Masterarbeit, 2014
100 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Recherche
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Einordnung des Themas
2 Grundlagen
2.1 Analyse der Ausgangssituation
2.1.1 Rechnungsbearbeitung in Deutschland
2.1.2 Aufgaben einer Rechnung
2.1.3 Bestandteile einer Rechnung
2.1.4 Darstellung des traditionellen Rechnungsprozesses
2.1.5 Bewertung und Zielsetzung
2.2 Die elektronische Rechnung
2.2.1 Definition
2.2.1.1 Datenformat
2.2.1.2 Übertragungswege
2.2.1.3 Erarbeitete Definition
2.2.2 Rechtliche Entwicklung
2.2.3 Anforderungen
2.2.4 Vorteile & Nachteile der elektronischen Rechnung
2.2.4.1 Vorteile
2.2.4.2 Nachteile
2.2.4.3 Bewertung
2.2.5 Exkurs: Einheitliches Format für Deutschland – „ZUGFeRD“
3 Handlungsempfehlung
3.1 Ist-Prozess
3.1.1 Prozessaufnahme
3.1.2 Schwachstellenanalyse
3.2 Soll-Prozess
3.2.1 Verbesserungsmöglichkeiten
3.2.2 Soll-Prozessmodell
3.3 Stakeholderanalyse
3.4 Projektrisiken
3.4.1 Fachlich-Technische Risiken
3.4.2 Änderung der Rahmenbedingungen
3.4.3 Ressourcenbedingte Risiken
4 Beurteilung der Wirtschaftlichkeit
4.1 Grundlagen
4.2 Elemente der Wirtschaftlichkeitsanalyse
4.3 Ermittlung der Kosten
4.3.1 Einmalige Kosten
4.3.2 Laufende Kosten
4.4 Ermittlung des Nutzens
4.4.1 Quantitativer Nutzen
4.4.1.1 Personalkosteneinsparung
4.4.1.2 Sachkosteneinsparung
4.4.2 Qualitativer Nutzen
4.4.2.1 Bessere Recherchemöglichkeiten
4.4.2.2 Datenqualität
4.4.2.3 Mitarbeitermotivation
4.4.2.4 Höhere Lieferantenzufriedenheit
4.5 Monetäre Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
4.6 Bewertung
5 „e-Rechnung an den Bund“
5.1 Ziele
5.2 Rechtlicher Rahmen
5.3 Einbringung von elektronischen Rechnungen
5.3.1 Datenstrukturen/Datenformat
5.3.2 Übertragungswege
5.4 Bewertung
6 Fazit
Das primäre Ziel dieser Masterthesis ist die Untersuchung des Vereinfachungspotenzials bei der Rechnungseingangsbearbeitung in der öffentlichen Verwaltung durch den Einsatz elektronischer Rechnungen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch IT-gestützte, medienbruchfreie Prozesse die Effizienz gesteigert und Kosten sowie Durchlaufzeiten gesenkt werden können, während gleichzeitig die Anforderungen an Rechtssicherheit und Prozessqualität erfüllt werden.
2.1.2 Aufgaben einer Rechnung
Grundsätzlich ist die Rechnung das letzte Dokument, welches zwischen Rechnungssteller und Rechnungsempfänger im Geschäftsverkehr ausgetauscht wird. Dieser Rechnung geht stets eine Leistungserbringung in Form einer Lieferung oder Dienstleistung voraus.
Die Aufgaben einer Rechnung kann man in drei verschiedene Bereiche gliedern:
Zahlungsaufforderungsfunktion: Der Rechnungssteller gibt zu erkennen, dass er seinen Teil des Vertrags (Lieferung oder Dienstleistung) erfüllt hat und fordert somit gleichzeitig den Rechnungsempfänger dazu auf, seinen Teil des Vertrags (Bezahlung) zu erfüllen. Darüber hinaus dient die Rechnung im deutschen Schuldrecht auch regelmäßig als Begründung für den Verzug des Schuldners (§ 286 Abs. 3 BGB).
