Masterarbeit, 2013
95 Seiten, Note: 5.5
1 Einleitung
2 Aufbau der Masterarbeit
2.1 Modul- und evaluationsspezifische Abgrenzung
2.2 Fragestellungen
2.3 Literaturrecherche
2.4 Ziel der Masterarbeit
2.4.1 Das „mentalJUDO“ Programm
3 Forschungsstand
4 Theoretischer Hintergrund
4.1 Psychologische Anforderungen der Sportart Judo
4.1.1 Psychologische Anforderungen im Training und der Lebensführung
4.1.2 Psychologische Anforderungen im Wettkampf
4.1.3 Konklusion und Übersicht
4.2 Sportpsychologisches Training
4.2.1 Definition und Abgrenzung
4.2.2 Legitimation sportpsychologischen Trainings
4.3 Sportpsychologische, leistungsbeeinflussende Faktoren
4.4 Stress
4.4.1 Definition von Stress
4.4.2 Kognitive Bewertung von Stress
4.4.3 Coping-Strategien
4.4.4 Auswirkungen von Stress auf den Sport
4.5 Emotionen
4.5.1 Definition von Emotion
4.5.2 Emotionsformen
4.5.3 Emotionen im Sport
4.6 Entspannung
4.6.1 Definition von Entspannung
4.6.2 Entspannung und Sport
4.6.3 Anspannungsniveau
4.6.4 Beispiele von Entspannungstechniken
4.6.5 Integration in den Trainingsprozess
5 Methodik
5.1 Studiendesign
5.2 Methodik der Vorevaluation
5.2.1 Untersuchungspopulation und Stichprobe
5.2.2 Messinstrumente
5.2.3 Analyseverfahren
5.3 Methodik der Intervention und Evaluation
5.3.1 Ablauf der Intervention
5.3.2 Interventionsgruppe
5.3.3 Messinstrumente
5.3.4 Analyseverfahren
6 Ergebnisse
6.1 Ergebnisse der Vorevaluation
6.1.1 Allgemein
6.1.2 Wettkampfsituationen
6.1.3 Motivation und Zielsetzung
6.1.4 Konzentration und Rituale
6.1.5 Visualisieren
6.1.6 Emotionen und Gedanken
6.1.7 Entspannung und Erholung
6.2 Ergebnisse der Intervention und Evaluation
6.2.1 Judokabefragung - Design des Athletentools
6.2.2 Judokabefragung - Handhabung des Athletentools
6.2.3 Judokabefragung - Design der Präsentationen
6.2.4 Trainerbefragung - Design und Handhabung des Athletentools
6.2.5 Trainerbefragung - Design und Handhabung des Trainertools
7 Diskussion
7.1 Hauptbefunde
7.1.1 Vorevaluation
7.1.2 Intervention und Evaluation
7.2 Methodenkritik
7.2.1 Vorevaluation
7.2.2 Intervention und Evaluation
8 Schlusswort
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, Nachwuchsathleten (U18 / U21) in der Sportart Judo einen vereinfachten und integrativen Zugang zu sportpsychologischen Trainingsmethoden zu ermöglichen, da entsprechende Programme im schweizerischen Judosport bislang fehlten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei sowohl die Bedürfnisse und das Vorwissen der Athleten als auch die praktische Anwendbarkeit und Akzeptanz des entwickelten „mentalJUDO“-Programms, welches aus einem Athletentool (Lernkarten) und einem Trainertool besteht.
1 Einleitung
Sportpsychologisches Training ist heute in den meisten Sportarten und vor allem im Spitzensport ein fester Bestandteil des Trainingsprogramms. Es ist nebst den konditionellen oder taktischen Inhalten ebenfalls ein entscheidender und anerkannter Faktor, welcher zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit führt (Mayer, 2011). Held (Interview, 9. April 2013) führt aus: „[…] egal welches Training ich mache, ob ich Krafttraining mache, ob ich Ausdauertraining mache, ob ich Techniktraining mache, der mentale Teil oder der psychische Teil ist immer ein integrativer Bestandteil dessen“.
Gerade aber bei Wettkampfsituationen wird die mentale Stärke eines Sportlers zur massgebenden Komponente und kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die Wichtigkeit der mentalen Stärke wird in der Literatur stets betont. Gold wird auch im Kopf gewonnen (Birrer, Ruchti & Morgan, 2010; Engbert, 2011; Hartmann, 2011; Nittinger, 2009; Wetzel, 2010).
