Bachelorarbeit, 2014
76 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen des Wissensmanagements
2.1 Begriff und Ziele des Wissensmanagements
2.2 Elemente des Wissensmanagements
2.2.1 Wissensarten
2.2.2 Wissensträger
2.2.3 Wissensinhalte
2.3 Prozess des Wissensmanagements
2.3.1 Wissensmanagement nach Nonaka und Takeuchi
2.3.2 Bausteinmodell nach Probst, Raub und Romhardt
2.4 Kriterien zur Beurteilung eines erfolgreichen Wissensmanagements
2.4.1 Balanced Scorecard
2.4.2 Wissensmanagement mit Balanced Scorecard
2.5 Wissensmanagement in der Praxis
2.5.1 Die Entwicklung zur Wissensgesellschaft
2.5.2 Empirische Studie „Wettbewerbsfaktor Wissensmanagement“
3 Intergenerationaler Wissenstransfer als Herausforderung für das Wissensmanagement
3.1 Begrifflichkeiten und Zieldefinition des Intergenerationalen Wissenstransfers
3.2 Generationen im Unternehmen und Demographischer Wandel
3.2.1 Einführung
3.2.2 Babyboomer
3.2.3 Generation X
3.2.4 Generation Y
3.2.5 Fazit
3.3 Methoden des Intergenerationalen Wissenstransfers
3.3.1 People-to-data
3.3.2 People-to-people
3.4 Umsetzung des Intergenerationalen Wissenstransfers
3.4.1 Einführung
3.4.2 Altersstrukturanalyse
3.4.3 Ausführung
3.5 Wissenskultur im Unternehmen
3.5.1 Unternehmenskultur
3.5.2 Wissenskultur
3.6 Anreizsysteme zur Wissensübergabe
3.6.1 Einführung
3.6.2 Anforderungen an Anreizsysteme
3.6.3 Extrinsische Anreizsysteme
3.6.4 Intrinsische Anreizsysteme
3.7 Bewertung des Intergenerationalen Wissenstransfers
4 Fallstudien zum Intergenerationalen Wissenstransfer
4.1 Fraport AG
4.2 Deutsche Bank AG
4.3 AOK Hessen
4.4 Vergleichende Analyse und Handlungsempfehlungen
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung von Wissen in deutschen Unternehmen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen Wissen definieren, identifizieren, verteilen und bewahren können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den gezielten Transfer von Erfahrungswissen zwischen Generationen sicherzustellen.
3.1 Begrifflichkeiten und Zieldefinition des Intergenerationalen Wissenstransfers
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie die Globalisierung und der Demographische Wandel führen zu einer starken Aufwertung des Humankapitals. Der Mensch als betriebliche Ressource trägt mit seinem Wissen maßgeblich zur unternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit bei. Umso wichtiger ist es, dass dieses Wissen im Unternehmen erkannt, geteilt, genutzt und bewahrt wird.
Der Intergenerationale Wissenstransfer bezeichnet den informativen Austausch von Wissen zwischen jüngeren und älteren Erwerbstätigen (vgl. North 2011, S. 9; Deller et al. 2008, S. 2).
Jüngere Mitarbeiter verfügen in der Regel über ein fundiertes, theoretisches Wissen. Sie sind hoch motiviert und bereit ihre Ideen in das Unternehmen einzubringen. Ohne eine zureichende Berufserfahrung und der Erlangung von Methodenkompetenzen ist dies jedoch schwer umsetzbar (vgl. Ochs et al. 2008, S. 109).
An diesem Punkt knüpft der Intergenerationale Wissenstransfer an. Was den jüngeren Mitarbeitern an Kompetenzen fehlt, sollen sie durch das Erfahrungswissen ihrer älteren Kollegen erlernen. Durch die langjährige Betriebszugehörigkeit sind ältere Mitarbeiter zu wichtigen Erfahrungsträgern geworden. Ihr Wissen haben sie sich durch praktische Tätigkeiten im Laufe der Jahre angeeignet; es ist somit in dieser Form in keiner Fachlektüre wiederzufinden. Neben abteilungsübergreifenden Kenntnissen sind ältere Mitarbeiter mit den betrieblichen Prozessen gut vertraut, wissen über die Verantwortlichkeiten im Unternehmen Bescheid und kennen innerbetriebliche Gepflogenheiten. All dies kann zu einer Erhöhung der Produktivität führen und letztendlich einen großen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten (vgl. Porschen 2008, S. 72 f; Franken S. 333 f.).