Leistungsnachweisfunktion: Auf der Rechnung werden sämtliche vom Rechnungssteller erbrachten Leistungen dokumentiert. Dies geschieht in der Regel durch eine Auflistung aller Einzelpositionen (bei einer Bestellung/Lieferung) oder geleisteten Arbeitsstunden (bei einer Dienstleistung).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der ineffizienten, papiergebundenen Rechnungsbearbeitung ein und legt das Ziel der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung dar.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel analysiert die Ausgangssituation, definiert die elektronische Rechnung, erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen und bewertet die Vor- und Nachteile der elektronischen Rechnungsstellung.
3 Handlungsempfehlung: Hier wird ein medienbruchfreier, IT-unterstützter Soll-Prozess erarbeitet, der durch eine Stakeholderanalyse und ein systematisches Risikomanagement ergänzt wird.
4 Beurteilung der Wirtschaftlichkeit: Dieses Kapitel untersucht die Wirtschaftlichkeit des vorgeschlagenen Soll-Prozesses anhand monetärer und nichtmonetärer Kriterien sowie durch eine beispielhafte Amortisationsrechnung.
5 „e-Rechnung an den Bund“: Dieser Abschnitt beleuchtet das österreichische Modell der verpflichtenden E-Rechnung an den Bund als Best-Practice-Beispiel für die öffentliche Verwaltung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Notwendigkeit medienbruchfreier Prozesse und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der digitalen Verwaltung.
Elektronische Rechnung, Rechnungseingangsbearbeitung, öffentliche Verwaltung, E-Government, Prozessoptimierung, Dokumentenmanagementsystem, Workflowmanagement, Wirtschaftlichkeitsanalyse, ZUGFeRD, ebInterface, Medienbruch, Digitalisierung, Stakeholderanalyse, Prozessstandardisierung, Skontofrist
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Rechnungseingangsbearbeitung in der öffentlichen Verwaltung durch die Einführung elektronischer Rechnungsformate, um Ineffizienzen abzubauen.
Die zentralen Themen sind Prozessanalyse (Ist/Soll), IT-gestützte Workflowoptimierung, rechtliche Anforderungen an die E-Rechnung sowie die Wirtschaftlichkeitsprüfung für Behörden.
Das Hauptziel ist es, einen durchgängigen, medienbruchfreien IT-Prozess für die öffentliche Verwaltung zu entwerfen, der Zeit- und Kostenersparnisse realisiert und die Transparenz erhöht.
Die Arbeit verwendet eine Prozessanalyse mittels EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette), eine Stakeholderanalyse, Portfolio-Matrizen sowie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung basierend auf statischen Investitionsrechnungsverfahren.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen der Rechnungsstellung, die Modellierung von Soll-Prozessen, eine Stakeholderanalyse, Risikobewertung sowie eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Die wichtigsten Begriffe sind E-Rechnung, öffentliche Verwaltung, Prozessoptimierung, ZUGFeRD, Dokumentenmanagement und Wirtschaftlichkeit.
Österreich hat durch eine verpflichtende Einführung der E-Rechnung für Bundeslieferanten einen deutlichen Vorsprung und dient als Referenzmodell für die Prozessstandardisierung.
ZUGFeRD fungiert als technisches Standardformat, das eine hybride Rechnung (PDF/A mit XML-Daten) ermöglicht und somit sowohl für Menschen als auch für IT-Systeme optimal lesbar ist.
Stakeholder wie Finanzbuchhaltung, Personalrat oder IT-Abteilung beeinflussen den Projekterfolg maßgeblich durch ihr Interesse oder Widerstände, weshalb ein aktives Einbinden entscheidend ist.
Nein, die Arbeit stellt fest, dass die Wirtschaftlichkeit stark vom Rechnungsaufkommen abhängt und eine individuelle Datengrundlage zwingend erforderlich ist.
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