Examensarbeit, 2013
67 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Begriffsklärung: Sport
3. Die nationalsozialistische Weltanschauung als Grundlage der Erziehung im Dritten Reich
3.1 Der nationalsozialistische Rassebegriff
3.2 Das nationalsozialistische Eliteprinzip
3.3 Das nationalsozialistische Führer- Gefolgschaftsprinzip
3.4 Die nationalsozialistische Volksgemeinschaftsideologie
4. Erziehung im Nationalsozialismus
4.1 Hitlers Schulzeit als Auslöser seiner erzieherischen Ideen
4.2 Erzieherische Aspekte in Mein Kampf
4.2.1 Wissenschaftliche Schulung
4.2.2 Charakterbildung
4.2.3 Körperausbildung/ Leibeserziehung
4.3 Historischer Ursprung der Leibeserziehung
5. Leibeserziehung aus Perspektive nationalsozialistischer Pädagogen
5.1 Kritik Alfred Baeumlers am bisherigen Sportunterricht und seine Forderungen
5.2 Die nationalpolitischen Ziele der Leibeserziehung und ihre potentiellen Auswirkungen auf den Unterricht
5.2.1 Leibeserziehung der Männer
5.2.1.1 Zielsetzungen
5.2.1.2 Methodik
5.2.2 Leibeserziehung der Frauen
5.2.2.1 Entfaltung und Gemeinschaftserziehung
5.2.2.2 Rassenpflege und Mutterschaft
6. Auswirkungen der Machtübernahme auf das Schulsystem
6.1 Umerziehung der Lehrer
6.2 Umgestaltung der Leibeserziehung an Schulen
6.2.1 Dritte Turnstunde
6.2.2 Fünfte Turnstunde die Leibeserziehung als Politikum
7. Bedeutung einzelner Grundformen für das Fortbestehen der nationalsozialistischen Weltanschauung
7.1 Turnen Ursprung, Sinn und Richtlinien
7.1.1.Ursprung bei Friedrich Ludwig Jahn
7.1.2 Turnübungen im Nationalsozialismus
7.2 Sport
7.2.1 Boxen
7.2.2 Geländesport mit Geländespiel
8. Überlegungen zum Unterricht
8.1 Theorie der Filmanalyse
8.2 Analyse ausgewählter Filmsequenzen
8.3 Kompetenzen und Ziele
8.4 Vorschläge zur methodischen Umsetzung
9. Fazit
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die ideologische Bedeutung der schulischen Leibeserziehung im Nationalsozialismus zu analysieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, diese Thematik gewinnbringend in den Geschichtsunterricht einer zehnten Realschulklasse zu integrieren.
4.2.1 Wissenschaftliche Schulung
„Ein verfaulter Körper wird durch einen strahlenden Geist nicht im geringsten ästhetischer gemacht, ja, es ließe sich höchstens Geistesbildung gar nicht rechtfertigen, wenn ihre Träger gleichzeitig körperlich verkommene und verkrüppelte, im Charakter willensschwache, schwankende und feige Subjekte wären.“
Diese Aussage Hitlers lässt erkennen, mit welcher Geringschätzung er schulischem Wissen gegenüber stand.
Bereits in seiner eigenen Jugend machte er die Erfahrung, dass in der Schule - seiner Ansicht nach - zu viele Kenntnisse vermittelt wurden, welche die Schüler nach kurzer Zeit wieder vergaßen, wodurch sie keinen langfristigen Effekt auf die Entwicklung der Jugendlichen hatten. Hitler selbst habe die von den Lehrern vermittelten Kenntnisse selektiert und sich ausschließlich auf das konzentriert, was ihm wichtig erschien. Diese Fähigkeit spricht er aber dem Großteil der anderen Menschen ab. Hitler bemängelt, dass viele nicht in der Lage seien, wertvolles Wissen von wertlosem zu trennen, und darum zu viel nutzlosen Ballast mit sich herumtragen würden.
