Seminararbeit, 2011
40 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das Unternehmen Enercon
2.1 Das Leistungsspektrum
2.2 Der Markt
2.3 Die Strategie
2.4 Chronologie
3 Staatliche Förderung
3.1 Stromeinspeisegesetz
3.2 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
4 Innovationen des Unternehmens
4.1 Innovationen
4.2 Die technologischen Innovationen
4.2.1 Antriebssystem
4.2.2 Rotorblattgeometrie
4.2.3 Ringgenerator
4.2.4 Fundamentsetzung
4.2.5 Turmbau
4.2.6 Anlagensteuerung
4.2.7 Innovationsphasen
4.3 Ökologischer Beitrag
4.4 Ökonomischer Beitrag
5 Der Gründer und die Gründung
5.1 Lebenslauf
5.2 Historische Situation
5.3 Gründung
5.4 Unternehmensführung & Charakter
5.4.1 Wobben vs. Mainstream
5.4.2 Vermögen
5.5 Auszeichnungen
5.6 Spitznamen
5.7 Fazit
6 Barrieren und Widerstände
6.1 Übersicht
6.2 Regierung und Gesetze
6.3 Industriespionage
6.4 Indien
6.5 Auswirkungen
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Unternehmen Enercon als Fallstudie, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle von Innovationen innerhalb des Unternehmertums im Bereich der Windenergie liegt. Ziel ist es, die Entwicklung des Unternehmens, seinen Beitrag zum Umweltschutz und die Reaktion auf strategische Herausforderungen zu analysieren.
4.2.1 Antriebssystem
Die wichtigste und konsequent umgesetzte Innovation von Enercon ist das getriebelose Antriebssystem der Windenergieanlagen. Die Rotoreinheit ist dabei direkt mit dem Generator verbunden und wird nicht durch ein Getriebe übersetzt, wie es bei vielen konkurrierenden Herstellern der Fall ist. Rotor und Generator bilden also eine Einheit. Enercon bezeichnet diese Konstruktion als ”Direktantrieb“.
Erstmals kam der Direktantrieb (siehe Abbildung 4) 1992 bei der Anlage ”Enercon E-40 / 500kw“ zum Einsatz. Durch den Verzicht auf ein Getriebe konnten viele bewegliche Bauteile bei der Konstruktion eingespart werden. Das reduziert zum einen die physikalische Reibung und dem damit verbundenen Energieverlust. Zum anderen wird die mechanische Belastung (Materialverschleiß) der Bauteile minimiert. Dies führt zu einem verminderten Wartungsaufwand und erhöht die Lebensdauer der Windenergieanlagen. Durch die variable Drehzahl in Kombination mit dem geringen Lastniveau, erreichen die Enercon Windenergieanalgen einen optimalen Wirkungsgrad.
Beim getriebelosen Direktantrieb entspricht die Rotordrehzahl immer der Generatordrehzahl. Alle Enercon Windenergieanalgen aus dem aktuell angebotenen Sortiment haben eine durchschnittliche Drehzahl von 10 bis 20 Umdrehungen pro Minute (Abhängig von den Windverhältnissen und dem Anlagetyp / Spannweite von 4 bis 45 U/min). Herkömmliche Getriebe-Windenergieanlagen vieler konkurrierender Hersteller erreichen Generatordrehzahlen von 1200 bis 1500 U/min. Neben zunehmendem Materialverschleiß und kürzerer Lebensdauer, führen das Getriebe und die hohen Drehzahlen auch zu erhöhten Schallemissionen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Energiewende nach Fukushima ein und umreißt die Struktur der Fallstudie über das Unternehmen Enercon.
2 Das Unternehmen Enercon: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Enercon, seine Marktposition, das Leistungsspektrum und die historische Entwicklung des Unternehmens.
3 Staatliche Förderung: Es wird die Bedeutung von staatlichen Instrumenten wie dem Stromeinspeisegesetz und dem EEG für die Marktentwicklung der Windkraft erläutert.
4 Innovationen des Unternehmens: Dieses Kapitel detailliert die technologischen Innovationen von Enercon und analysiert deren ökologische und ökonomische Vorteile.
5 Der Gründer und die Gründung: Der Fokus liegt auf der Biografie von Aloys Wobben, seinem Führungsstil und den persönlichen Eigenschaften als Unternehmer.
6 Barrieren und Widerstände: Hier werden die Hürden in der Unternehmensgeschichte, insbesondere Industriespionage und rechtliche Auseinandersetzungen im Ausland, untersucht.
7 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen und Chancen der Windenergie.
Enercon, Windenergie, Innovation, Direktantrieb, Aloys Wobben, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Technologieführerschaft, Unternehmertum, Nachhaltigkeit, Industriespionage, Windkraftanlagen, Energiewende, Getriebeloser Antrieb, Marktanteile, Patentwesen.
Die Arbeit analysiert das norddeutsche Unternehmen Enercon, seine technologischen Innovationen, die Rolle seines Gründers Aloys Wobben sowie die historisch bedingten unternehmerischen Herausforderungen.
Die zentralen Themen umfassen technologische Neuerungen im Windkraftsektor, ökologische Nachhaltigkeit, staatliche Subventionspolitik und unternehmerisches Risikomanagement.
Das Ziel ist es, den Erfolg von Enercon durch die Verbindung von technischer Innovation und unternehmerischer Pionierarbeit zu erklären und dabei auch die Barrieren in der Unternehmensgeschichte zu beleuchten.
Es handelt sich um eine Fallstudienarbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Unternehmensdaten, technologischen Konzepten und einer historischen Aufarbeitung der Firmenentwicklung basiert.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen technischen Innovationen (z.B. Direktantrieb), deren ökologischen und ökonomischen Nutzen, die Gründerpersönlichkeit Aloys Wobben sowie kritische Barrieren wie Industriespionage.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Enercon, Windenergie, Innovation, Direktantrieb, Aloys Wobben und Unternehmertum.
Der Direktantrieb ist die wichtigste Innovation, da er durch den Verzicht auf ein Getriebe den Verschleiß minimiert, die Wartungskosten senkt und die Lebensdauer der Windkraftanlagen signifikant erhöht.
Enercon musste durch Industriespionage in den USA und rechtliche Patentstreitigkeiten in Indien deutliche Rückschläge hinnehmen, was zu einem Ausschluss von diesen großen Märkten führte.
Der Autor ordnet Wobben als Pionier und "Technologieführer" ein, der durch hohen Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und eine eigene, unabhängige Strategie den langfristigen Erfolg von Enercon sicherte.
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