Bachelorarbeit, 2014
40 Seiten, Note: 2.3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Gang der Arbeit
2. Grundlagen zum Generationswechsel in Familienunternehmen
2.1. Definition des Familienunternehmens und Begriffsabgrenzung des Generationswechsels
2.2. Wirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen in Deutschland
2.3. Typische Probleme beim Generationswechsel in Familienunternehmen
2.3.1. Problemklasse I Suche nach dem geeigneten Nachfolger
2.3.2. Problemklasse II Anpassung der Organisationsstruktur
2.3.3. Problemklasse III Umstrukturierung der finanziellen Situation für den Generationswechsel
3. Ableitung und Illustration eines Phasenmodells zum Generationswechsel in Familienunternehmen
3.1. Phasen des Generationswechsels und Auftreten der Problemklassen
3.1.1. Phase I Vorbereitung und Konzeption von Zielen
3.1.2. Phase II Prüfung der Ziele und Wahl des Nachfolgemodells
3.1.3. Phase III Umstrukturierung der Führungsebene und Kompetenzen
3.1.4. Phase IV Führungsübergabe und Eigentumsübertragung
3.1.5. Phase V Erfolgskontrolle und Rückzug
3.2. Illustration des Phasenmodells anhand zweier Fallstudien
3.2.1. Erfolgreiche Generationswechsel: AL-KO Kober SE
3.2.2. Gescheiterte Generationswechsel: Fischerwerke GmbH & Co. KG
3.3. Handlungsempfehlungen für Familienunternehmen
4. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, den Prozess des Generationswechsels in Familienunternehmen mithilfe der vorliegenden Literatur und Forschungsergebnisse systematisch zu strukturieren. Dabei werden zentrale Problemklassen identifiziert, die in ein Phasenmodell integriert werden, um Familienunternehmen konkrete Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Nachfolgeplanung zu bieten.
2.3.1. Problemklasse I Suche nach dem geeigneten Nachfolger
Bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger gibt es drei mögliche Szenarien, die sich durch die Beziehung des Nachfolgers zum Unternehmen und zur Unternehmerfamilie beschreiben lassen. Dabei handelt es sich um die familieninterne, unternehmensinterne sowie familien- und unternehmensexterne Nachfolgeregelung.
Die familieninterne Nachfolgeregelung ist das am häufigsten gewählte Szenario zur Suche eines geeigneten Nachfolgers und liegt vor, wenn der Nachfolgekandidat mit der Unternehmerfamilie verwandt oder angeheiratet ist. Dies hat den großen Vorteil, dass durch die Beziehung zwischen Übergeber und Nachfolger die Übertragung des unternehmerischen Wissens und des Netzwerkes gefördert wird und die speziellen Unternehmensressourcen somit erhalten bleiben. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass der familieninterne Nachfolger i. d. R. geringere Entgelterwartungen hat, was sich positiv auf ein geringeres Finanzierungsvolumen sowie eine reduzierte Belastung der Liquidität auswirkt. Somit muss weder zusätzliches Fremdkapital aufgenommen werden noch müssen zusätzliche Eigenkapitalgeber gefunden werden.
Neben den genannten geldwerten Vorteilen bleiben auch nicht geldwerte Vorteile wie z. B. eine gute Reputation der Familie, erhalten und sorgen nach außen für Kontinuität. Es besteht zudem eine besondere Leistungsmotivation für den Übergeber und den Nachfolger. Der Übergeber will sein Unternehmen im besten Zustand an den familieninternen Nachfolger abgeben und kann sich danach als Berater im Unternehmen einbringen oder ganz ausscheiden. Nach der Übernahme der Führungsverantwortung des Nachfolgers entsteht seine Motivation aus der großen Verantwortung, für das Familienwohl zu sorgen, welches stark vom Unternehmenserfolg abhängig ist. Die starke Abhängigkeit vom Unternehmenserfolg und die hohen Erwartungen der Familienmitglieder an die Fähigkeiten des Nachfolgers können sich jedoch auch als Nachteil auswirken und zur Überforderung des Nachfolgers führen. Je höher die Wahrnehmungsverzerrung des Übergebers bei der Beurteilung der Eignung und Motivation des Nachfolgers ist, desto größer ist die Emotionalität, die ein familieninterner Generationswechsel mit sich bringt. Sie stellt sich als wesentlicher Nachteil dieser Nachfolgeregelung heraus.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen des Generationswechsels in Familienunternehmen ein und definiert das Ziel, den Prozess durch ein Phasenmodell zu strukturieren.
2. Grundlagen zum Generationswechsel in Familienunternehmen: Das Kapitel arbeitet Begrifflichkeiten, die wirtschaftliche Relevanz und die zentralen Problemfelder wie Nachfolgersuche, Organisationsstruktur und Finanzierung auf.
3. Ableitung und Illustration eines Phasenmodells zum Generationswechsel in Familienunternehmen: Hier wird ein 5-Phasen-Modell hergeleitet und anhand von Fallbeispielen illustriert, um daraus praxisrelevante Handlungsempfehlungen abzuleiten.
4. Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass der Generationswechsel ein komplexer, zeitkritischer Prozess ist, der durch eine strukturierte, phasenorientierte Planung erfolgreich gestaltet werden kann.
Generationswechsel, Familienunternehmen, Nachfolgeplanung, Phasenmodell, Unternehmensführung, KMU, Eigentumsübertragung, Organisationsstruktur, Risikomanagement, Unternehmenserfolg, Nachfolgemodell, Familienhand, Finanzierung, Strategische Planung, Führungsebene
Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Thematik des Generationswechsels in Familienunternehmen und untersucht diesen Prozess wissenschaftlich, um Lösungsansätze für einen erfolgreichen Übergang zu finden.
Die Arbeit beleuchtet die Definition von Familienunternehmen, die wirtschaftliche Bedeutung, typische Problemfelder sowie die systematische Planung des Übergangs durch ein Phasenmodell.
Das Hauptziel ist die Strukturierung des Nachfolgeprozesses in einem Phasenmodell, um aus der Identifikation von Problemklassen konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Autor nutzt eine literaturgestützte Konzeption zur Entwicklung eines Phasenmodells, das anschließend anhand von Fallstudien illustriert und validiert wird.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erarbeitet, das 5-Phasen-Modell für den Generationswechsel entwickelt und dieses Modell durch die Analyse der AL-KO Kober SE und der Fischerwerke GmbH & Co. KG veranschaulicht.
Zu den zentralen Begriffen zählen Generationswechsel, Familienunternehmen, Phasenmodell, Nachfolgeplanung sowie Strategische Unternehmensführung.
Der Prozess scheiterte primär an einer unvollständigen Planung, fehlender Vorbereitung auf Führungsebene, mangelnder Definition von Zielen sowie der Tatsache, dass der Senior die Macht und Entscheidungsbefugnis nicht tatsächlich abgab.
Zeit ist ein kritischer Faktor; eine fundierte Planung, Durchführung und Realisierung erfordert laut Autor einen Zeitraum von mindestens drei bis fünf Jahren.
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