Masterarbeit, 2014
103 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung
2. Wissen: Daten, Informationen und deren Stellenwert für Organisationen
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Entstehung von Wissen
2.2.1 Begriffshierarchie
2.2.2 Daten-Information-Wissen-Modell
2.2.3 Wissenstreppe
2.3 Wissensarten
2.4 Wissensträger
2.5 Organisationale Wissensbasis
2.6 Wissen in der Wertschöpfung
2.7 Wissen in Organisationen
2.7.1 Wissenslebenszyklus
2.7.2 Organisationale Intelligenz
2.7.3 Organisationales Vergessen
3. Wissensmanagement: Vom personengebundenen Wissen zur kollaborativen Wissensgemeinschaft
3.1 Grundlagen
3.1.1 Entwicklungsgeschichte
3.1.2 Begriffsdefinition
3.1.3 Informationsmanagement und Wissensmanagement
3.2 Ausgewählte Wissensmanagement-Modelle
3.2.1 SECI-Modell
3.2.2 Bausteine des Wissensmanagement
3.3 Informationstechnologie und Wissensmanagement
3.3.1 Die Rolle der Informatik im Wissensmanagement
3.3.2 Systematik IT-unterstützter Wissensmanagementsysteme
3.3.3 Wissenstrfer durch IT-unterstützte Wissensmanagementsysteme
3.3.4 Stellenwert von Gemeinschaften in Wissensmanagementsystemen
3.4 Erfolgsfaktoren des Wissensmanagements
4. Wissensmanagement an Hochschulen
4.1 Einsatzmöglichkeiten in der Forschung
4.2 Einsatzmöglichkeiten in der Lehre
4.3 Einsatzmöglichkeiten in der Verwaltung
4.4 Zwischenfazit
5. Werkzeuge zur Umsetzung von Wissensmanagementlösungen und deren Potentiale im Hochschuleinsatz
5.1 Groupware
5.2 Social Software
5.3 Inhaltsorientierte Systeme
5.4 Führungsinformationssysteme
5.5 Systeme der künstlichen Intelligenz
5.6 Enterprise Content Management Systeme
5.7 Vergleich der Einsatzmöglichkeiten von Wissensmanagementwerkzeugen
6. Umsetzung einer Wissensmanagementlösung im Fachbereich Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg
6.1 Ausgangssituation
6.2 Anforderungsanalyse
6.3 Realisierungskonzept
6.4 Analyse potentieller Werkzeuge
6.5 Werkzeugauswahl
6.5.1 Funktionalität
6.5.2 Benutzerfreundlichkeit
6.5.3 Kosten
6.5.4 Integrationsaufwand
6.5.5 Ergebnis
6.6 Realisierung
6.7 Ausblick
7. Fazit
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist es, Einsatzzwecke von Wissensmanagement an Hochschulen zu analysieren, einen Überblick über aktuelle IT-Werkzeuge zu geben und basierend darauf eine geeignete Wissensmanagementlösung für den Fachbereich Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg zu entwickeln und einzuführen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch IT-gestützte Wissensmanagement-Ansätze der Verlust an personengebundenem Wissen bei Fluktuation im wissenschaftlichen Personal minimiert und Wissensprozesse nachhaltig optimiert werden können.
6.5.1 Funktionalität
Rückblickend auf die Anforderungsanalyse soll die Wissensmanagementlösung für den Fachbereich Wirtschaftspädagogik folgende Funktionen bieten (siehe Kapitel 6.2):
Webbasierter Zugriff mehrerer Anwender auf die gemeinsame Wissensbasis
Rollen- und Rechtemanagement
Strukturierungsmöglichkeiten der Inhalte
Erweiterbarkeit
Integration systemexterner Daten
Sicherungsfunktionen
Versionsverwaltung
Kommentierungsfunktion
ggf. Integration eines Workflow-Managements
Die Alternative Typo3 CMS bietet die webbasierte Verwaltung einer organisationalen Wissensbasis durch sog. Workspaces (RIPFEL, MEYER & HÖPPNER 2008, 238). Rollen- und Rechteverwaltung werden ebenso unterstützt wie die freie Inhaltsstrukturierung und die Verwaltung von Versionen (RIPFEL, MEYER & HÖPPNER 2008, 148 & 236-243 & TYPO3 2014a). Die Sicherung von Daten sowie die Verwendung einer Workflow Engine sind nur durch die Verwendung zusätzlicher Extensions möglich. Der Import von Daten beschränkt sich auf Typo3-spezifische Daten. Auch die Integration von Social Software-Funktionen wie Kommentierungsfunktionen oder Diskussionsforen wird nur durch die zusätzliche Verwendung von Erweiterungen ermöglicht. Das breite Angebot an Extensions vergrößert allerdings auch den möglichen Leistungsumfang des Open Source CMS (TYPO3 2014a). Zwar ist es durch die Nutzung von Extensions möglich, die geforderten Anforderungen zu erfüllen, allerdings können diese Erweiterungen aus dritter Hand Fehler und Sicherheitsrisiken enthalten. Trotz zentral durchgeführter Sicherheitsprüfungen der Extensions kann nicht von einem sicheren und fehlerfreien Betrieb der Erweiterungen ausgegangen werden (MEYER & HELMICH 2011, 263). Hier ist hinzuzufügen, dass das Rechenzentrum dem Fachbereich Wirtschaftspädagogik nur eine einzige Benutzerkennung zu Verfügung stellt. Somit wäre der essenzielle Mehrbenutzerbetrieb innerhalb des Fachbereiches unmöglich. Es wäre noch zu prüfen, ob die Integration mehrerer Benutzerkonten möglich ist oder ob eine Eigenanschaffung nötig ist. Insgesamt wird die Funktionalität von Typo3 CMS mit dem Nutzenwert zwei bewertet.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor in der heutigen Wissensgesellschaft ein und erläutert die Herausforderungen bei der Bewahrung personengebundenen Wissens.
