Masterarbeit, 2014
75 Seiten, Note: 1,3
1 Controlling-Konzepte
1.1 Ziele der Arbeit
1.2 Vorgehen
1.3 Auswahl eines Controlling-Konzeptes
1.4 Wertschöpfungsorientiertes Controlling
2 Besonderheiten im Controlling einer Luftfrachtspedition
2.1 Marktabgrenzung und Analyse
2.2 Dienstleistungs-Controlling
2.3 Netzwerk- und Konzern-Controlling
2.4 Internationales Controlling
2.4.1 Rechnungslegungsvorschriften
2.4.2 Transfer Pricing
2.5 Logistik-Controlling
3 Branchenbezogene Aufgaben des Controllings
3.1 Aufgaben der wertschöpfungsorientierten Controlling-Konzeption
3.2 Liquidität
3.2.1 Auswirkung von Wert- oder Entwicklungsperspektive auf die Liquidität
3.2.2 Auswirkung von Prozessen auf die Liquidität
3.2.2.1 Finanzplanung
3.2.2.2 Working-Capital
3.2.3 Auswirkung von Kunden auf die Liquidität
3.2.3.1 Kundenbewertung
3.2.3.2 Währungsrisiken
3.3 Erfolg
3.3.1 Auswirkung von Wert- oder Entwicklungsperspektive auf den Erfolg
3.3.2 Auswirkung von Prozessen auf den Erfolg
3.3.2.1 Berichtswesen – monetäre Kennzahlen
3.3.2.2 Berichtswesen – nicht monetäre Kennzahlen
3.3.3 Auswirkung von Kunden auf den Erfolg
3.3.3.1 Preisbildung
3.3.3.2 Kundenerfolg
3.4 Erfolgspotenziale
3.4.1 Auswirkung von Wert- oder Entwicklungsperspektive auf die Erfolgspotenziale
3.4.1.1 Wertorientierte Kennzahlen
3.4.1.2 Budgetierung
3.4.1.3 Business Intelligence
3.4.2 Auswirkung von Prozessen auf die Erfolgspotenziale
3.4.2.1 Operational Performance
3.4.2.2 Kapazitätsmanagement
3.4.2.3 Benchmarking
3.4.3 Auswirkung von Kunden auf die Erfolgspotenziale
3.4.3.1 Kunden- und Vertriebs-Controlling
3.4.3.2 Risiko-Controlling
3.4.3.3 Innovations-Controlling
4 Entwicklungspotenziale für das Controlling in der Luftfrachtspedition
4.1 Management von Diskontinuitäten als strategisches Erfolgspotenzial
4.2 3-D-Druck – Ein Schwaches Signal für die Luftfrachtspedition
4.3 Resümee
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Rolle und Funktion des Controllings in der spezifischen Branche der Luftfrachtspedition zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie ein wertschöpfungsorientiertes Controlling-Konzept implementiert werden kann, um in einem hochkomplexen, volatilen Marktumfeld erfolgreich zu navigieren und strategische Erfolgspotenziale zu sichern.
2.1 Marktabgrenzung und Analyse
Die Beförderung von Gütern per Flugzeug stellt sich als Dienstleistungsgefüge einer Vielzahl von Parteien dar. Vereinfachend lassen sich die Beteiligten an der Luftfracht in drei große Gruppen einteilen: erstens die Fluggesellschaften, zweitens die Versender und drittens die Intermediäre.
