Magisterarbeit, 2014
164 Seiten, Note: 3,0
I Einleitung
II Theoretischer Teil
1 Einführung
2 Belastung und Beanspruchung
2.1 Allgemeines
2.2 Stress
2.3 Stresstheorien
2.3.1 Cannons Stresstheorie
2.3.2 Die Theorie von Hans Selye
2.3.3 Das Transaktionale Stressmodell von Lazarus
2.4 Stressfaktoren
2.4.1 Daily Hassles
2.4.2 Kritische Lebensereignisse
2.4.3 Traumatische Ereignisse
2.5 Stressbewältigung
2.6 Soziale Schutzfaktoren
2.6.1 Salutogenese nach Antonovsky
2.6.2 Soziale Unterstützung
3 Rettungsdienst
3.1 Geschichtliche Entwicklung
3.2 Das Rettungswesen
3.3 Das Bayerische Rote Kreuz
3.4 Leistungen des BRK
3.5 Notarztsystem
3.6 Berufe im Rettungsdienst
3.6.1 Rettungsassistent
3.6.2 Rettungssanitäter
3.6.3 Rettungshelfer
4 Belastende Ereignisse im Rettungsdienst
4.1 Definition
4.2 Arten von belastenden Ereignissen
4.3 Einsatznachsorge
III Empirischer Teil
5 Ziel der Arbeit
6 Hypothesen
7 Methode
7.1 Vorbereitung der Stichprobe
7.2 Pre-Test
7.3 Stichprobenumfang
7.4 Gütekriterien
7.5. Operationalisierung
7.5.1 Subskala 1 und Subskala 2 – Belastende Ereignisse und allgemeine Belastungen
7.5.1.1 Subskala 1 – Häufigkeit und Stärke von belastenden Ereignissen
7.5.1.2 Subskala 2 – Allgemeine Belastungen
7.5.2 Subskala 3 – Fragen zur sozialen Unterstützung
7.5.3 Subskala 4 – Verarbeitung von belastenden Situationen
7.5.4 Subskala 5 – Fragen zur Beanspruchung
7.5.5 Subskala 6 – Soziodemographische Daten
7.6 Untersuchungsdurchführung
7.6.1 Kurzvorstellung der Dienststellen
7.6.2 Durchführung der Befragung
7.6.3 Beteiligung
8 Ergebnisse
8.1 Stichprobenbeschreibung
8.2 Scorebildung
8.2.1 Verteilungscharakteristiken der Subskalen
8.2.2 Trennschärfe der Items
8.3 Deskriptive Statistik
8.3.1 Belastende Ereignisse
8.3.2 Allgemeine Belastungen
8.3.3 Soziale Unterstützung
8.3.4 Verarbeitung belastender Ereignisse
8.3.5 Fragen zur Beanspruchung
9 Faktorenanalyse
10 Korrelationen
10.1 Berechnung der Korrelationen
10.2 Interpretation der Ergebnisse
10.2.1 Subskala Belastende Ereignisse – BELE
10.2.2 Allgemeine Belastungen – ABEL
11 Diskussion der Ergebnisse
11.1 Überprüfung der Hypothesen
11.1.1 Hypothese H1
11.1.2 Hypothese H2
11.1.3 Hypothese H3
11.1.4 Hypothese H4
11.2 Zusammenfassung
IV Schluss
Diese Magisterarbeit untersucht die psychische Beanspruchung von Rettungsdienstmitarbeitern in Abhängigkeit von verschiedenen Belastungsereignissen und analysiert, wie unterschiedliche Bewältigungsstrategien diesen Prozess moderieren.
4. Belastende Ereignisse im Rettungsdienst
„Mitarbeiter von Rettungsdiensten […] werden bei Großschadensereignissen und Naturkatastrophen innerhalb kürzester Zeiträume hochgradigen Belastungen ausgesetzt.“ (Appel-Schumacher, 1997, S. 256).
Lange Zeit wurde es als selbstverständlich betrachtet, dass Einsatzkräfte die grausamen Erfahrungen, welche sie im Umgang mit ihrer helfenden Tätigkeit erleben, ohne seelische Beeinträchtigungen verarbeiten würden. (Teegen, 2003, S. 9).
Bereits 1994 haben Hermanutz & Buchmann festgestellt: „Diejenigen Personen, die bei solchen Einsätzen mit den schlimmsten Situationen als Rettungspersonal konfrontiert werden, wurden bisher kaum untersucht.“ (S. 295).
Daher haben z.B. die Flugzeugkatastrophe in Ramstein oder das ICE-Unglück in Eschede die Arbeit des Rettungsdienstes in den Fokus der Betrachtungen von Wissenschaft und Forschung gerückt.
Hierbei lag das Interesse vor allem auf Ereignissen, die bei dem Rettungsfachpersonal eine längerfristige Wirkung, insbesondere eine Posttraumatische Belastungsstörung nach sich zogen.