2. Wissen: Daten, Informationen und deren Stellenwert für Organisationen: Hier werden theoretische Grundlagen des Wissensbegriffs sowie Modelle zur Wissensentstehung (wie die Wissenstreppe) und die organisationale Wissensbasis erörtert.
3. Wissensmanagement: Vom personengebundenen Wissen zur kollaborativen Wissensgemeinschaft: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklungsgeschichte des Wissensmanagements, zentrale Modelle (SECI, Bausteine) und die Rolle der Informationstechnik.
4. Wissensmanagement an Hochschulen: Es werden spezifische Einsatzmöglichkeiten des Wissensmanagements in den Bereichen Forschung, Lehre und Verwaltung an Hochschulen analysiert.
5. Werkzeuge zur Umsetzung von Wissensmanagementlösungen und deren Potentiale im Hochschuleinsatz: Vorstellung verschiedener Softwarekategorien (Groupware, Social Software, ECMS etc.) und deren Eignung für wissensbasierte Aufgaben.
6. Umsetzung einer Wissensmanagementlösung im Fachbereich Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg: Detaillierte Darstellung der Anforderungsanalyse, Werkzeugauswahl (Nutzwertanalyse) und der prototypischen Realisierung mittels einer Wiki-Lösung.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Projektergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung zukünftiger Wissensmanagement-Bemühungen an der Universität.
Wissensmanagement, Wissensgesellschaft, IT-gestützte Systeme, Hochschuleinsatz, Wissensbasis, Wissensspirale, Wissenslebenszyklus, Kollaboration, Enterprise Content Management, Social Software, Wiki, Nutzwertanalyse, Wissenserwerb, Wissenstransfer, Personelle Wissensträger.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung eines IT-gestützten Wissensmanagementsystems im Fachbereich Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg, um den Verlust von Wissen durch Fluktuation zu mindern.
Die zentralen Themenfelder umfassen theoretische Wissensmodelle, IT-gestützte Werkzeuge zur Wissensverwaltung sowie deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten in Forschung, Lehre und Verwaltung von Hochschulen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung und prototypische Einführung einer geeigneten Wissensmanagement-Lösung, die den Fachbereich bei der Wissensentwicklung, -verteilung und -bewahrung unterstützt.
Die Arbeit basiert auf einer eingehenden Literaturanalyse, der Erstellung eines Anforderungsprofils und einer Nutzwertanalyse zur Auswahl des passenden Software-Werkzeugs.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die Kategorisierung von IT-Werkzeugen sowie die konkrete Realisierung der Lösung mittels eines Wikis im Fachbereich.
Schlüsselwörter sind unter anderem Wissensmanagement, Wissensbasis, Hochschuleinsatz, IT-Werkzeuge, Wissensspirale und kollaborative Wissensgemeinschaft.
Auf Basis einer Nutzwertanalyse wurden die Alternativen Typo3, Moodle-Wiki und Alfresco verglichen. Das Moodle-Wiki erhielt den höchsten Nutzwert und wurde daher umgesetzt.
Das Wiki bietet den höchsten Nutzwert insbesondere hinsichtlich der niedrigen Kosten, der einfachen Integration in die bestehende Moodle-Umgebung und der guten Unterstützung für kollaborative Wissensarbeit.
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