Examensarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 1
1 Einleitung, Problemstellung und Überblick
2 Vorbetrachtungen
2.1 Leistung und Leistungsmessung
2.1.1 Leistung, ihre Definition und ihre Abhängigkeiten
2.1.2 Leistungsbewertung und Leistungsbeurteilung
2.1.3 Ein historischer Überblick
2.1.4 Funktionen der Leistung und der Leistungsmessung
2.2 Die neue Lernkultur und der neue Leistungsbegriff
2.2.1 Neue Leistungsanforderungen in der Schule
2.2.2 Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen
2.2.3 Aktuelle Betrachtungen
2.3 Zusammenfassung
3 Portfolios als Alternative Leistungsbewertung
3.1 Merkmale an neue Formen der Leistungsbewertung
3.2 Das Portfolio
3.2.1 Definition
3.2.2 Phasen der Portfolioarbeit
3.2.3 Portfoliotypen
3.2.4 Portfolios und der Unterricht
3.3 Einsatzmöglichkeiten von Portfolios zur Leistungsbeurteilung und Leistungsbewertung
3.3.1 Portfolios als Alternative Leistungsbewertung
3.3.2 Portfolios als „Sanierung“ der Ziffernbewertung
3.3.3 Beurteilung und Benotung von Portfolios
3.4 Kritik und mögliche Gefahren bei der Portfolioarbeit
3.4.1 erhöhter Arbeits- und Zeitaufwand
3.4.2 Fremdbeurteilung und Selbstbeurteilung
4 Zusammenfassung, Schlussfolgerungen und Ausblick
Die vorliegende Examensarbeit untersucht das Potenzial von Portfolios als alternative Form der Leistungsbewertung im schulischen Kontext. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Methode den Anforderungen einer modernen, kompetenzorientierten Lernkultur gerecht werden kann und welche Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz erfüllt sein müssen.
3.2.1 Definition
Die Grundidee des Portfolios ist einfach und bereits aus anderen Bereichen wie dem der Kunst umfassend bekannt. In einer Sammelmappe werden ausgewählte Werke direkt als Belege für die Leistungsfähigkeit vorgelegt und ermöglichen dem eventuellen Auftraggeber eine eigene Urteilsbildung. Das Konzept kann aber auch auf die Unterrichtspraxis angewandt werden, um die Leistungen sowie Lern- und Arbeitsprozesse von Schülern kenntlich zu machen. Diese Idee entwickelte sich vor allem in den USA und wurde ab 1990 zu einer sehr beliebten und erfolgreichen Beurteilungsmethode. Sie stellte sich der enormen Verbreitung von standardisierten Tests entgegen, um Stärken sowie Schwächen des Lernenden besser beschreiben zu können und einen Einblick in seine Arbeit und Entwicklung zu ermöglichen (Lissmann 2001, S.299f). Auch in Deutschland wurde das Konzept der „Direkten Leistungsvorlage“ schon früh aufgegriffen und zunächst von Fritz Karsen, dann von Rupert Vierlinger ausgearbeitet und publik gemacht (vgl. Sacher 2001, S.171).
In der Literatur gibt es zahlreiche unterschiedliche Definitionen von Portfolios. Bei näherer Betrachtung kann das Portfolio selbst aber in zwei Aspekte aufgeschlüsselt werden. Einerseits wird es als Synonym für eine Sammlung von Arbeiten verstanden, die in einer sinnvollen Weise zusammengestellt werden müssen, beschreibt also eine Sammelmappe. Anderseits ermöglicht es als Methode eine zeitraumbezogene, entwicklungsorientierte Perspektive der Schülerbeurteilung.
1 Einleitung, Problemstellung und Überblick: Einführung in die gesellschaftliche Relevanz von Wissenszunahme und lebenslangem Lernen sowie die daraus resultierende Notwendigkeit, Portfolios als alternatives Leistungsbewertungsinstrument in Schulen zu prüfen.
2 Vorbetrachtungen: Fundierte Auseinandersetzung mit den Begriffen Leistung und Leistungsmessung, eingebettet in einen historischen Überblick und eine Diskussion über eine neue Lernkultur sowie den Erwerb von Schlüsselqualifikationen.
3 Portfolios als Alternative Leistungsbewertung: Analyse der methodischen Merkmale, Definitionen, Typologien und Einsatzmöglichkeiten von Portfolios, inklusive einer kritischen Betrachtung der Bewertung, Benotung und potenzieller Gefahren.
4 Zusammenfassung, Schlussfolgerungen und Ausblick: Synthese der Ergebnisse, die Portfolios als wertvolle, wenn auch anspruchsvolle Methode zur Förderung von Kommunikation über Leistung und als Beitrag zur Reform der bestehenden Lernkultur ausweist.
Portfolioarbeit, Leistungsbewertung, neue Lernkultur, Kompetenzorientierung, Leistungsmessung, Selbststeuerung, Schulpädagogik, Leistungsbeurteilung, Handlungskompetenz, Prozessorientierung, Bildungsauftrag, Individualisierung, Reflexion, Ziffernnoten, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht das Portfolio als alternative Form der Leistungsbewertung und prüft, ob es ein geeignetes Instrument für moderne schulische Lernanforderungen darstellt.
Die zentralen Felder sind die Definition von Leistung, die historische Entwicklung pädagogischer Leistungsbegriffe, die neue Lernkultur sowie die methodische Umsetzung und Kritik der Portfolioarbeit.
Die Kernfrage ist, ob Portfolios als Alternative zur herkömmlichen Leistungsbewertung dienen können und ob sie in der Lage sind, die Ansprüche moderner Bildungsprozesse zu erfüllen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse pädagogischer Konzepte, Literaturstudien sowie persönlichen Erfahrungen der Autorin aus einem durchgeführten Portfolio-Experiment.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Leistungsbewertung, die methodische Einbettung des Portfolios in den Unterricht und die kritische Analyse von Chancen und Risiken.
Wichtige Schlagworte sind Portfolioarbeit, Kompetenzorientierung, Leistungsbeurteilung, neue Lernkultur und pädagogischer Leistungsbegriff.
Portfolios fördern laut der Autorin eine vertrauensvollere Beziehungsstruktur durch verstärkten Dialog, Feedback und gemeinsame Reflexion statt einseitiger Bewertung.
Die Selbstbeurteilung ist zentral, da sie den Schüler befähigt, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und Lernprozesse eigenverantwortlich zu steuern.
Die Autorin äußert sich kritisch gegenüber einer reinen Benotung, da diese den Lernprozess behindern kann, hält jedoch konsensbasierte, transparente Bewertungskriterien für vertretbar.
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