Bachelorarbeit, 2014
42 Seiten, Note: 1,3
2 Einleitung
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Definition Glücksspiel und Online-Glücksspiel
3.2 Definition und Symptomatik der (Online-) Glücksspielsucht
3.3 Diagnostik
3.4 Erklärungsansätze für die Entstehung von pathologischem Glücksspielverhalten
3.5 Online-Glücksspiel – Eine Einführung
3.5.1 Gefährdungspotenzial von Glücksspielen im Internet
3.5.2 Online-Glücksspielsucht und Computerspielsucht/Internetsucht
4 Online-Beratung: Möglichkeiten und Grenzen
4.1 Der Beratungsprozess
4.2 Online-Beratung bei Online-Glücksspielsucht
4.3 Ausgewählte Online-Beratungsangebote für Online-Glücksspieler
4.3.1 „Check dein Spiel“
4.3.2 Internetforen
5 Fazit
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Online-Beratung als Interventionsmöglichkeit bei pathologischem Online-Glücksspielverhalten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei, ob dieses niedrigschwellige, mediengestützte Setting angesichts der räumlichen Nähe zwischen dem Suchtmittel (Internet) und der Beratung sinnvoll ist oder ob die damit verbundenen Risiken überwiegen.
3.5.1 Gefährdungspotenzial von Glücksspielen im Internet
Je nach Spielform ist das Stimulations- und Suchtpotenzial unterschiedlich hoch einzuschätzen. Besonders kasinotypische Online-Glücksspiele, wie Roulette oder Automatensimulationen sind als förderlich für exzessives Spielverhalten einzustufen. (Hayer, Meyer 2005, S. 32).
Folgende strukturelle Merkmale sind laut Hayer und Meyer (2005, S. 32-33) für das Gefährdungspotenzial von Online-Glücksspielen von Bedeutung:
Verfügbarkeit und Griffnähe: Glücksspiele im Internet sind 24 Stunden an 7 Tagen der Woche verfügbar. Sie sind kostengünstig, bequem und ohne Kleidungs-vorschriften in den eigenen Räumlichkeiten der Wohnung oder des Arbeitsplatzes spielbar. Es gibt keine Wartezeiten und nahezu kaum Beschränkungen für die Spielteilnahme Minderjähriger oder Spielern die unter dem Einfluss von Rauschmitteln stehen.
Ereignisfrequenz: Vor allem die Simulationen von Automatenspielen zeichnen sich durch ihre rasche Spielabfolge aus. Im Sekundentakt können die Teilnehmer ihr Geld riskieren und auf den angestrebten Gewinn hoffen. Auf diese Weise wird das Erleben eines Verlustes verkürzt und schnell eine neue Gewinnmöglichkeit in Aussicht gestellt. Durch sogenannte „Fast-Gewinne“(z.B. zwei von drei Walzen zeigen das gleiche Symbol), die vor allem im Automatenspiel dazu beitragen sollen, mehr Zeit und Geld zu investieren, glaubt der Spieler, dass er kurz vor dem großen Gewinn steht. Des Weiteren erfährt der Spieler einen hohen Grad an aktiver Teilnahme durch zahlreiche Klicks, Licht- und Tonsignale und das virtuelle Geräusch gewonnenen Geldes.
2 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der pathologischen Online-Glücksspielsucht ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung angesichts der gestiegenen Verfügbarkeit von Glücksspielen im Internet.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden Definitionen zum Glücksspiel und zur Sucht erarbeitet, die diagnostischen Kriterien dargelegt sowie Erklärungsansätze für das Entstehen pathologischer Spielmuster vorgestellt.
4 Online-Beratung: Möglichkeiten und Grenzen: Dieses Kapitel analysiert das Setting der Online-Beratung, beschreibt den spezifischen Beratungsprozess und erörtert kritisch die Anwendbarkeit auf Online-Glücksspieler sowie bestehende Hilfsangebote.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der Online-Beratung als Einstieg oder ergänzende Maßnahme bei gleichzeitig bestehenden Rückfallrisiken.
6 Ausblick: Der Ausblick skizziert den aktuellen Forschungsstand und weist auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen sowie die Relevanz zukünftiger Jugendschutzmaßnahmen hin.
Online-Glücksspiel, Glücksspielsucht, Online-Beratung, Pfadabhängigkeit, Anonymität, pathologisches Spielverhalten, Internet, Beratungsprozess, Prävention, Suchtpotenzial, Selbsthilfe, Intervention, Online-Gambling, Diagnostik, Medienkompetenz.
Die Arbeit untersucht das Störungsbild der Online-Glücksspielsucht und evaluiert, ob Online-Beratungsangebote eine sinnvolle Methode zur Unterstützung betroffener Klienten darstellen.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Spielsucht, den strukturellen Gefährdungsmerkmalen von Glücksspielen im Netz sowie den Vor- und Nachteilen von Online-Beratungssettings.
Das Ziel ist die Klärung, ob Online-Beratung bei Menschen mit Online-Glücksspielproblematik wirksam und sinnvoll ist, oder ob die unmittelbare Nähe zum Suchtmittel eine zu große Hürde darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Anwendung von Hypothesenbildung, da empirische Studien zur Wirksamkeit von Online-Beratung bei diesem spezifischen Störungsbild weitgehend fehlen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und Diagnostik der Sucht, der Einführung in das Online-Gambling, dem Beratungsprozess bei Online-Angeboten und einer konkreten Vorstellung bestehender Hilfsmöglichkeiten.
Wichtige Begriffe sind Online-Glücksspiel, Spielsucht, Online-Beratung, Anonymität, pathologisches Verhalten, Beratungsprozess und Suchtpotenzial.
Anonymität senkt die Hemmschwelle für den ersten Kontakt, kann aber gleichzeitig dazu führen, dass der Betroffene isoliert bleibt und der Berater nur schwer eine emotionale Bindung aufbauen kann.
Da die Beratung am PC stattfindet, besteht für den Klienten in Krisensituationen die permanente Gefahr, mit nur wenigen Klicks unmittelbar zum auslösenden Suchtmittel zurückzukehren.
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