Die Fluggesellschaften nehmen die Güterbeförderung mit eigenen oder gecharterten Flugzeugen vor. Das Luftfrachtgeschäft ist für sie, mit Ausnahme von reinen Frachtflugzeugen, ein typisches Kuppelprodukt aus der Personenbeförderung (Passage). Die Angebots- und Preispolitik in der Luftfracht hängt darum wesentlich von frachtunabhängigen Faktoren ab. Versender können der Absender, Empfänger oder ein Dritter sein. Im internationalen Luftfrachtmarkt sind meist Exporteur und Importeur beteiligt. Die Aufgabe des Intermediärs wird von Logistikdienstleistern wahrgenommen. Sie vermitteln zwischen den am Markt verfügbaren Frachtkapazitäten und der Nachfrage nach Transportraum durch die Versender. Etwa 90 - 95% des weltweiten Luftfrachtaufkommens werden durch Intermediäre kontrolliert. Eine Luftfrachtspedition ist als ein solcher Intermediär rein rechtlich lediglich eine verkehrsträgerbasierte Ausprägung des Spediteurs und hat nur „die Versendung des Gutes zu besorgen.“ Dennoch steuert sie die gesamten Logistikaktivitäten entlang der Supply-Chain. Dazu gehört die Koordination sendungsbezogener Aktivitäten von Absendern und Empfängern, Frachtführern, Lagerhaltern, Zollbehörden, Netzwerkpartnern und Fluggesellschaften. Zudem organisiert sie Vor- und Nachläufe der Güter zwischen Absender und Flughafen sowie zwischen Flughafen und Empfänger. Der Warenfluss wird dabei durch mehrmalige Umschlagvorgänge unterbrochen, was die Koordinationsleistung noch anspruchsvoller gestaltet. Luftfrachtspediteure führen auch die behördliche Abwicklung der Sendungen nach Zoll- und Luftsicherheitsvorschriften durch. Nicht zuletzt obliegt ihnen die gesamte, mit der Sendung verbundene, Dokumenten-, Informations- und Zahlungsmittelflusssteuerung.
1 Controlling-Konzepte: Einführung in die Rolle des Controllings, Festlegung der methodischen Ziele sowie Auswahl eines wertschöpfungsorientierten Konzepts als Basis für die weitere Untersuchung.
2 Besonderheiten im Controlling einer Luftfrachtspedition: Analyse der spezifischen Rahmenbedingungen des Luftfrachtmarktes, der Dienstleistungscharakteristik sowie der internationalen Konzernstrukturen und deren Einfluss auf das Controlling.
3 Branchenbezogene Aufgaben des Controllings: Detaillierte Darstellung der operativen und strategischen Controlling-Aufgaben mit Fokus auf Liquidität, Erfolg, Prozesskosten und Kundenorientierung unter Anwendung der Balanced Scorecard.
4 Entwicklungspotenziale für das Controlling in der Luftfrachtspedition: Untersuchung der strategischen Früherkennung von Diskontinuitäten, wie z.B. dem 3-D-Druck, und Fazit über die zukünftige Ausrichtung des Controllings in der Branche.
Controlling, Luftfrachtspedition, Wertschöpfungsorientiertes Controlling, Supply-Chain-Controlling, Prozesskostenrechnung, Balanced Scorecard, Dienstleistungs-Controlling, Liquiditätssicherung, Erfolgspotenziale, Transfer Pricing, Logistik, 3-D-Druck, Netzwerk-Controlling, Risikomanagement, Innovations-Controlling
Die Master-Thesis befasst sich mit der Konzeption und Umsetzung eines wertschöpfungsorientierten Controllings speziell für die Branche der Luftfrachtspedition.
Die zentralen Themen umfassen das Dienstleistungs- und Supply-Chain-Controlling, die Liquiditätssteuerung, die Prozesskostenrechnung sowie die strategische Erfolgssicherung unter Berücksichtigung internationaler Netzwerke.
Das Ziel ist es, einen theoretisch fundierten Rahmen für das Controlling in Luftfrachtspeditionen zu schaffen, der die spezifischen Anforderungen der Branche, wie hohe Volatilität und komplexe Prozessketten, integriert.
Die Arbeit nutzt die Systemtheorie und kombiniert die Perspektiven der Balanced Scorecard mit dem Konzept der wertschöpfungsorientierten Steuerung nach Gälweiler, ergänzt durch eine semantische Analyse von Unternehmensleitlinien.
Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen von Wert-, Prozess- und Kundenperspektiven auf die drei Steuerungsgrößen Erfolgspotenzial, Erfolg und Liquidität innerhalb der Luftfrachtspedition.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wertschöpfungsorientiertes Controlling, Prozesskostenrechnung, Luftfrachtspedition und Supply-Chain-Management geprägt.
Der 3-D-Druck wird als "Schwaches Signal" eingestuft, das durch ein systematisches Scanning- und Monitoring-System identifiziert werden muss, um frühzeitig strategische Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
IT-Systeme sind laut Arbeit unabdingbar, um die notwendige Informationstransparenz über Ländergrenzen hinweg zu schaffen und komplexe Prozesse zwischen den vielen beteiligten Netzwerkpartnern zu koordinieren.
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