Bachelorarbeit, 2014
48 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Definition: Kinder und Jugendliche ohne eigenen Wohnsitz
2.1 Klassifizierungen
2.2 Schwierigkeiten der Definition
3 Definition: Sozialstaat Deutschland/Russland
3.1 Unterschiede
3.2 Entwicklung der Unterschiede
4 Hilfe und Regularien
4.1 Stattliche Hilfe und Regularien
4.1.1 öffentliche Träger
4.1.2 Hilfsangebote
4.2 Freie und private Hilfe und Regularien
4.2.1 freie Träger
4.2.2 Hilfsorganisationen
4.2.3 Hilfsangebote
4.2.4 Spenden und Gesetzeskonflikte
4.3 Hinderliche Faktoren
4.4 Förderliche Faktoren
5 Defizite und Handlungsmöglichkeiten
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche ohne eigenen Wohnsitz in Deutschland und Russland. Ziel ist es herauszufinden, ob und inwiefern sich die Hilfsstrukturen beider Sozialstaaten unterscheiden, welche hinderlichen sowie förderlichen Faktoren die Umsetzung von Hilfe beeinflussen und wie sich die jeweiligen sozialstaatlichen Rahmenbedingungen auf die Zielgruppe auswirken.
2.2. Schwierigkeiten der Definition
Wie oben erwähnt wurde, besteht möglicherweise eine formelle Meldeadresse, doch kann sie deshalb nicht zwingend als Wohnsitz der Kinder und Jugendlichen geltend gemacht werden. Es gibt verschiedene Merkmale für diese Kinder oder Jugendlichen, bei denen „ohne eigenen Wohnsitz "deutlich wird. Einige Autoren oder Experten wie z.B UNICEF, des deutschen Jugendinstituts (DJI) oder des Instituts für Soziale Arbeit (IfSA) machen bei dem Versuch einer eindeutigen Zuschreibung deutlich, dass es eine klar eingegrenzte Definition nicht gibt.
Die UNICEF definiert Straßenkinder als „wer unter 18 Jahre ist und sein Lebensmittelpunkt hauptsächlich oder größtenteils die Straße ist; doch aus Sorge vor der Lateinamerikanisierung unserer sozialen Verhältnisse bezeichnen Sozialwissenschaftler diese Definition als unbrauchbar“. 8
Das IfSA favorisiert die Formulierung „Kinder und Jugendliche in besondern Problemlagen“ als inhaltlich besser differenziertes Pendant zu „Straßenkinder“, denn nicht alle „Straßenkinder“ leben auf der Straße.9
Das deutsche Jugendinstitut (DJI) bevorzugt den Terminus „Straßenkarrieren von Kindern und Jugendlichen“10.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Arbeit, den Vergleich zwischen dem deutschen und russischen Sozialstaat hinsichtlich der Hilfsangebote für obdachlose Kinder und Jugendliche zu untersuchen.
2 Definition: Kinder und Jugendliche ohne eigenen Wohnsitz: In diesem Kapitel werden die rechtlichen Altersgrenzen für Kinder und Jugendliche in Deutschland und Russland definiert sowie Schwierigkeiten bei der präzisen Einordnung der Zielgruppe erörtert.
3 Definition: Sozialstaat Deutschland/Russland: Hier werden die unterschiedlichen sozialstaatlichen Ausprägungen und die historische Entwicklung der Sozialstaatlichkeit in beiden Ländern analysiert.
4 Hilfe und Regularien: Dieses umfangreiche Kapitel untersucht staatliche sowie freie Hilfsangebote, ihre Trägerstrukturen, Finanzierungsaspekte und die Rolle von Gesetzen bei der sozialen Arbeit.
5 Defizite und Handlungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel identifiziert Schwachstellen im Hilfesystem, wie Fachkräftemangel und mangelnde Vernetzung, und stellt diesen mögliche Lösungsansätze gegenüber.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und betont die Notwendigkeit flexiblerer, individuell zugeschnittener und langfristig angelegter Hilfskonzepte.
Soziale Arbeit, Obdachlosigkeit, Kinder und Jugendliche, Sozialstaat, Deutschland, Russland, Hilfsangebote, Jugendhilfe, Straßenkinder, Sozialwaisen, NGO, Agentengesetz, Vernetzung, Krisenintervention, Sozialpolitik
Die Arbeit vergleicht die Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche ohne eigenen Wohnsitz in Deutschland und Russland vor dem Hintergrund der jeweiligen Sozialstaatlichkeit.
Zentrale Themen sind die Definition der Zielgruppe, der Vergleich der Sozialstaaten, die Struktur staatlicher und freier Hilfen sowie Faktoren, die diese Hilfen fördern oder behindern.
Ziel ist es zu ermitteln, ob und worin sich die Hilfsangebote in beiden Ländern unterscheiden und welche sozialen sowie politischen Faktoren diese Unterschiede und die Effektivität der Hilfe beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse, einem Vergleich der Gesetzestexte sowie der Untersuchung von Hilfsorganisationen und sozialen Projekten in beiden Ländern.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden staatliche und freie Träger, ihre spezifischen Angebote, rechtliche Hürden (insbesondere in Russland) und Vernetzungsproblematiken detailliert dargestellt.
Wesentliche Begriffe sind Sozialarbeit, Kinder und Jugendliche, Sozialstaat, Russland, Deutschland, Jugendhilfe und Straßenkarrieren.
Das Gesetz erschwert die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen erheblich, indem es sie als "ausländische Agenten" stigmatisiert, was zu Sanktionen, Finanzierungsproblemen und einer Gefährdung der Nachhaltigkeit von Hilfsprojekten führt.
In Deutschland liegt der Fokus stärker auf dem individuellen Wohl, während in Russland das staatliche Bestreben zur Zusammenführung von Familien im absoluten Vordergrund steht, was sich unter anderem im Verbot der Geschwistertrennung bei Adoptionen zeigt.
Die Autorin resümiert, dass trotz Unterschieden in der Entwicklung beider Sozialstaaten in beiden Ländern erhebliche Defizite bestehen und ein dringender Bedarf an koordinierter, unbürokratischer und langfristiger Hilfe sowie einer besseren Vernetzung besteht.
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