Fachbuch, 2014
126 Seiten
I. Familienbuch Pfitscher in Tassach
II. Gründung von Familie und Hof im 17. Jahrhundert
1. Jakob Pfitscher auf der Suche nach einer Heimat
2. Tassach zwischen Kauf und Tausch
3. Steuerkataster des Gerichts Passeier 1694
4. Kaspar Pfitschers Wahl der neuen Heimat
III. Genügt ein Häusl mit einem Krautgartl?
1. Hans Pfitscher wollte das Erbe vergrößern
2. Aus der Traum von der Heimat auf Tassach?
3. Maria Theresianischer Kataster 1780
4. Jakob Pfitscher verkaufte sein Gut und trat in das Tiroler Land und Feldregiment ein
IV. Veränderungen am Familienerbe
1. Thoman Pfitscher kaufte Jakobs Erbanteil
2. Thoman Pfitscher teilte sein Anwesen wieder
3. Die Hofbezeichnung ‚Schanergut’ in Tassach
V. Das Schanergut im 19. Jahrhundert
1. Wendelin Pfitscher 1829 – 1885
2. Wendelin Pfitscher 1885 – 1900
3. Thomas Pfitscher Händler, Unternehmer, Bauer
VI. Das 20. Jahrhundert: Bilanz des Lebenswerks von Wendelin und Alois Pfitscher auf Tassach
1. Kriegs- und unmittelbare Nachkriegszeit
2. Wendelin Pfitscher 1931 – 1976
3. Alois Pfitscher seit 1976
Die vorliegende Arbeit dokumentiert über 300 Jahre Familiengeschichte der Pfitscher auf dem Schanergut (Wendlhof) in Tassach, wobei die Entwicklung des Anwesens von der Gründung im 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart anhand historischer Urkunden und Dokumente detailliert nachgezeichnet wird.
1. Jakob Pfitscher auf der Suche nach einer Heimat
Der belegbare Beginn der Geschichte der Familie Pfitscher in Tassach geht auf das Jahr 1647 zurück, in dem die Hochzeit des Jakob Pfitscher mit Margareta Tschöll erfolgte bzw. auf das Jahr 1648 (Westfälischer Frieden, Ende des 30 jährigen Krieges), in dem der Sohn Kaspar geboren wurde, welcher die Familie später nach Tassach verpflanzte.
Im 17. Jh. ist ein oftmaliger Besitzerwechsel auf den Höfen konstatierbar, wie wir noch sehen werden. Auch Jakob Pfitscher, der bereits im Frühjahr 1651 verstarb, hat in kurzer Zeit zweimal den Hof gewechselt bzw. verkauft: Im Frühjahr 1650 tauschte er das Gut „Oberschramach“ in Gomion hinter St. Leonhard mit dem Hof „beim Pach“ in Stuls und übersiedelte mit der Familie dorthin; im Spätherbst desselben Jahres verkaufte er den Hof und erwarb das sog. Mayrgut bei St. Martin, das er nicht lange „nutzen und genießen“ konnte. Wie in den Urkunden zu lesen ist, verstarb er schon im Frühjahr 1651 nach der Geburt seines zweiten Sohnes Jakob.
Zu diesen genannten Ereignissen sollen nun einige wichtige Details angeführt werden.
In den 1640er Jahren war Jakob Pfitscher, Stammvater der Familie Pfitscher auf Tassach, Besitzer der Oberschramacher Hofes in Gomion, hinter St. Leonhard.
Er besaß ... „Nemblichen ainen halben Thail von unnd auß der Hab und Gueth genannt zu Schrämmach Gerichts Paßeyr ligennt das Oberteil...“
Am 3. Februar 1650 aber tauschte er seinen Hof mit Gregori Mosmayrs „halben Thaill zu Pach bei Stuls“.
Mit diesem Tausch bzw. dem neuen Besitz wurde er nicht glücklich, denn bereits Ende desselben Jahres verkaufte er ihn wieder und erwarb sich einen neuen, viel größeren und schöneren Hof bei St. Martin.
I. Familienbuch Pfitscher in Tassach: Dieses Kapitel stellt die Ahnenreihe der Familie Pfitscher in Tassach seit dem 17. Jahrhundert auf Basis von Verfach- und Pfarrbüchern dar.
II. Gründung von Familie und Hof im 17. Jahrhundert: Es wird die Ankunft des Stammvaters Jakob Pfitscher in Tassach und der Erwerb von erstem Grundbesitz im 17. Jahrhundert durch Kauf und Tausch erläutert.
III. Genügt ein Häusl mit einem Krautgartl?: Das Kapitel befasst sich mit den wirtschaftlichen Problemen der Familie im 18. Jahrhundert, der Hofbewirtschaftung und den Einschätzungen im Maria Theresianischen Kataster.
IV. Veränderungen am Familienerbe: Hier werden die Erbgänge, Erbteilungen und die endgültige Festigung des Anwesens unter dem Namen ‚Schanergut’ beschrieben.
V. Das Schanergut im 19. Jahrhundert: Das Kapitel beleuchtet die Erweiterungen des Hofes und das Leben der Besitzer Wendelin und Thomas Pfitscher im 19. Jahrhundert.
VI. Das 20. Jahrhundert: Bilanz des Lebenswerks von Wendelin und Alois Pfitscher auf Tassach: Die abschließenden Kapitel behandeln die Geschichte des Hofes durch die schwierigen Zeiten der Weltkriege und die Konsolidierung unter Wendelin und Alois Pfitscher bis heute.
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Die Publikation befasst sich mit der über 300-jährigen Hof- und Familiengeschichte des sogenannten Schanerguts (Wendlhof) in Tassach, Passeier.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung des landwirtschaftlichen Anwesens, die genealogische Dokumentation der Familie Pfitscher sowie die regionale Sozial- und Wirtschaftsgeschichte anhand von Originalurkunden.
Ziel ist es, die Entwicklung eines kleinen Bergbauernhofes über Jahrhunderte hinweg zu dokumentieren und als Beitrag zum Erhalt des Heimatbewusstseins vor dem Vergessen zu bewahren.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung von Primärquellen wie historischen Kauf- und Pachtverträgen, Verfachbüchern, Katasterunterlagen und kirchlichen Matrikelbüchern.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der Gründung im 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wobei jeder Abschnitt die spezifischen Lebensumstände, Erbschaften und wirtschaftlichen Veränderungen der Familie Pfitscher detailliert aufzeigt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schanergut, Tassach, Pfitscher, Familiengeschichte, Hofgeschichte, Passeier, Urkunden und bäuerliche Lebenskultur charakterisieren.
Da im 19. und 20. Jahrhundert insgesamt drei aufeinanderfolgende Besitzer den Vornamen Wendelin trugen, setzte sich im Volksmund die Bezeichnung Wendlhof durch.
Aufgrund der geringen Größe des Hofes waren die Pfitscher-Bauern fast gezwungen, ein Handwerk als zweites Standbein zu erlernen; so gab es Weber, Schneider, Schmiede, Zimmerer, Tischler und Schuster in der Familie.
Jakob Pfitscher verkaufte sein kleines Anwesen und trat dem Tiroler Land- und Feldregiment bei, da Österreich im 18. Jahrhundert intensiv um sein Bestehen kämpfen musste und die Soldatenwerbung stark vorangetrieben wurde.
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