Doch nicht nur ein hohes Maß an unternehmensbezogenen Wissen ist es, das die ältere Generation ausmacht. Auch werden ihnen persönliche Eigenschaften zugeschrieben, die dem Betriebsklima zu Gute kommen. Darunter fallen unter anderem Verantwortungsbewusstsein, Loyalität, Zuverlässigkeit und Diplomatie. All diese Charaktereigenschaften sind positiv und wirken sich auch so auf die jüngere Generation aus. Im Idealfall besitzt die ältere Generation einen Vorbildcharakter (vgl. Lloyd/Druck 2012, S. 81).
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Relevanz des Faktors Wissen für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Grundlagen des Wissensmanagements: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen, Wissensmodelle sowie Methoden zur Erfolgsmessung von Wissensmanagement-Systemen theoretisch fundiert erläutert.
3 Intergenerationaler Wissenstransfer als Herausforderung für das Wissensmanagement: Der Fokus liegt hier auf dem Austausch von Erfahrungswissen zwischen verschiedenen Altersgruppen, den spezifischen Merkmalen der Generationen und geeigneten Methoden der Wissensweitergabe.
4 Fallstudien zum Intergenerationalen Wissenstransfer: Es wird analysiert, wie ausgewählte Unternehmen (Fraport AG, Deutsche Bank AG, AOK Hessen) den Herausforderungen des demographischen Wandels durch spezifische Methoden des Wissenstransfers begegnen.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer proaktiven, strategischen Personalplanung zur Sicherung von Erfahrungswissen.
Wissensmanagement, Intergenerationaler Wissenstransfer, Demographischer Wandel, Erfahrungswissen, Wissensgesellschaft, Balanced Scorecard, Wissenskultur, Mentoring, Wissensspirale, Personalmanagement, Generation Y, Babyboomer, Unternehmenserfolg, Wissensidentifikation, Humankapital
Die Bachelor-Thesis untersucht, wie Unternehmen den Faktor Wissen im Kontext des demographischen Wandels strategisch verwalten können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den gezielten Transfer von Erfahrungswissen zwischen Generationen zu sichern.
Die zentralen Felder umfassen die Grundlagen des Wissensmanagements, die Analyse verschiedener Generationen (Babyboomer, X, Y), Methoden des intergenerationalen Transfers sowie die Rolle der Unternehmenskultur und von Anreizsystemen.
Ziel ist es, den Leser für den Wert von personengebundenem Wissen zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie dieses Wissen vor dem Hintergrund alternder Belegschaften erkannt, verteilt und nachhaltig im Unternehmen bewahrt werden kann.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche zu Wissensmanagement-Modellen (z.B. Nonaka/Takeuchi, Probst et al.) sowie eine vergleichende Fallstudienanalyse von drei Unternehmen, um die praktische Umsetzung der Theorie zu verdeutlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Managements von Wissen, eine tiefgehende Analyse intergenerationaler Transferprozesse und die Darstellung konkreter Fallbeispiele aus der Wirtschaftspraxis.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Intergenerationaler Wissenstransfer, Demographischer Wandel, Wissensmanagement, Erfahrungswissen, Wissenskultur und Humankapital.
Die Unternehmenskultur fungiert als Fundament; eine Kultur der Offenheit, des Vertrauens und der teamorientierten Zusammenarbeit ist entscheidend, damit Mitarbeiter ihr Wissen bereitwillig teilen, anstatt es als exklusiven Machtfaktor zu betrachten.
Sie ermöglicht es Unternehmen, frühzeitig zu identifizieren, in welchen Abteilungen ein altersbedingter Wissensabfluss droht, und dient somit als notwendige Entscheidungsgrundlage für gezielte personalpolitische Gegenmaßnahmen.
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