Bachelorarbeit, 2013
64 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehen
1.3 Definition und Abgrenzung
2 Panelforschung
2.1 Definition
2.2 Zweck
2.3 Die Elemente eines Panels
2.3.1 Die Grundgesamtheit
2.3.2 Die Stichprobe
2.3.3 Die Erhebung
2.3.4 Die Hochrechnung
2.4 Formen
2.4.1 Das Handelspanel
2.4.2 Das Verbraucherpanel
2.4.2.1 Die Grundgesamtheit
2.4.2.2 Die Stichprobe
2.4.2.3 Die Erfassungssysteme
2.4.2.4 Die Erhebungsdaten
2.5 Die methodischen Grenzen der Panelforschung
2.5.1 Die Verweigerungsrate
2.5.2 Die Panelsterblichkeit
2.5.3 Das Coverage
3 Der Paneleffekt
3.1 Die Erscheinungsformen
3.2 Die Abhängigkeit des Paneleffekts von der Abfragemethode
3.3 Die Maßnahmen der Gegensteuerung
4 Der Behavior Scan in Haßloch als Praxisbeispiel
4.1 Der Aufbau und Ablauf des GfK Behavior Scans
4.2 Ziele und Ergebnisse des Behavior Scans
4.3 Kosten und Nutzen für die Auftraggeber
4.4 Erfahrungen der GfK mit dem Behavior Scan
4.5 Kritische Würdigung des Behavior Scans
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Panelforschung, insbesondere das Verbraucherpanel, um zu bewerten, ob der GfK Behavior Scan in Haßloch ein geeignetes Instrument zur Analyse der Wirksamkeit von Werbemaßnahmen darstellt.
3.1 Die Erscheinungsformen
Eine Form des Paneleffekts ist das Overreporting. Hierbei meldet der Panelteilnehmer mehr Einkäufe an das Marktforschungsinstitut zurück, als er getätigt hat, um sich damit hervorzutun (vgl. Pesch, 2010, S. 49). Beispielsweise wird angegeben ein prestigeträchtiges Produkt gekauft zu haben, obwohl dies nicht der Fall ist. Ein anderes Beispiel wäre, dass verstärkt der Kauf von Hygiene- oder Kosmetikartikel zurückgemeldet wird.
Ein anderer Grund wäre das Gefühl seine Pflicht erfüllen zu müssen (Wirtschaftslexikon24, 2013).
Gegenteilig verhält es sich beim Underreporting. Der Panelteilnehmer verschweigt den Kauf bestimmter Produkte bewusst, beispielsweise den übermäßigen Konsum von Zigaretten oder Alkohol, um nicht negativ aufzufallen (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, 2012b).
Ein weiteres Phänomen ist der Checklisteneffekt. Hier findet ein regelrechtes Abarbeiten des Berichtsbogens statt. Der Panelteilnehmer kauft gezielt die Produkte und Marken, welche auf den Berichtsbögen aufgezählt sind, da diese allein durch das Aufgeführt sein in das Bewusstsein des Probanden tritt (vgl. Poth et al, 2008, S.54).
Durch das Bewusstsein, ein Teil einer Untersuchung zu sein, könnten manche Panelteilnehmer ein besonders konsistentes Kaufverhalten zeigen und sogenannte Spontankäufe bewusst unterlassen, wohingegen andere bewusst eine gesteigerte Veränderungsrate an den Tag legen, um eventuell interessant zu wirken (vgl. Medialine, 2009).
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Relevanz der Marktforschung und stellt die Forschungsfrage nach der Eignung des Behavior Scans in Haßloch zur Analyse von Werbewirkung.
2 Panelforschung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Panelforschung, inklusive ihrer Elemente, Formen und der methodischen Grenzen.
3 Der Paneleffekt: Es wird das Phänomen der unerwünschten Verhaltensänderung durch Panelteilnahme sowie mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen beleuchtet.
4 Der Behavior Scan in Haßloch als Praxisbeispiel: Das Kapitel detailliert den Aufbau, die Ziele, den Nutzen und die praktische Anwendung des elektronischen Minimarkttests in Haßloch.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Behavior Scan trotz methodischer Herausforderungen wie dem Paneleffekt ein valides und wichtiges Instrument der Marktforschung ist.
Panelforschung, Verbraucherpanel, Behavior Scan, Haßloch, Paneleffekt, Overreporting, Underreporting, Marktforschung, Werbewirkung, Testmarkt, Stichprobe, Datenerfassung, Konsumentenverhalten, GfK, Marktprognose
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Marktforschung mittels Panels und analysiert speziell, wie der Behavior Scan in Haßloch eingesetzt wird, um Werbemaßnahmen zu testen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Panelforschung, dem spezifischen Problem des Paneleffekts und der praktischen Implementierung eines elektronischen Minimarkttests.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob der Behavior Scan in Haßloch ein geeignetes Instrument für Unternehmen ist, um die Wirksamkeit ihrer Werbemaßnahmen zu validieren.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und führt ergänzend Experteninterviews mit Vertretern der GfK sowie der Stadt Haßloch durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte der Panelforschung, die Analyse des Paneleffekts und die detaillierte Vorstellung des Behavior Scans inklusive dessen Aufbau und Nutzen.
Zentrale Begriffe sind Panelforschung, Verbraucherpanel, Behavior Scan, Paneleffekt sowie Markt- und Konsumentenforschung.
Haßloch gilt als repräsentativ für die Bevölkerungs- und Kaufkraftstruktur Deutschlands, ist isoliert gelegen und bietet eine vollständige technische Verkabelung für TV-Werbetests.
Die GfK betreibt den Testmarkt, steuert die Marketingmaßnahmen und nutzt modernste Datenerfassung, um den Auftraggebern präzise Erfolgsanalysen zu liefern.
Ja, dieser Einfluss wird als Paneleffekt bezeichnet. Die Studie zeigt jedoch, dass dieser in Haßloch durch diskrete Datenerfassung und Gewöhnungseffekte gering gehalten wird.
Er kombiniert Storetests, Haushaltspanels und eine zielgerichtete Einspeisung von Testfernsehwerbung, was eine ganzheitliche Bewertung des Marketing-Mix ermöglicht.
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