesellschaftliche Repräsentation.
Es war eine öffentliche Diskussion über den Mangel an qualifiziertem Hauspersonal sowie über die schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen von Dienstmädchen im Kaiserreich.
Es gab durchschnittlich über 1,3 Millionen Dienstboten, wovon etwa 95 % Frauen waren.
Gesindeordnungen regelten den Rechtsstatus und die soziale Sicherheit (oder deren Fehlen) der Dienstboten im bürgerlichen Haushalt.
Das Bürgertum suchte oft nach Reformen zur Behebung des Personalmangels, während sozialistische Vertreter und die proletarische Frauenbewegung radikale Verbesserungen der Arbeitsbedingungen forderten.
Sie nutzten individuelle Strategien wie Stellenwechsel oder kollektive Strategien zur Verbesserung ihrer Lage.
Männliche Dienstboten wanderten in die Industrie ab, während Frauen in Städten Aufstiegschancen und eine Flucht aus ländlichen Verhältnissen suchten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

