Bachelorarbeit, 2011
36 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Prosocial Behavior
2.1.1. Definition
2.1.2. Motivationale Auslöser prosozialen Verhaltens
2.1.3. Weitere Einflussfaktoren prosozialen Verhaltens
2.2. Strong Brands
2.2.1. Markendefinition
2.2.2. Messung der Stärke einer Marke
2.2.3. Eigenschaften und Vorteile einer starken Marke aus Kundenperspektive
2.2.4. Eigenschaften und Vorteile einer starken Marke aus Anbieterperspektive
2.2.5. Der Weg zu starken Marke – Persönlichkeitsorientierte Markenführung
3. Marken-Konsumenten-Beziehungen und Relationship Marketing
3.1. Der Kundenbeziehungslebenszyklus
3.2. Beziehungsrelevante Einflussfaktoren im Relationship Marketing
3.3. Persönlichkeitskongruenz und Identifikation als Erfolgsfaktoren des Relationship Marketings
4. Prosoziales Verhalten im Markenkontext
4.1. Active Engagement als Ausprägung prosozialen Verhaltens
4.2. Empathie als notwendige Bedingung prosozialen Verhaltens
4.3. Egoistische Motivation
4.4. Reziprozität und Reziproker Altruismus
4.5. Altruistische Motivation
4.6. Kollektivismus und das Aufrechthalten moralischer Prinzipien
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Fragestellung, ob und wie starke Marken prosoziales Verhalten bei Konsumenten beeinflussen. Dabei wird analysiert, inwiefern emotionale Markenbindungen sowie spezifische Markenpersönlichkeiten als Motivatoren für freiwillige Hilfeleistungen durch Kunden fungieren können.
1. Einleitung
„Eine starke Marke haben oder eine starke Marke sein, das ist der entscheidende Unterschied“, erklärte Norbert Ganz auf der ersten Pionierkonferenz der Markenführung 2009. Die Relevanz dieser Aussage wird bei der Betrachtung des folgenden Beispiels deutlich. In einem Blindtest probierten unabhängige Testpersonen jeweils Diät-Cola von Pepsi und Coca-Cola: 51% empfanden Pepsi der „Diet Coke“ von Coca-Cola (44%) geschmacklich überlegen. Daraufhin wurde ein weiterer Test durchgeführt, allerdings mit sichtbaren Markenlabeln. Erstaunlicherweise bevorzugten nun 61% der Testpersonen das Produkt von Coca-Cola, wohingegen lediglich 21% „Diet Pepsi“ favorisierten. Wie lassen sich diese paradoxen Ergebnisse begründen? Die Antwort ist simpel - starke Marken.
„Das Produkt Coca-Cola hat den Geschmackstest nicht gewonnen. Das Programm von Microsoft ist nicht das beste Betriebssystem. Es sind die Marken, die gewinnen“, argumentiert Robert Pittman von AOL treffend. Marken stellen sich, wie dieses Beispiel verdeutlicht, als die „wahren Giganten der modernen Konsumgesellschaft“ heraus. Sie bedingen nicht nur Millionen von Kaufentscheidungen und unzählige Unternehmensentscheidungen; sie beeinflussen genauso unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Unterdessen gewinnen die Konsumenten zunehmend an Einfluss.
In Zeiten von Qualitätsgleichheit und austauschbaren Produkten entscheiden vor allem emotionale Zusatznutzen über Markenstärke und Erfolg. In der Hoffnung, starke Beziehungen zu den Konsumenten aufzubauen und diese zukünftig als loyale Kunden zu gewinnen, entwickelte sich das Relationship Marketing samt einer persönlichkeitsorientierten Markenführung in den letzten Jahren zu einer zentralen Aufgabe in der Unternehmenspraxis. Unternehmen erhoffen sich, in diesem Zusammenhang insbesondere das absatzsteigernde Weiterempfehlungsverhalten von Kunden zu stimulieren und folglich den Gewinn zu maximieren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Forschungsfrage nach dem Einfluss starker Marken auf prosoziales Konsumentenverhalten und führt in die Relevanz von Marken in der modernen Konsumgesellschaft ein.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Kernkonzepte „Prosocial Behavior“ mit seinen motivationalen Auslösern sowie „Strong Brands“ hinsichtlich Definition und strategischer Bedeutung für Unternehmen definiert und theoretisch hergeleitet.
3. Marken-Konsumenten-Beziehungen und Relationship Marketing: Dieses Kapitel erläutert, wie durch den Lebenszyklus einer Kundenbeziehung und die Kongruenz der Markenpersönlichkeit tiefgreifende Bindungen zwischen Marke und Konsument entstehen.
4. Prosoziales Verhalten im Markenkontext: Die zentrale Analyse findet hier statt, indem verschiedene Motivationen wie Egoismus, Altruismus und Reziprozität auf das Verhalten von Konsumenten gegenüber Marken angewandt werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, zeigt die Bedeutung von emotionalen Bindungen auf und weist auf den Bedarf an weiterer empirischer Forschung hin.
Prosoziales Verhalten, Starke Marken, Relationship Marketing, Markenpersönlichkeit, Altruismus, Egoismus, Reziprozität, Markenbindung, Kundenloyalität, Identifikation, Active Engagement, Word-of-Mouth, Empathie, Konsumentenverhalten, Markenvertrauen.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob und inwiefern starke Marken das prosoziale Verhalten von Konsumenten gegenüber diesen Marken beeinflussen können.
Die Arbeit verbindet die psychologische Forschung zu prosozialem Verhalten mit betriebswirtschaftlichen Markenführungskonzepten, insbesondere dem Relationship Marketing und der Markenpersönlichkeit.
Ziel ist es, die Forschungsfrage „Do Strong Brands affect Prosocial Behavior?“ zu beantworten und zu erklären, welche Mechanismen (z.B. Empathie oder Nutzenkalküle) Konsumenten zu hilfreichem Verhalten gegenüber einer Marke bewegen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Zusammenführung bestehender theoretischer Ansätze (z.B. Empathie-Altruismus-Hypothese, soziale Austauschtheorie) auf den spezifischen Kontext der Markenführung.
Im Hauptteil werden die Motive für prosoziales Verhalten (Egoismus, Altruismus, Reziprozität, Kollektivismus) systematisch auf den Markenkontext übertragen, um Phänomene wie "Active Engagement" oder Weiterempfehlungsverhalten zu erklären.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Prosocial Behavior, Strong Brands, Markenpersönlichkeit, Identifikation und das Konzept des Relationship Marketings.
Die Markenpersönlichkeit dient als Identifikationsbasis. Wenn der Konsument eine hohe Kongruenz zwischen der Marke und seinem eigenen Selbstbild wahrnimmt, steigert dies die Wahrscheinlichkeit für prosoziales Engagement.
Zwar spielt das Kosten-Nutzen-Kalkül eine wichtige Rolle, jedoch zeigen Phänomene wie anonyme Hilfe in Foren oder die "Markenliebe", dass auch altruistische und empathische Beweggründe, die über reinen Eigennutz hinausgehen, das Handeln bestimmen.
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