Aufbauend auf dieser These solle durch eine Kürzung des Lehrplans und der Stundenzahl eine radikale Veränderung des theoretischen Unterrichts vorgenommen werden. Zum einen, um zu vermeiden, dass die junge Generation falsche Schlüsse aus dem erfahrenen Wissen ziehe, da sie Wichtiges und Unwichtiges nicht richtig voneinander trennen könne. Zum anderen, um zu gewährleisten, dass die Schüler genau das dauerhaft in sich aufnehmen, wodurch sie nicht nur zu einem halben Pazifisten oder Demokraten, sondern zu einem ganzen Deutschen werden.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung und Methode der Arbeit vor, welche die Bedeutung der Leibeserziehung für die nationalsozialistische Ideologie und ihre didaktische Umsetzung untersucht.
2. Begriffsklärung: Sport: In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen zeitgenössischen Begriffsverständnisse von Leibesübungen, Sport und Turnen dargelegt.
3. Die nationalsozialistische Weltanschauung als Grundlage der Erziehung im Dritten Reich: Die vier ideologischen Grundprinzipien des Nationalsozialismus werden erläutert, um deren Einfluss auf das Erziehungswesen verständlich zu machen.
4. Erziehung im Nationalsozialismus: Das Kapitel beleuchtet Hitlers persönliche Schul-Erfahrungen und die daraus abgeleiteten erzieherischen Schwerpunkte in "Mein Kampf".
5. Leibeserziehung aus Perspektive nationalsozialistischer Pädagogen: Hier werden die Ansichten einflussreicher Pädagogen und die offiziellen Richtlinien des Reichserziehungsministeriums zur Leibeserziehung analysiert.
6. Auswirkungen der Machtübernahme auf das Schulsystem: Das Kapitel beschreibt die strukturellen Veränderungen im Schulwesen und die gezielte Umerziehung der Lehrerschaft.
7. Bedeutung einzelner Grundformen für das Fortbestehen der nationalsozialistischen Weltanschauung: Fokus auf die Bedeutung von Turnen, Boxen und Geländesport als charakterbildende Instrumente.
8. Überlegungen zum Unterricht: Dieser didaktische Teil entwickelt Konzepte, wie die Thematik mittels Filmanalyse in den Geschichtsunterricht integriert werden kann.
9. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Leibeserziehung vollständig zum Nutzen des nationalsozialistischen Regimes instrumentalisiert wurde, um einen arischen Elitemenschen zu schaffen.
Nationalsozialismus, Leibeserziehung, Sportunterricht, Wehrerziehung, Ideologie, Schulerziehung, Filmanalyse, Charakterbildung, Volksgemeinschaft, Rassebegriff, Führerprinzip, Geschichtsunterricht, Napola, Geländesport, Indoktrination.
Die Arbeit analysiert, welche ideologische Funktion der schulische Sportunterricht im Nationalsozialismus hatte und wie dieser zur Festigung der NS-Weltanschauung genutzt wurde.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die nationalsozialistische Erziehungsideologie, die strukturellen Veränderungen des Schulsystems, die Rolle der Leibeserziehung bei Jungen und Mädchen sowie deren didaktische Vermittlung.
Das Hauptziel ist es, eine geschichtsdidaktische Möglichkeit zu entwickeln, die nationalsozialistische Leibeserziehung am Beispiel von Filmsequenzen in den Unterricht zu integrieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen (Richtlinien, pädagogische Schriften) sowie auf die Theorie der Filmanalyse nach Werner Faulstich.
Im Hauptteil werden die weltanschaulichen Grundlagen, die pädagogischen Konzepte zur Leibeserziehung, die schulischen Auswirkungen der Machtübernahme und die didaktische Planung einer Unterrichtssequenz detailliert erörtert.
Schlüsselbegriffe sind die nationalsozialistische Ideologie, Wehrerziehung, Charakterbildung, Indoktrination und der methodische Einsatz des Mediums Film im Geschichtsunterricht.
Der Film bietet ein hohes Identifikationspotenzial für heutige Schüler und zeigt die verführerische, nicht nur negative Seite des Nationalsozialismus, was ihn als Ausgangspunkt für eine kritische Auseinandersetzung besonders geeignet macht.
Während bei Jungen vor allem Wehrhaftigkeit und militärische Vorbereitung im Fokus standen, zielte die Ausbildung bei Mädchen stärker auf Rassenpflege, Mutterschaft und die seelische Abhärtung für den "Wirtschaftskampf" ab.
Boxen wurde von Hitler persönlich gefördert, da es als ideale Sportart galt, um den notwendigen Angriffsgeist, Entschlusskraft und Härte gegenüber sich selbst und anderen zu trainieren.
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