Bachelorarbeit, 2011
36 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. DER BILDUNGSBEGRIFF
2.1 Bildung im Allgemeinen
2.2 Humboldts Bildungsideal
3. HUMBOLDTS UNIVERSITÄTSIDEE
4. DIE BOLOGNA-REFORM
4.1 Stationen und Akteure
4.2 Ziele und Inhalte
4.3 DIE DEBATTE UM DIE BOLOGNA-REFORM
4.3.1 Die Befürworter der Reform
4.3.2 Gegner der Reform
5. KOMPATIBILITÄT VON HUMBOLDTS UNIVERSITÄTSIDEE UND DER BOLOGNA-REFORM
5.1 Differenzen zwischen der humboldtschen Universitätsidee und der Bologna Reform
5.2 Gemeinsamkeiten der humboldtschen Universitätsidee und der Bologna-Reform
6. HAT HUMBOLDT AUSGEDIENT?
7. FAZIT
Die vorliegende Arbeit analysiert die Kompatibilität der klassischen Universitätsidee nach Wilhelm von Humboldt mit dem modernen europäischen Bologna-Prozess. Ziel ist es, zu untersuchen, ob die humboldtschen Bildungsmaxime im heutigen Hochschulsystem noch Bestand haben oder ob sie durch die neue Reform als gescheitert betrachtet werden müssen.
3. Humboldts Universitätsidee
Das Interesse von Wilhelm von Humboldt galt vor allem den Universitäten. Von ihnen hinge alles ab, sie sollten der Mittelpunkt des Ganzen werden. Er wollte mit der Idee der Universität etwas Neues schaffen, keine Universität, die seiner Meinung nach doch nur die Mängel der herkömmlichen fortgeführt hätte, sondern etwas Neues, Eigenständiges, wodurch er auch aus reiner Verlegenheit die Bezeichnung „Universität“ übernommen hatte. Mit der Idee einer Universität deren Leitwissenschaft die Philosophie ist und das Anliegen die „allgemeine wissenschaftliche Bildung“ sein sollte, gründete er im Jahre 1810 die Berliner Universität.
Humboldt betont dabei, dass der Fokus der Universität auf der Wissenschaft liegen soll. Mit der Berliner Neugründung einer Universität wollte er der „neuen Idee des Wissens“ eine Grundlage geben, die sowohl die Basis für ein neues Selbstverständnis von Wissenschaft als auch ein neues Organisationsprinzip bildet. Für ihn war es wichtig, dass die Universitäten dazu „bestimmt sind, die Wissenschaft im tiefsten und weitesten Sinne des Wortes zu bearbeiten.“ Hierbei ist es notwendig „die Wissenschaft als etwas noch nicht ganz Gefundenes und nie ganz Aufzufindendes zu betrachten, und unablässig sie als solche zu suchen“, „denn nur die Wissenschaft, die aus dem Innern stammt und ins Innere gepflanzt werden kann, bildet auch den Charakter um.“
1. EINLEITUNG: Einführung in die aktuelle Debatte um die Bologna-Reform und die anhaltende Relevanz des Humboldtschen Bildungsbegriffs im Hochschulwesen.
2. DER BILDUNGSBEGRIFF: Theoretische Herleitung des deutschen Bildungsbegriffs und Darstellung von Humboldts spezifischem Ideal der Selbstbildung des Menschen.
3. HUMBOLDTS UNIVERSITÄTSIDEE: Analyse des Konzepts der „neuen“ Universität, das auf Wissenschaft als unaufhörlichem Suchprozess und der Freiheit von Forschung und Lehre basiert.
4. DIE BOLOGNA-REFORM: Detaillierte Betrachtung der Entstehungsgeschichte, der Ziele sowie der Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern der europäischen Hochschulreform.
5. KOMPATIBILITÄT VON HUMBOLDTS UNIVERSITÄTSIDEE UND DER BOLOGNA-REFORM: Kritische Gegenüberstellung der beiden Systeme zur Identifikation von inhaltlichen Differenzen und möglichen Gemeinsamkeiten.
6. HAT HUMBOLDT AUSGEDIENT?: Diskussion über die Umsetzbarkeit Humboldtscher Ideale unter den Bedingungen einer modernen, bürokratisierten Wissensgesellschaft.
7. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, dass eine Integration Humboldts in die Bologna-Reform ohne Neuinterpretation kaum möglich ist und seine Universitätsidee als im heutigen System gescheitert gilt.
Wilhelm von Humboldt, Bologna-Prozess, Hochschulreform, Bildung durch Wissenschaft, Universitätsidee, Bachelor, Master, Leistungspunktesystem, ECTS, Modularisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Forschungsuniversität, Studienstruktur, Bildungsbegriff, Akademische Freiheit
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den historischen Bildungsmaximen Wilhelm von Humboldts und den modernen Veränderungen durch den Bologna-Prozess.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Bildung, dem Humboldtschen Universitätsmodell, den Zielen der Bologna-Reform und der Analyse ihrer gegenseitigen Vereinbarkeit.
Es soll geklärt werden, ob Humboldts Universitätsidee im Rahmen der aktuellen Hochschulreform noch anwendbar ist oder als gescheitert betrachtet werden muss.
Die Untersuchung erfolgt durch eine fundierte Literaturanalyse und einen systematischen Vergleich theoretischer Konzepte mit aktuellen hochschulpolitischen Entwicklungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Humboldt), die Analyse der Bologna-Reform inklusive ihrer Debatten und eine anschließende Kompatibilitätsprüfung.
Zentrale Begriffe sind neben Humboldt und Bologna, die Konzepte der Freiheit von Forschung und Lehre, Modularisierung, Kompetenzorientierung und das Streben nach internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
Befürworter sehen in der Reform oft eine Chance zur Internationalisierung und Modernisierung, während sie Humboldts Ideen als zwar ehrenwert, aber für die heutige Zeit nicht mehr ausreichend umsetzbar ansehen.
Kritiker führen unter anderem eine Überfrachtung der Studiengänge, das Phänomen des „Bulimie-Learnings“ durch Modulzwang und eine Einschränkung der akademischen Freiheit sowie des eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens an.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Universitätsidee nach Humboldt in ihrer Reinform nicht mehr umsetzbar ist, und fordert entweder eine Abkehr oder eine radikale Neuinterpretation für heutige Gegebenheiten.
Ja, in Aspekten wie dem lebenslangen Lernen oder dem Streben nach Selbstständigkeit im Studium lassen sich auch im Bologna-System Anknüpfungspunkte an das Humboldt-Erbe finden.
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