Bachelorarbeit, 2013
43 Seiten, Note: 1,3
1 Motivation und Gang der Untersuchung
2 Die Socioemotional Selectivity Theory nach Laura L. Carstensen
2.1 Annahmen der Socioemotional Selectivity Theory
2.2 Chronologisches Alter & Life Span Entwicklung
2.3 Die Socioemotional Selectivity Theory in der Diskussion
2.4 Beeinflussung der Future Time Perspective durch die Socioemotional Selectivity Theory
2.5 Zwischenfazit und Ausblick
3 Von der Kultur zu interkulturellen Unterschieden
3.1 Definition Kultur nach G. Hofstede
3.2 GLOBE-Studie nach House et al. und Zusammenführung mit Hofstede
3.3 Die Einführung der verschiedenen westlichen Kulturen
4 Vergleich der westlichen Kulturen anhand der neun Dimensionen der GLOBE-Studie
4.1 Erkenntnisse aus der GLOBE-Studie
4.2 Interkulturelle Unterschiede in der wahrgenommenen Zukunftsperspektive westlicher Konsumenten
5 Zusammenfassung und Diskussion
Die Arbeit untersucht den Einfluss interkultureller Unterschiede auf die wahrgenommene Zukunftsperspektive westlicher Konsumenten und deren Konsequenzen für Marketingentscheidungen unter Anwendung der Socioemotional Selectivity Theory (SST) sowie der GLOBE-Studie.
2 Die Socioemotional Selectivity Theory nach Laura L. Carstensen
„Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.“ (Leonardo da Vinci, 1489)
Die Beobachtung der Zeit spielt über die Epochen hinweg stets eine zentrale Rolle in menschlichen Gesellschaften. Über die Jahrhunderte hinweg gewann die genaue Beobachtung der Zeit jedoch mehr und mehr an Bedeutung. Der Gedanke, dass die Wahrnehmung der Zeit höchst individuell ist, gewann hingegen erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts v.a. in der Psychologie an Tragweite. Lange Zeit wurde jedoch die Erkenntnis der Entwicklungspsychologie ignoriert, dass die individuelle Wahrnehmung der Zeit ein wichtiger Bestandteil des Lebens ist und dass Menschen ihre kurz- und langfristigen Ziele von ihrer individuellen Wahrnehmung ihrer Lebenszeit abhängig machen (Vgl. Carstensen 1992).
Carstensen leitet aus dieser Erkenntnis die Socioemotional Selectivity Theory her, in welcher die Wahrnehmung der Zeit im Fokus steht.
Kapitel 2.1 befasst sich mit den Annahmen dieser Theorie. Im weiteren Verlauf wird verdeutlicht, welche Einflüsse die Wahrnehmung der Zeit auf die Zielsetzung eines Menschen hat und wie sich diese Einflüsse im Laufe des Lebens entwickeln. Darauf aufbauend (Kapitel 2.3.) folgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Theorie, woraus sich Fragestellungen ergeben, die die weitere Arbeit zu klären hat. Insbesondere die Konsequenzen der SST auf das zielgruppenspezifische Konsumentenverhalten werden angeschnitten und problematisiert.
1 Motivation und Gang der Untersuchung: Einleitung in die Bedeutung der Zeitwahrnehmung und Vorstellung der Socioemotional Selectivity Theory als wissenschaftliche Basis der Arbeit.
2 Die Socioemotional Selectivity Theory nach Laura L. Carstensen: Detaillierte Darstellung der SST, der Rolle der Future Time Perspective und der psychologischen Hintergründe, warum Menschen ihre Ziele zwischen Wissen und Emotion wählen.
3 Von der Kultur zu interkulturellen Unterschieden: Erläuterung des Kulturbegriffs nach Hofstede und Einführung der GLOBE-Studie als Instrument zur Analyse interkultureller Unterschiede.
4 Vergleich der westlichen Kulturen anhand der neun Dimensionen der GLOBE-Studie: Empirische Analyse westlicher Cluster unter Anwendung der GLOBE-Dimensionen und Verknüpfung mit der SST zur Ableitung von Zukunftsperspektiven.
5 Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse mit der Erkenntnis, dass Marketingstrategien stärker auf wahrgenommene Zukunftsperspektiven statt auf das biologische Alter fokussieren sollten.
Socioemotional Selectivity Theory, Zukunftsperspektive, Future Time Perspective, Marketing, Kulturdimensionen, GLOBE-Studie, Konsumentenforschung, Zielgruppenmarketing, Langzeitorientierung, Gruppenkollektivismus, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Konsumentenverhalten, psychologische Alterswahrnehmung, interkulturelles Marketing.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen ihre Zukunft unterschiedlich wahrnehmen und wie diese Zeitwahrnehmung durch kulturelle Faktoren und Lebensereignisse beeinflusst wird.
Die Arbeit verknüpft psychologische Theorien zur Zeitwahrnehmung (SST) mit kulturellen Analysemodellen (GLOBE-Studie), um das Konsumentenverhalten besser zu verstehen.
Ziel ist es, den Einfluss kultureller Voraussetzungen auf die Zukunftsperspektive von Konsumenten zu identifizieren, um Unternehmen Anhaltspunkte für effektiveres, zielgruppenspezifisches Marketing zu liefern.
Es wurde eine theoretische Analyse auf Basis existierender psychologischer Studien sowie eine vergleichende Sekundäranalyse der GLOBE-Studie durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert die SST nach Carstensen, definiert den Kulturbegriff, vergleicht westliche Kulturcluster anhand von Dimensionen wie Langzeitorientierung und führt diese Ergebnisse mit Marketingstrategien zusammen.
Wichtige Begriffe sind Socioemotional Selectivity Theory (SST), Future Time Perspective (FTP), GLOBE-Studie, Kulturdimensionen, Zukunftsorientierung und Konsumentenforschung.
Die Arbeit belegt, dass Menschen gleichen Alters durch unterschiedliche Lebensereignisse oder kulturelle Prägungen völlig verschiedene Zukunftsperspektiven haben können, was eine genauere Differenzierung erfordert.
Nord- und deutscheuropäische Kulturen weisen eine höhere Langzeitorientierung auf, was zu einer "offeneren" Zukunftsperspektive führt, während in lateineuropäischen Clustern die Gegenwartsorientierung stärker dominiert.
Sie dient als Indikator dafür, ob Konsumenten eher langfristige, wissensorientierte Ziele verfolgen oder kurzfristige, emotionsbasierte Ziele, was die Wahl der Werbebotschaft entscheidend beeinflusst.
Unternehmen müssen bei der Kommunikation berücksichtigen, ob eine Zielgruppe aufgrund ihrer kulturellen Prägung die Zukunft als unbeschränkt oder begrenzt wahrnimmt, um Vertrauen und Sicherheit glaubhaft zu adressieren.
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