Forschungsarbeit, 2014
57 Seiten
1.Teil: Die Entwicklung der Dachauer Altstadt
Die großen Trends
Wirtschaftliches Nutzungskonzept Dachauer Altstadt
6 Thesen zur Altstadtentwicklung:
a. Wohnviertel
b. Gastronomie und Nahtourismus
c. Kultur
d. Spezialeinzelhändler und Dienstleister
e. Akzessibilität
f. Stadtmarketing
2. Teil: Die Dachauer Unterwelt
Subterrane Gastronomie in Dachau
Informationen zu den Dachauer Bierkellern
Führung „Luja und Prost“
Beschreibung der Dachauer Kellerwelt
Diese Arbeit verfolgt das primäre Ziel, eine jahrzehntelange politische und planerische Diskussion über die Zukunft der Dachauer Altstadt zusammenzufassen und neue Impulse für ihre Erhaltung und wirtschaftliche Belebung zu setzen. Die Autoren untersuchen die Altstadt aus ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive, um Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung zu identifizieren.
These 1: Wohnviertel
Die Dachauer Altstadt ist als Wohnviertel zu entwickeln. Dazu gehören Renovierung, Erneuerung und Neubau der zum Teil überalterten und wertlosen Bausubstanz. Zu bevorzugen ist der Neubau von Häusern in geschlossener Bauweise, um den urbanen Charakter zu betonen. Auch die Erweiterung der Altstadt sollte aus diesem Grund in geschlossener Bauweise erfolgen. Das bedeutet auch, dass von der Bauweise E + 1 zu einer Aufstockung E + 2 oder E + 3 bei Neubauten übergegangen wird. Ein positives Beispiel ist der Schermhof am Ende der Konrad Adenauer-Straße. Er benötigt ein Gegenstück zum Abschluss des Quartiers. Ähnliches geschah auch in der Mittermayerstraße, die ursprünglich und weitgehend nur typische Dachauer Häuschen mit einem Erdgeschoss oder E + 1 umfasste. Das restriktive Verhalten des Bauausschusses des Stadtrats ist der Entwicklung nicht angemessen. Der untere Teil der Augsburger Straße, der außerhalb des ehemaligen Markttores liegt (abgerissen 1891), ist in städtischer Bauweise errichtet worden. Er fügt sich nahtlos an den historischen Teil der Altstadt innerhalb der Tore an.
Der nicht realisierte und genehmigte Plan der Altstadtkrone bergseits an der Konrad-Adenauer Straße außerhalb des ehemaligen Freisinger Tores (abgerissen 1862) sah eine typische Vorstadtbebauung mit Abstandsflächen in Gärten und Einfahrten vor. Er wurde zwar nicht vom Stadtrat beschlossen und auch nicht realisiert, ist aber auch nicht dezidiert abgelehnt worden. Da die Bevölkerung Dachaus im Einzugsbereich Münchens unaufhaltsam wächst, ist eine Erweiterung der Altstadt in urbaner Bauweise angemessen, auch um den übermäßigen Flächenverbrauch einzudämmen. Eine wachsende Stadt braucht ein wachsendes Stadtzentrum.
1.Teil: Die Entwicklung der Dachauer Altstadt: Analysiert aktuelle demografische Trends und entwirft ein städtebauliches Nutzungskonzept, das durch sechs Thesen zu den Bereichen Wohnen, Gastronomie, Kultur, Handel, Erreichbarkeit und Marketing konkretisiert wird.
2. Teil: Die Dachauer Unterwelt: Dokumentiert das historisch gewachsene, jedoch weitgehend in Vergessenheit geratene System unterirdischer Keller und Gänge und untersucht deren Potenzial für eine touristische Nutzung als "Erlebnisgastronomie".
3. Teil: Literatur- und Studienverzeichnis: Bietet eine umfangreiche Zusammenstellung relevanter Quellen, Schriften und Dokumentationen, die als Grundlage für die vorliegende kommunale Studie dienen.
Dachau, Altstadt, Stadtentwicklung, Demografie, Wirtschaftsförderung, Gastronomie, Nahtourismus, Denkmalschutz, Unterwelt, Bierkeller, Wohnviertel, Einzelhandel, Stadtmarketing, Infrastruktur, Historische Bausubstanz.
Die Schrift analysiert die historische und wirtschaftliche Situation der Dachauer Altstadt und entwickelt Vorschläge für deren zukunftsfähige Gestaltung und Belebung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Altstadtentwicklung, der touristischen Erschließung der unterirdischen Gewölbe sowie der Verbesserung von Wohnqualität und wirtschaftlicher Attraktivität.
Ziel ist es, die politische und gesellschaftliche Debatte über die Zukunft der Altstadt wieder zu beleben und konkrete, umsetzbare Strategien für eine Stärkung des Standorts anzubieten.
Die Autoren nutzen eine sozialwissenschaftliche und ökonomische Analyse, ergänzt durch eine detaillierte Dokumentation des Kellersystems und eine Auswertung bestehender Stadtentwicklungspläne und Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der "großen Trends" für die Altstadt, die Präsentation von sechs Thesen zur Stadtentwicklung sowie eine detaillierte Bestandsaufnahme der "Dachauer Unterwelt".
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stadtentwicklung, Altstadt, Dachauer Unterwelt, Wirtschaftsförderung und Nahtourismus definieren.
Sie sehen darin ein großes Potenzial, das jedoch mit Herausforderungen hinsichtlich Brandschutz, Kosten und technischer Umsetzbarkeit verbunden ist und als origineller Teil einer umfassenden Altstadt-Strategie betrachtet werden sollte.
Das Gelände wird als eine große kommunale Herausforderung gesehen, deren Bebauung langfristig zur Entlastung und Stärkung der Altstadt beitragen könnte, wobei die Altlastensanierung das kritische Nadelöhr darstellt.
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