Bachelorarbeit, 2014
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Stress am Arbeitsplatz
2.1 Entstehung und Begriffsbestimmung
2.2 Gefährdete Berufsgruppen
2.3 Stressoren am Arbeitsplatz
2.4 Stressreaktionen
3. Was ist Burnout?
3.1 Entstehung und Begriffsbestimmung
3.2 Gefährdete Berufsgruppen
3.3 Phasen und Symptomatik
3.4 Auswirkungen auf die Gesundheit
3.5 Wissenschaftliche Ursachenmodelle
3.5.1 Persönlichkeitszentrierter Erklärungsansatz
3.5.2 Sozial-, arbeits- und organisationspsychologischer Erklärungsansatz
3.5.3 Soziologisch geprägter Erklärungsansatz
4. Umgang mit Betroffenen in der öffentlichen Verwaltung
4.1 Interview mit dem Sozialen Ansprechpartner der Stadt ***
4.2 Auswertung des Interviews
5. Behandlungs- und Präventionsansätze von Burnout
5.1 Behandlungsmöglichkeiten
5.2 Individuelle, personenbezogene Vorbeugung
5.2.1 Stärkung der individuellen Ressourcen
5.2.2 Stressbewältigung
5.2.2.1 Kurzfristige Stressbewältigungsmaßnahmen
5.2.2.2 Langfristige Stressbewältigungsmaßnahmen
5.3 Vorbeugung am Arbeitsplatz
5.3.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement
5.3.2 Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Vorzeigekommune Dortmund
6. Ausblick
Diese Bachelor-Thesis untersucht das Burnout-Syndrom, insbesondere unter dem Einfluss zunehmender Stressbelastungen und personeller Engpässe innerhalb der öffentlichen Verwaltung, um Präventionsmöglichkeiten und Lösungsansätze zu identifizieren.
3.5.1 Persönlichkeitszentrierter Erklärungsansatz
Es existiert der persönlichkeitszentrierte Ansatz mit seinen Vertretern Schmidbauer (1974), Lauderdale (1982), Meier (1983), Fischer (1983), Freudenberger & Richelson (1983), Edelwich & Brodsky (1984) und Burisch (1989). Die Persönlichkeit des Betroffenen steht bei diesen Erklärungsansätzen im Vordergrund. Als Ursache wird die Diskrepanz zwischen Idealvorstellungen und Wirklichkeit angenommen. Insbesondere bei Menschen, die an dem sogenannten Helfersyndrom leiden und an Burnout erkranken, ist das Burnout-Syndrom auf den persönlichkeitszentrierten Ansatz zu stützen. Freudenberger hat den Begriff „Burnout“ im Kontext des Helfersyndroms geprägt und sah unrealistische Zielsetzungen und eine hohe Erwartungshaltung als ursächlichen Kern des Burnout-Syndroms. Dabei thematisierte er den Verlust der Mitarbeitermotivation in verschiedenen sozialen Berufen als Risikofaktor.
Es gibt persönliche Stressoren, die das Auftreten des Burnout-Syndroms begünstigen, dazu zählen das Perfektionsstreben, eine hohe Leistungserwartung an sich selbst, ein hohes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, das Helfersyndrom, emotionale Labilität und die Bereitschaft, bei erhöhten Anforderungen mehr zu leisten statt aufzugeben. Insgesamt zeigen die betroffenen Personen eine hohe Involviertheit in die Arbeit und identifizieren sich stark damit. Es handelt sich um hoch motivierte Menschen, die ihre begrenzten Handlungsmöglichkeiten als sehr belastend erleben. Sie machen im Arbeitsalltag oft die schmerzliche Erfahrung, sich völlig verausgabt zu haben und anderen nicht mehr geben zu können. Auch ist ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen und den Ressourcen erkennbar. Kann der Betroffene die hohen Anforderungen in emotional und körperlich belastenden Arbeitssituationen nicht mehr kompensieren, ist er zunehmend Burnout gefährdet.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert Burnout als zunehmend relevantes gesellschaftliches Problem in der öffentlichen Verwaltung und leitet die Forschungsfragen zur Stressentstehung und Prävention her.
2. Stress am Arbeitsplatz: Dieses Kapitel definiert Stress, analysiert gefährdete Berufsgruppen und untersucht organisationale sowie individuelle Stressoren am Arbeitsplatz.
3. Was ist Burnout?: Es werden Definitionen, Phasenmodelle und Symptome von Burnout erläutert sowie verschiedene wissenschaftliche Ursachenmodelle differenziert betrachtet.
4. Umgang mit Betroffenen in der öffentlichen Verwaltung: Durch ein Experteninterview mit einem Sozialen Ansprechpartner werden praxisnahe Einblicke in den Umgang mit Burnout-Fällen in der kommunalen Verwaltung gegeben und ausgewertet.
5. Behandlungs- und Präventionsansätze von Burnout: Das Kapitel behandelt verschiedene Maßnahmen zur Vorbeugung, darunter individuelle Ressourcenstärkung, Stressbewältigungsmethoden sowie die strategische Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
6. Ausblick: Der Autor schlussfolgert, dass die Burnout-Prävention in Verwaltungen aufgrund demografischer und struktureller Herausforderungen zukünftig einen zentralen Stellenwert einnehmen muss.
Burnout-Syndrom, Stress am Arbeitsplatz, Öffentliche Verwaltung, Stressbewältigung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Helfersyndrom, psychische Belastung, Personalabbau, Stressoren, Ressourcenstärkung, Arbeitsbelastung, Berufskrankheit, Resilienz, Arbeitsplatzgestaltung.
Die Arbeit erforscht das Burnout-Syndrom vor dem Hintergrund berufsbedingter Stressphänomene, speziell innerhalb der öffentlichen Verwaltung.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ursachen von Stress, die Symptomatik von Burnout, psychologische Erklärungsmodelle sowie konkrete Präventions- und Bewältigungsstrategien.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das Burnout-Syndrom in der öffentlichen Verwaltung relevant ist und durch welche organisationale oder individuelle Maßnahmen dem entgegengewirkt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem qualitativen Interview mit einem Sozialen Ansprechpartner einer Stadtverwaltung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Stress und Burnout, die Auswertung des Experteninterviews sowie eine detaillierte Darstellung von Präventionsansätzen.
Wichtige Begriffe sind Burnout-Syndrom, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stress am Arbeitsplatz, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention und öffentliche Verwaltung.
Dortmund dient als Praxisbeispiel für ein erfolgreiches betriebliches Arbeits- und Gesundheitsmanagement (BAGM), das die verschiedenen Säulen der Gesundheitsprävention vorbildlich integriert.
Die Arbeit zeigt, dass Personaleinsparungen und die damit verbundene Arbeitsverdichtung wesentliche Stressoren darstellen, die das Risiko für Burnout-Erscheinungen erhöhen, da Aufgaben bei weniger Personal bewältigt werden müssen.
Die Differenzierung verdeutlicht, dass sowohl das Individuum durch Ressourcenstärkung als auch der Arbeitgeber durch eine gesundheitsförderliche Arbeitsplatzgestaltung in der Verantwortung stehen, Burnout vorzubeugen.
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