Diplomarbeit, 2014
92 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in die Arbeit und Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
2.2 Charakteristika und Besonderheiten von KMU
2.3 Arbeitgeberattraktivität
2.3.1 Begriffserläuterung Arbeitgeberattraktivität
2.3.2 Wünsche und Anforderungen an einen „idealen“ Arbeitgeber
2.4 Positionierung als attraktiver Arbeitgeber durch gezielte Personalarbeit
2.4.1 Kommunikation und Feedback
2.4.2 Materielle und immaterielle Anreize
2.4.3 Mitarbeiterförderung bzw. -entwicklung
2.4.4 Die Rolle als Führungskraft und die Unternehmenswerte
2.4.5 Work-Life-Balance
2.4.6 Gewinnung neuer Mitarbeiter
3 Mittelständisches Unternehmen der Starkstrombranche
3.1 Vorstellung des Unternehmens
3.2 Interne Analyse der Personalarbeit
4 Durchführung eines problemzentrierten Interviews
4.1 Entwicklung eines Interviewleitfadens
4.2 Auswahl der Interviewpartner
5 Ergebnisse der Interviews mit anderen Unternehmen
5.1 Unternehmen aus dem Produktionsverbindungshandel
5.2 Unternehmen aus der Immobilienbranche
5.3 Unternehmen aus der Elektrotechnik
6 Zusammenfassung der Ergebnisse
7 Handlungsempfehlungen
7.1 Kooperationen mit (Fach-) Hochschulen
7.2 Regelmäßige Teambesprechungen
7.3 Durchführung einer Mitarbeiterbefragung
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einem mittelständischen Unternehmen der Starkstrombranche konkrete Handlungsempfehlungen zur Steigerung seiner Arbeitgeberattraktivität zu geben. Basierend auf einer theoretischen Fundierung und der Analyse von "Good-Practice-Unternehmen" aus verschiedenen Branchen soll aufgezeigt werden, wie Personalarbeit aktiv gestaltet werden kann, um sowohl neue Fachkräfte zu gewinnen als auch bestehende Mitarbeiter langfristig zu binden.
2.4.1 Kommunikation und Feedback
Mitarbeiterbefragungen, häufig auch als Betriebsklimaanalysen sowie Mitarbeiterzufriedenheitsanalysen bezeichnet, können wichtige Erkenntnisse zur Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit der Beschäftigten liefern. Sie zählen bei einer erfolgreichen Personalarbeit zu den Standardinstrumenten. In der Praxis durchgesetzt hat sich die schriftliche Befragung der Arbeitnehmer mit geschlossenen und teilweise auch offenen Fragen. Des Weiteren finden die Erhebungen überwiegend anonym statt.70 Wichtig ist, dass die MA zur Teilnahme motiviert werden, um eine hohe Beteiligung zu erreichen. Der gesamte Prozess der Befragung, von der Durchführung bis zur Auswertung, sollte an die MA kommuniziert werden.71 In einer Befragung geht es darum, Stärken und Schwächen aufzuspüren und die aufgedeckten Schwachstellen kontinuierlich zu verbessern.72 Zur Orientierung können die in Punkt 2.3.2 aufgeführten Faktoren zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität dienen und abgefragt werden. Die Unternehmen erhalten somit zahlreiche Informationen, beispielsweise wie Kommunikation, Information und Führungsverhalten wahrgenommen werden, und auch, wie die MA mit den Arbeitsbedingungen und ihrer Tätigkeit zufrieden sind. Aus Sicht der Angestellten werden die Bereiche aufgezeigt, bei denen Handlungsbedarf besteht.73 Durch das Aufzeigen der Schwachstellen können im Anschluss unternehmensspezifische Maßnahmen abgeleitet werden.74 Um keine negativen Auswirkungen auf die Motivation und das Vertrauen der MA zu erhalten, müssen diesen vor allem die Ergebnisse einer Befragung umgehend mitgeteilt werden.75
Durch die Befragung soll, neben einer Identifikation der Schwachstellen, die allgemeine Arbeitszufriedenheit sowie das Betriebsklima verbessert und die Kommunikation offener gestaltet werden.76 Das Betriebsklima und das Verhältnis zu Kollegen ist ein bedeutender Faktor, wenn es um die Attraktivität eines Unternehmens geht. Dies kann die Unternehmensleitung zum Beispiel durch die gezielte Zusammensetzung von Teams, die Beteiligung der Mitarbeiter bei Neueinstellungen oder durch gemeinsame Veranstaltungen und Betriebsausflüge beeinflussen.77 Zwar wird behauptet, dass die Arbeitszufriedenheit in KMU größer sei als in Großkonzernen, dies sollte aber kein Grund sein, diese zu vernachlässigen und nicht kontinuierlich verbessern zu wollen.78
1 Einführung in die Arbeit und Zielsetzung: Einführung in die Thematik der Arbeitgeberattraktivität vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und Definition der Zielsetzung für das Zielunternehmen.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der demografischen Herausforderungen, Charakteristika von KMU sowie theoretische Herleitung von Faktoren für eine hohe Arbeitgeberattraktivität.
