Magisterarbeit, 2012
127 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Der Revolutionsbegriff im amerikanischen Kontext
3. A House Divided
3.1 Die wirtschaftspolitische Teilung der USA bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs.
3.2 Die Abolitionistische Bewegung – Gesellschaftliche Zerrissenheit und soziale Kritik an der Slaveocracy des Südens.
4. Der Revolutionsgedanke in zeitgenössischen Quellen
4.1 William H. Seward
4.2 Karl Marx.
4.3. The Declaration of the Immediate Causes Which Induce and Justify the Secession of South Carolina from the Federal Union
5. Die Interpretation des Amerikanischen Bürgerkriegs als zweite Amerikanische Revolution durch Historiker.
5.1 Der Bürgerkrieg als Klassenkampf und wirtschaftliche Revolution.
5.2 Die These einer wirtschaftlichen Revolution
5.3 Der Bürgerkrieg als Katalysator für die Fortentwicklung der Landwirtschaft.
5.4 America's unfinished revolution
5.5 Bringing Forth a New Nation
6. Abschließende Betrachtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die These, ob der Amerikanische Bürgerkrieg historisch als eine "zweite Amerikanische Revolution" betrachtet werden kann. Dabei steht die Analyse der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und verfassungsrechtlichen Umbrüche im Vordergrund, die durch den Krieg eingeleitet wurden, sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Begriffen "Revolution" und "Konterevolution" im amerikanischen Kontext.
Die Interpretation des Amerikanischen Bürgerkriegs als zweite Amerikanische Revolution durch Historiker
Die erstmalige Benennung des Bürgerkriegs als zweite Amerikanische Revolution erfolgte, wie bereits angesprochen, durch den Historiker Charles A. Beard Mitte der 1920er Jahre. Seiner Ansicht nach bestand der innere Konflikt der USA in der Zeit bis zum Bürgerkrieg in einer inhaltlichen Spaltung des Landes bezüglich der wirtschaftlichen Ausrichtung in die Plantagenwirtschaft des Südens und den Industriekapitalismus des Nordens. Sein Augenmerk lag dabei nicht auf der Institution der Sklavenerei als solcher. Für ihn stellte diese lediglich das gängige Produktionssystem auf den Plantagen dar. Eine klare Kritik an diesem System als solches übt er nicht. Die Gründe für den Krieg sieht er demnach auch nicht aus der Streitfrage um die Sklavenerei erwachsen, sondern aus einem inneren Klassenkonflikt heraus: Aus einem Konflikt zwischen dem aufstrebenden kapitalistischen Bürgertum des Nordens und der aristokratischen Klasse der Pflanzer des Südens, der sogenannten „Slaveocracy“.
Die politische Interessensvertretung für die Bourgeoisie des Nordens sieht er in der jungen Republikanischen Partei verkörpert. Der Sieg des Industriekapitalismus des Nordens über die Pflanzeraristokratie des Südens und die damit einhergehenden Veränderungen im sozialen Klassengefüge der USA stellen für Charles Beard den wahren Inhalt seiner Revolutionsthese dar.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsgeschichte ein und beleuchtet die Entwicklung der Historikerdebatte über die Ursachen und den revolutionären Charakter des Bürgerkriegs.
2. Der Revolutionsbegriff im amerikanischen Kontext: Das Kapitel diskutiert die begriffliche Schwierigkeit, den Amerikanischen Bürgerkrieg unter dem Aspekt einer Revolution im modernen Sinne zu klassifizieren.
3. A House Divided: Hier werden die wirtschaftlichen Diskrepanzen und die wachsende soziale Zerrissenheit zwischen dem Norden und der "Slaveocracy" des Südens detailliert analysiert.
4. Der Revolutionsgedanke in zeitgenössischen Quellen: Dieses Kapitel wertet historische Primärquellen von Akteuren wie Seward und Marx aus, um den zeitgenössischen Revolutionsbegriff zu erfassen.
5. Die Interpretation des Amerikanischen Bürgerkriegs als zweite Amerikanische Revolution durch Historiker: Eine Untersuchung verschiedener wissenschaftlicher Thesen zur wirtschaftlichen und sozialen Transformation durch den Bürgerkrieg.
6. Abschließende Betrachtungen: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht eine Bilanz zur Frage des revolutionären Charakters des Bürgerkriegs unter Einbeziehung neuerer Forschungsperspektiven.
Amerikanischer Bürgerkrieg, zweite Amerikanische Revolution, Charles A. Beard, Sklaverei, Slaveocracy, Industrieller Kapitalismus, Reconstruction, Abolitionismus, Sezession, Verfassungsgeschichte, Plantation Economy, John Brown, William H. Seward, Soziale Transformation, Nationalismus
Die Arbeit untersucht die historische Fragestellung, ob der Amerikanische Bürgerkrieg als eine "zweite Amerikanische Revolution" bezeichnet werden kann.
Die Arbeit deckt Themen wie die wirtschaftliche Spaltung der USA, die Rolle der Sklavenerei, die Entwicklung von Interessenparteien und die Rolle von Ideologien beim Ausbruch des Krieges ab.
Das Ziel ist es, verschiedene wissenschaftliche Interpretationen zum Charakter des Krieges gegenüberzustellen und den Wandel des amerikanischen Selbstverständnisses von der Union zur geeinten Nation aufzuzeigen.
Die Autorin/der Autor nutzt eine historiographische Methode, bei der zeitgenössische Quellen sowie Forschungsliteratur verschiedener Jahrzehnte (von der "progressive historiography" bis zur neueren Forschung) kritisch analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ursachen, die Auswertung von Zeitzeugnissen und die Darstellung der unterschiedlichen Historiker-Positionen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sezession, Klassenkampf, industrielle Revolution, Abolitionismus und die Transformation der verfassungsrechtlichen Machtstrukturen.
Charles A. Beard gilt als derjenige Historiker, der in den 1920er Jahren maßgeblich die These einer wirtschaftlichen Revolution aufgestellt hat, die den Kern der Debatte über die "zweite Amerikanische Revolution" bildet.
Die Sklavenerei wird einerseits als wirtschaftliches Produktionssystem im Süden und andererseits als moralisches und politisches Konfliktfeld betrachtet, dessen Abschaffung eine grundlegende Transformation der USA einleitete.
Die Arbeit stellt fest, dass die Befreiung der Sklaven zwar rechtlich vollzogen wurde, die soziale Gleichstellung jedoch ein "unfinished" (unvollendeter) Prozess blieb, der erst in den 1960er Jahren durch die Bürgerrechtsbewegung weitere Fortschritte machte.
Die Arbeit arbeitet heraus, dass durch den Krieg die Bundesgewalt massiv gestärkt wurde, was die Souveränität der Einzelstaaten langfristig einschränkte und den Weg zur modernen nationalen Zentralgewalt ebnete.
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