Bachelorarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das Konzept: Corporate Social Responsibility
2.1 Definition und Begriffseingrenzung
2.2 Historische Entwicklung und Akteure
3. Corporate Social Responsibility in der Otto-Group: Ursachen und Motive
3.1 Das Unternehmen: Die Otto-Group
3.1.1 Ursachen für CSR: Spezielle Probleme des Textilsektors
3.1.2 CSR-Außendarstellung und öffentliche Wahrnehmung
3.2 Theoretische Grundlage: Der soziologische Neo-Institutionalismus (NSI)
3.2.1 NSI als Erklärungsmuster für Corporate Social Responsibility in der Otto-Group
3.2.2 CSR als institutionalisierter Mythos in der Otto-Group?
4. Corporate Social Responsibility in der Otto-Group: Analyse
4.1 Hypothesenbildung
4.2 CSR-Aktivitäten und Instrumente
4.2.1 Code of Conduct
4.2.2 Das Sozialmanagementsystem: Internes und externes „Monitoring“
4.2.3 CSR in weiteren (Multi-Stakeholder-) Initiativen: Runder Tisch Verhaltenskodizes und Global Compact
4.2.4 Nachhaltigkeitsberichterstattung
4.3 Hypothesenauflösung
5. Zusammenfassung, abschließende Bewertung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die Corporate Social Responsibility-Strategie der Otto-Group als glaubwürdige Umsetzung gesellschaftlicher Verantwortung zu verstehen ist oder primär als Instrument zur Gewinnmaximierung dient, indem sie die theoretischen Annahmen des soziologischen Neo-Institutionalismus auf die konkreten Maßnahmen des Konzerns anwendet.
3.2 Theoretische Grundlage: Der soziologische Neo-Institutionalismus (NSI)
Der soziologische Neo-Institutionalismus (NSI) gilt heute als eine der wichtigsten Organisationstheorien. Dabei kann er aufgrund seiner Entstehungsgeschichte keineswegs als geschlossene Theorie, sondern vielmehr als ein soziologisches Konstrukt verstanden werden. Mit dem NSI sind zweifelsfrei die Namen Paul J. DiMaggio/ Walter W. Powell, John W. Meyer/ Brian Rowan sowie Lynne G. Zucker in Verbindung zu bringen, welche als die wichtigsten Vertreter dieses Ansatzes gelten. Seine grundlegenden Annahmen und Erkenntnisse sind im Grunde auf drei Aufsätze der genannten Autoren zurückzuführen, die zwischen 1977 und 1983 veröffentlicht wurden.
Bis dato herrschten in der Organisationsforschung solche Ansätze vor, die davon ausgingen, dass der Erfolg von Organisationen „vor allem von einer effizienten Steuerung und Koordination der Arbeitsaktivitäten und Tauschbeziehungen“ (Walgenbach 2002a: 319) abhänge. Zu nennen seien hier vor allem die klassische Managementlehre sowie situative Ansätze, basierend auf dem Bürokratieansatz von Max Weber.
Entgegen dieser Vorstellung stellten Meyer und Rowan im Aufsatz „Institutionalized Organizations: Formal Structure as Myth and Ceremony“ die These auf, dass der Erfolg von Organisationen vielmehr von der Übernahme institutionalisierter Normen und Regeln abhänge, die von der (gesellschaftlichen) Umwelt an die Organisation herangetragen würden (Meyer/Rowan 1977: 341).
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das CSR-Konzept ein, erläutert die Ambivalenz zwischen Markt und Moral sowie die Motivation der Arbeit, die Glaubwürdigkeit der CSR-Strategie der Otto-Group zu hinterfragen.
2. Das Konzept: Corporate Social Responsibility: Hier werden Definitionen und die historische Entwicklung von CSR sowie die verschiedenen Akteure und Ebenen der Erwerbsregulierung theoretisch beleuchtet.
3. Corporate Social Responsibility in der Otto-Group: Ursachen und Motive: Dieses Kapitel stellt das Unternehmen Otto-Group vor, analysiert die spezifischen Probleme des Textilsektors und führt den soziologischen Neo-Institutionalismus als theoretischen Erklärungsrahmen ein.
4. Corporate Social Responsibility in der Otto-Group: Analyse: Im Hauptteil werden auf Basis von vier Hypothesen konkrete CSR-Instrumente der Otto-Group (Code of Conduct, Monitoring, Initiativen, Berichterstattung) hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit geprüft.
5. Zusammenfassung, abschließende Bewertung und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die CSR-Strategie der Otto-Group abschließend, wobei auch zukünftige Herausforderungen der internationalen Erwerbsregulierung thematisiert werden.
Corporate Social Responsibility, Otto-Group, Sozialstandards, Neo-Institutionalismus, Arbeitsbedingungen, Monitoring, Code of Conduct, Wertschöpfungskette, Stakeholder, Global Compact, Nachhaltigkeitsbericht, Erwerbsregulierung, Glaubwürdigkeit, Gewinnmaximierung, Textilsektor
Die Arbeit untersucht die Corporate Social Responsibility-Strategie der Otto-Group und stellt die Frage, ob diese ein Ausdruck echter gesellschaftlicher Verantwortung ist oder lediglich als Mittel zur Gewinnmaximierung dient.
Die zentralen Themen sind die Implementierung von Arbeits- und Sozialstandards in globalen Wertschöpfungsketten, die Bedeutung von CSR-Instrumenten sowie die soziologische Perspektive des Neo-Institutionalismus.
Ziel ist es, zu klären, ob die Otto-Group das CSR-Konzept glaubwürdig umsetzt oder ob es sich um eine strategische "Fassade" handelt, um Imageschäden zu vermeiden.
Die Arbeit nutzt als theoretisches Fundament den soziologischen Neo-Institutionalismus, um durch eine Analyse der verschiedenen CSR-Instrumente und der institutionellen Einbettung der Otto-Group eine Bewertung der Glaubwürdigkeit vorzunehmen.
Im Hauptteil werden CSR-Instrumente wie der Code of Conduct, das Sozialmanagementsystem (Monitoring), die Mitgliedschaft in Multi-Stakeholder-Initiativen sowie die Nachhaltigkeitsberichterstattung detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Arbeitsstandards, Neo-Institutionalismus, Monitoring, Glaubwürdigkeit und Wertschöpfungskette.
Die Theorie dient dazu, das Verhalten von Organisationen im Hinblick auf Umwelterwartungen und die Übernahme von CSR als "institutionellen Mythos" zu erklären, was über rein ökonomische Erklärungsmodelle hinausgeht.
Länder, in denen ein hohes Risiko für Verstöße gegen Sozialstandards besteht, werden als Risikomärkte definiert, was die Notwendigkeit von Monitoring-Systemen und Zertifizierungen unterstreicht.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Otto-Group die CSR-Strategie nicht nur als "window dressing" betreibt, sondern durch die Nutzung extern überprüfbarer Instrumente wie SA8000 und BSCI eine glaubwürdige Integration in die Unternehmensstruktur anstrebt.
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