Diplomarbeit, 2014
35 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von Scripted Reality
3. Begriffsdefinition rund um das Reality-Genre
3.1 Die Dramaturgie von Scripted-Reality
3.2 Die Stilmittel von Scripted Reality
4. Reality-TV im österreichischen Fernsehen
4.1 Sender und Sendungen
4.2 Die österreichische Gesellschaft und Scripted-Reality
4.3 Mediennutzung in Österreich
5. Der voyeuristische Einblick - eine Sozialstudie
6. Die Hybridisierung von Dokumentation und Fiktion im Reality-TV
7. Marketingstrategien in Verbindung mit Scripted Reality
7.1 Marketing von Reality-TV-Formaten im Bereich Social Media
8. Die Produktion von Scripted Reality
9. Die Rezeption von Scripted Reality
9.1 Motive für die Rezeption von Scripted Reality
9.2 Rezeptionstheorien
9.3 Wirklichkeit im Reality-TV
9.4 TV-Quoten von Scripted-Reality-Formaten in Österreich
9.5 Rezeption von Scripted-Reality-Formaten in Österreich am Beispiel von Wien Tag und Nacht
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rezeption des Reality-TV-Genres "Scripted Reality" im österreichischen Fernsehmarkt. Dabei liegt der Fokus nicht auf einer klassischen Kritik des Formats, sondern darauf, welche Motive und gesellschaftlichen Faktoren die Nutzung dieser Sendungen beeinflussen und wie das Publikum zwischen inszenierter Fiktion und Realität differenziert oder diese verschwimmen lässt.
3.1 Die Dramaturgie von Scripted-Reality
Das wichtigste Merkmal der Scripted-Reality-Formate, um diese eindeutig von anderen Reality Formaten oder sogar Dokumentationen, Reportagen oder Magazinen zu unterscheiden, ist: Sie folgen einer Dramaturgie. Das „Scripten“ von vermeintlich realistischen Darstellungen ist ein eher neues Phänomen und gründet auf der Tatsache, dass sich mithilfe von Drehbüchern und Laiendarstellern deutlich intimere Situationen und Thematiken behandeln lassen.
Die realitätsnahen Erzählungen verlaufen nach einem konventionellen Spannungsbogen, in dem die Hauptfiguren eine Entwicklung durchlaufen und Konflikte bewältigen. Bis zu einem, mehr oder weniger befriedigenden „Happy End‟ läuft hier alles nach den traditionellen Konstruktionsmustern und gestalterischen Gesetzmäßigkeiten eines fiktiven Filmes ab.
Factual Entertainment-Formate haben eine klar vorgegebene Länge und sind aus werbetechnischen Gründen auch dramaturgisch in mehrere Narrationsblöcke unterteilt. Einer Folge kommt daher eine Netto-Sendezeit von 40 bis 48 Minuten zu. Aufgrund der Werberichtlinien muss der Formatentwickler die Geschichte hier entsprechend strukturieren, da der lineare Erzählstrang jedes Mal durch die Werbepause unterbrochen wird. Diese Einschränkung bietet nicht viel Raum für einen komplexeren Handlungsbogen, was in der Folge zu den bekanntlich wenig ausdauernden Darlegungen führt.
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Reality-Formaten im heutigen Fernsehprogramm und Definition des Fokus auf die Rezeption statt auf eine bloße Kritik.
2. Die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von Scripted Reality: Rückblick auf die Ursprünge des Realitätsfernsehens und die Entwicklung hin zur heutigen "Realität nach Drehbuch".
3. Begriffsdefinition rund um das Reality-Genre: Klärung der vieldeutigen Begriffe im Reality-Bereich sowie detaillierte Betrachtung der dramaturgischen und stilistischen Umsetzung.
4. Reality-TV im österreichischen Fernsehen: Überblick über das aktuelle Angebot, die Rolle der österreichischen Sender und die mediale Verankerung in der Gesellschaft.
5. Der voyeuristische Einblick - eine Sozialstudie: Untersuchung der voyeuristischen Neugier des Zuschauers und der psychologischen Komponente des "Televoyeurismus".
6. Die Hybridisierung von Dokumentation und Fiktion im Reality-TV: Analyse der Vermischung von faktischen Elementen und fiktionaler Inszenierung als Erfolgsrezept des Genres.
7. Marketingstrategien in Verbindung mit Scripted Reality: Erläuterung der ökonomischen Ziele, des Brandings und der Nutzung digitaler Plattformen (Social Media) zur Bindung des Publikums.
8. Die Produktion von Scripted Reality: Darstellung der kostengünstigen Produktionsweise und des Einsatzes von Laiendarstellern.
9. Die Rezeption von Scripted Reality: Tiefgreifende Analyse der Zuschauermotive, Rezeptionstheorien und der Wahrnehmung von Wirklichkeit, illustriert durch das Beispiel "Wien Tag und Nacht".
10. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Erfolgs von Scripted Reality in Österreich und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Scripted Reality, Reality-TV, Medienrezeption, Österreichisches Fernsehen, Docu-Soap, Dramaturgie, Laiendarsteller, Hybridität, Authentizität, Televoyeurismus, Identifikation, Quoten, Marketing, Fiktionaler Realismus, Mediatisierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rezeption von Scripted-Reality-Formaten im österreichischen Fernsehmarkt und der Art und Weise, wie diese Sendungen von den Zuschauern wahrgenommen und konsumiert werden.
Die Themen umfassen die Geschichte des Genres, die dramaturgischen und technischen Stilmittel, die ökonomischen Hintergründe des Marketings sowie die medienpsychologischen Aspekte wie Voyeurismus und Identifikation.
Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe für die Nutzung von Scripted Reality zu verstehen und zu analysieren, wie das Publikum die inszenierten Inhalte als Teil ihrer Lebenswelt integriert.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Analyse vorhandener Medienforschung, Quotenanalysen sowie eine spezifische Auswertung des Formats "Wien Tag und Nacht".
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der Produktions- und Marketingbedingungen in Österreich sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Rezeptionstheorie und Wirklichkeitswahrnehmung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Scripted Reality, Hybridität, Televoyeurismus, Laiendarsteller, Identifikation und der österreichische TV-Markt.
Obwohl das Format bei einer jungen Zielgruppe kurzzeitig Aufmerksamkeit erregte, konnten die Quoten auf Dauer nicht überzeugen, was schließlich zum vorzeitigen Aus der Serie nach 100 Folgen führte.
Regionalität dient im österreichischen Fernsehen als identitätsstiftendes Merkmal, das den Zuschauer enger an das Format binden soll, da die handelnden Personen aus dem vertrauten Umfeld stammen.
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