Oft haben Sportler Schwierigkeiten, in mit Stress belasteten Situationen (meist Wettkampfsituationen), ihre volle Leistung abzurufen. Im Wettkampf wird die Aufmerksamkeit oft nicht nur auf die eigentliche Aufgabe gerichtet, wie es im Training meist problemlos möglich ist (vgl. Abb 1). Die Fertigkeit, wie man in bestimmten Situationen reagiert, kann aber erlernt und trainiert werden (Mayer, 2009).
In der Schweiz sind bei der Sportart Judo sportpsychologische Trainingsmethoden noch nicht so stark verbreitet, wie es gerade diese Einzelsportart eigentlich verlangen würde. Kaum eine andere Sportart stellt komplexere sportpsychologische Anforderungen an den Athleten wie die Sportart Judo (Blumenstein et al., 2005).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des mentalen Trainings im modernen Spitzensport und identifiziert die Forschungslücke für spezifische Programme in der Sportart Judo in der Schweiz.
2 Aufbau der Masterarbeit: Dieses Kapitel definiert die methodische Abgrenzung der Arbeit, nennt die zentralen Fragestellungen und beschreibt die Literaturrecherche sowie die Zielsetzung des entwickelten „mentalJUDO“-Programms.
3 Forschungsstand: Hier wird der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zum psychologischen Training im Kampfsport und speziell im Judo zusammengefasst, wobei bereits existierende, integrative Ansätze diskutiert werden.
4 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Anforderungsprofile im Judo sowie zentrale theoretische Konzepte wie Stress, Emotionen und Entspannung als Basis für das Programm.
5 Methodik: Der methodische Teil beschreibt das Studiendesign, die Instrumente zur Datenerhebung (Fragebögen, Interviews) und das Vorgehen bei der Vorevaluation sowie der praktischen Intervention.
6 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Vorevaluation und der anschließenden Evaluation des Programms (Design und Handhabung der Tools) durch Athleten und Trainer detailliert dargestellt.
7 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Hauptbefunde hinsichtlich der Praxistauglichkeit des Programms und kritisiert das methodische Vorgehen sowie Limitationen der Studie.
8 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert das Potenzial des „mentalJUDO“-Programms als Pilotprojekt und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung mentaler Stärke für den langfristigen Erfolg im Judo.
Judo, Sportpsychologie, mentales Training, Nachwuchssport, Stressbewältigung, Wettkampfvorbereitung, Athletentool, Trainingsintegration, Motivation, Konzentration, Visualisierung, Entspannungstechniken, mentale Stärke, Leistungsfähigkeit, Pilotprojekt.
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung, Durchführung und Evaluation eines sportpsychologischen Trainingsprogramms für Nachwuchsjudokas (U18/U21), um die mentale Stärke der Athleten zu fördern.
Die zentralen Themen sind Motivation, Konzentration, Visualisierung, der Umgang mit Stress, Emotionskontrolle sowie Entspannungsmethoden, die spezifisch für das Judotraining angepasst wurden.
Das Ziel ist es, Athleten einen einfachen Zugang zu mentalem Training zu ermöglichen und zu untersuchen, wie Trainer und Athleten die Akzeptanz und Praxistauglichkeit der entwickelten Lernkarten (Athletentool) bewerten.
Es wurde eine methodologische Triangulation eingesetzt, bestehend aus einer quantitativen Fragebogenerhebung (n=42 bzw. n=11) und qualitativen Interviews zur Evaluation des Programms.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der psychologischen Anforderungen im Judo, die methodische Beschreibung der Programmentwicklung und die Analyse der durchgeführten Intervention.
Wesentliche Begriffe sind Judo, Sportpsychologie, mentales Training, Nachwuchsleistungssport, Stressbewältigung und Athletentool.
Das Athletentool besteht aus handlichen Lernkarten für die eigenständige Übung, während das Trainertool Hintergrundinformationen und Präsentationen zur Einführung der Module für den Coach bereitstellt.
Die Integration ist entscheidend, da das Training laut Experten nicht isoliert stattfinden sollte, sondern als integrativer Bestandteil der sportlichen Ausbildung in das Technik- und Konditionstraining einfließen muss.
Die Rückmeldungen waren positiv; insbesondere das handliche Fächerformat der Karten wurde als genial und deutlich besser als eine App bewertet, da es direkt im Training und in der Judotasche mitgeführt werden kann.
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