3 Mittelständisches Unternehmen der Starkstrombranche: Vorstellung des Zielunternehmens und Analyse des Status quo der dortigen Personalarbeit basierend auf einem Gespräch mit der Geschäftsführung.
4 Durchführung eines problemzentrierten Interviews: Darlegung der methodischen Vorgehensweise bei der Befragung von Good-Practice-Unternehmen zur Gewinnung von Praxiswissen.
5 Ergebnisse der Interviews mit anderen Unternehmen: Detaillierte Darstellung der Personalpraktiken dreier erfolgreich agierender Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.
6 Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Interviews und Gegenüberstellung der Erkenntnisse mit der Situation des Zielunternehmens.
7 Handlungsempfehlungen: Konkrete, praxisorientierte Vorschläge für das Zielunternehmen, insbesondere in den Bereichen Hochschulkooperationen, Teambesprechungen und Mitarbeiterbefragungen.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Arbeit und Ausblick auf die steigende Bedeutung der Arbeitgeberattraktivität für KMU im Wettbewerb mit Großkonzernen.
Arbeitgeberattraktivität, KMU, demografischer Wandel, Personalarbeit, Mitarbeiterbindung, Mitarbeitermotivation, Fachkräftemangel, Personalmarketing, Zielvereinbarungen, Mitarbeitergespräch, Unternehmenskultur, Generation Y, Ausbildung, Recruiting, Mitarbeiterbefragung
Die Diplomarbeit befasst sich mit Strategien und Möglichkeiten für mittelständische Unternehmen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig zu binden.
Die Arbeit behandelt den demografischen Wandel, die Besonderheiten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), Instrumente des Personalmanagements und die Bedeutung von Kommunikation und Unternehmenskultur.
Das Hauptziel ist es, einem konkreten mittelständischen Unternehmen der Starkstrombranche praxisnahe Handlungsempfehlungen zu geben, um seine Positionierung am Arbeitsmarkt zu verbessern.
Die Autorin wählte eine qualitative Methode und führte problemzentrierte Interviews mit Geschäftsführern bzw. Personalverantwortlichen von drei sogenannten "Good-Practice-Unternehmen" durch, um Erfolgsfaktoren in der Praxis zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Thematik, die Vorstellung und Analyse eines Beispielunternehmens sowie die Auswertung der Experteninterviews mit den Vergleichsunternehmen.
Zu den Kernbegriffen zählen Arbeitgeberattraktivität, Fachkräftemangel, Mitarbeiterbindung, KMU-spezifische Personalpolitik und zielgerichtete Kommunikation.
Im Gegensatz zu den untersuchten "Good-Practice-Unternehmen" findet im Zielunternehmen derzeit kaum strukturierte Kommunikation (keine regelmäßigen Meetings/Mitarbeitergespräche) statt, und es fehlen aktive Rekrutierungsmaßnahmen für Nachwuchskräfte.
Die Generation Y stellt besondere Anforderungen an ihren Arbeitgeber, wie etwa den Wunsch nach flexiblem Arbeiten, stetiger Weiterentwicklung und regelmäßiger Kommunikation, was KMU vor neue Herausforderungen stellt.
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