„Zur Bedeutung alltäglicher ‚Banalbelastungen‘ und ungünstigen Arbeitsbedingungen liegen kaum Daten vor.“ (Hering & Beerlage, 2004, S. 415).
Hinzu kommt, dass Rettungskräfte einen zweigeteilten Beruf nachkommen: einerseits steht die interne Beschäftigung (Erfassung und Abrechnung des letzten Einsatzes, Überprüfung der Notfallausrüstung, Wartezeit) – andererseits die externe Arbeitszeit, also die Einsatzfahrten.
Christmann (2012, S. 64) hat ermittelt, dass bei der Dienstzeit eines Rettungsdienstmitarbeiters 57,5% auf den Einsatz und 42,5% auf die Zeit auf der Rettungswache entfallen. „Aus der zeitlichen Verteilung kann man schließen, dass der ‚durchschnittliche‘ Rettungsdienstmitarbeiter also nicht nur unter den externen Stressoren […] leidet, sondern auch die internen Faktoren keineswegs zu vernachlässigen sind.“
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die Zunahme psychischer Erkrankungen und deren Bedeutung für den Rettungsdienst, wobei der Fokus auf der Dringlichkeit weiterer Forschung liegt.
2 Belastung und Beanspruchung: Hier werden theoretische Grundlagen zu Stress, Belastung und Beanspruchung dargelegt, inklusive zentraler Stresstheorien und Schutzfaktoren wie soziale Unterstützung.
3 Rettungsdienst: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung und die Struktur des Rettungswesens, speziell des Bayerischen Roten Kreuzes.
4 Belastende Ereignisse im Rettungsdienst: Es werden spezifische Stressoren im Rettungsdienst definiert und deren Auswirkungen sowie Möglichkeiten der Einsatznachsorge diskutiert.
5 Ziel der Arbeit: Das Kapitel erläutert die zentrale Forschungsfrage, welche belastenden Ereignisse existieren und wie diese mit Bewältigungsstrategien interagieren.
6 Hypothesen: Hier werden die zu überprüfenden Annahmen zum Zusammenhang von Belastung, Häufigkeit, Coping und Beanspruchung formuliert.
7 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Operationalisierung mittels Fragebögen und die Durchführung der empirischen Erhebung.
8 Ergebnisse: Die Daten der Befragung von 26 Rettungsdienstmitarbeitern werden deskriptiv und statistisch ausgewertet.
9 Faktorenanalyse: Die empirische Struktur der Subskalen wird explorativ auf ihre statistische Eignung hin überprüft.
10 Korrelationen: Es wird der Zusammenhang zwischen verschiedenen Merkmalen und Variablen der Stichprobe analysiert.
11 Diskussion der Ergebnisse: Die empirischen Befunde werden interpretiert und mit den aufgestellten Hypothesen abgeglichen sowie in einer abschließenden Zusammenfassung bewertet.
Rettungsdienst, Stress, psychische Beanspruchung, Bewältigungsstrategien, Coping, Salutogenese, soziale Unterstützung, Einsatznachsorge, Belastende Ereignisse, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, Rettungsassistent, Schichtarbeit, Stressimpfungstraining, Berufsbelastung.
Die Magisterarbeit untersucht die psychische Beanspruchung von Rettungsdienstmitarbeitern unter Berücksichtigung spezifischer Belastungsereignisse im Dienstalltag und der Anwendung von Bewältigungsstrategien.
Zentrale Themen sind das Stressmodell von Lazarus, das Konzept der Salutogenese, die Bedeutung sozialer Unterstützung sowie die spezifischen Bedingungen im Rettungsdienst (BRK).
Das Hauptziel ist es, belastende Ereignisse zu identifizieren und die Zusammenhänge zwischen deren Belastungsstärke, der angewandten Bewältigungsstrategie und der daraus resultierenden emotionalen/kognitiven Beanspruchung aufzuklären.
Es wurde eine empirische Fragebogenstudie (n=26) durchgeführt, deren Daten statistisch mit SPSS analysiert wurden, unter anderem durch deskriptive Statistik und Korrelationsberechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil zur Stressforschung und einen empirischen Teil, der die Befragung, Ergebnisse und deren statistische Auswertung detailliert darstellt.
Wichtige Begriffe sind Rettungsdienst, psychische Beanspruchung, Coping, soziale Unterstützung, Stressfaktoren und Einsatznachsorge.
Die Studie zeigt, dass soziale Unterstützung durch den Lebenspartner am stärksten wahrgenommen wird, gefolgt von Vorgesetzten und Kollegen; sie fungiert als wichtiger Moderator für die Stressverarbeitung.
Die Faktorenanalyse zur Überprüfung der empirischen Struktur der Subskalen wurde aufgrund unzureichender KMO-Werte verworfen, weshalb die statistische Auswertung auf anderen Verfahren basierte.
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