Bachelorarbeit, 2013
60 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Virtualisierung in der Informations- und Telekommunikationstechnologie
2.1 Virtualisierungsbegriff
2.2 Integration virtueller Maschinen
2.3 Hypervisoren
2.4 Historische Entwicklung
3. Virtualisierungstechnologien
3.1 Servervirtualisierung
3.1.1 Funktionsweise
3.1.2 Lösungen an Einzelplätzen
3.1.3 Lösungen zum komplexen Betrieb in Rechenzentren
3.2 Desktopvirtualisierung
3.2.1 Funktionsweise
3.2.2 Lösungen
3.3 Anwendungsvirtualisierung
3.3.1 Funktionsweise
3.3.2 Lösungen
3.4 Presentationvirtualisierung
3.5 Speichervirtualisierung
3.6 Netzwerkvirtualisierung
4. Möglichkeiten durch Client- und Servervirtualisierung
4.1 Kostenersparnis
4.2 Flexibilität
4.3 Mobilität und Datenbereitstellung
4.4 Safety und Security
4.5 Umweltaspekte
5. Einschränkungen durch Client- und Servervirtualisierung
5.1 Safety und Security
5.2 Hard- und Softwareunterstützung
5.3 Performance
5.4 Migrationsaufwand und Administration
6. Mehrwert in Bildungseinrichtungen
6.1 One-to-one Computing
6.2 Mobile Computing
7. Realisierbarkeit virtueller Desktopinfrastrukturen im Didaktischen Forschungs- und Transferzentrums der Universität Bamberg
7.1 Ausgangssituation
7.2 Virtualisierungskonzept
7.3 Wahl der Virtualisierungslösungen
7.4 Kostenermittlung
7.5 Bewertung
8. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Client- und Servervirtualisierung in Bildungseinrichtungen, um IT-Kosten zu senken und den Administrationsaufwand bei zunehmend komplexen Systemumgebungen zu verringern. Anhand einer Literaturanalyse und einer Wirtschaftlichkeitsprüfung für ein konkretes Praxisbeispiel wird evaluiert, unter welchen Bedingungen der Einsatz virtueller IT-Infrastrukturen sinnvoll ist.
2.1 Virtualisierungsbegriff
Virtualisierung findet im IT-Sektor eine Vielzahl von praktischen Lösungen und Varianten, sodass der Begriff zunächst sehr allgemein gefasst werden muss (FISCHER 2009, 83). Um diesen Terminus so treffend wie möglich und so abstrakt wie nötig zu analysieren, möchte ich auf die folgenden Definitionen zurückgreifen:
HÖLZLWIMMER (2010) definiert diesen Begriff sehr allgemein: „Die Informatik versteht unter diesem Begriff, dass mit Hilfe von Hard- und Software physisch nicht existente Systeme erzeugt werden.“ (HÖLZLWIMMER 2010, 223).
METZGER, REITZ & VILLAR (2011) beziehen sich in ihren Begriffserklärung hauptsächlich auf die Grundlagen von „as-a-service“-Paradigmen: „Mit Virtualisierung werden die Mittel bezeichnet, die es erlauben – vor allem in der Serverwelt – Ressourcen von Computern zusammen zu fassen bzw. aufzuteilen und Nutzern als Service zur Verfügung zu stellen.“ (METZGER, REITZ & VILLAR 2011, 15).
Im Gegensatz dazu fokussieren sich KOFLER & SPENNEBERG (2012) in ihrer Definition auf die Bereitstellung von Betriebssystemen: „Virtualisierung bedeutet, dass auf einem physikalischen Rechner mehrere Betriebssystem parallel installiert und ausgeführt werden. Die Betriebssysteme laufen in sogenannten »virtuellen Maschinen«.“ (KOFLER & SPENNEBERG 2012, 11).
Durch die Kombination dieser Begriffserklärungen lässt sich folgern, dass Ressourcen in Form von Hard- und/oder Software zunächst von ihrem physischen System entkoppelt werden und in einer neugeschaffenen Umgebung mit anderen Ressourcen parallel betrieben werden. Diese neue Form der Bereitstellung geschieht durch die Integration virtueller Maschinen auf einem gemeinsamen Host/Server.
1. Problemstellung: Beschreibt die Herausforderungen für die IT-Administration an Bildungseinrichtungen aufgrund steigender Systemkomplexität und knapper Budgets.
2. Virtualisierung in der Informations- und Telekommunikationstechnologie: Klärt grundlegende Definitionen, die Funktionsweise virtueller Maschinen und Hypervisoren sowie die historische Entwicklung dieser Technologie.
3. Virtualisierungstechnologien: Bietet einen detaillierten Überblick über verschiedene Ansätze wie Server-, Desktop-, Anwendungs-, Speicher- und Netzwerkvirtualisierung.
4. Möglichkeiten durch Client- und Servervirtualisierung: Analysiert Vorteile hinsichtlich Kostenersparnis, Flexibilität, Mobilität, Sicherheit und Umweltaspekten.
5. Einschränkungen durch Client- und Servervirtualisierung: Diskutiert potenzielle Risiken wie Sicherheitsbedenken, Hard- und Softwarekompatibilität sowie Leistungsbeeinträchtigungen.
6. Mehrwert in Bildungseinrichtungen: Beleuchtet spezifische Vorteile für Bildungseinrichtungen, insbesondere im Hinblick auf One-to-one Computing und ortsunabhängiges mobiles Lernen.
7. Realisierbarkeit virtueller Desktopinfrastrukturen im Didaktischen Forschungs- und Transferzentrums der Universität Bamberg: Untersucht die praktische Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit eines Virtualisierungsprojektes an einer konkreten Bildungseinrichtung.
8. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Anwendbarkeit virtualisierter IT-Systeme in Bildungseinrichtungen.
Virtualisierung, Bildungseinrichtungen, Servervirtualisierung, Desktopvirtualisierung, IT-Management, Cloud Computing, Kostenersparnis, TCO, Didaktisches Forschungs- und Transferzentrum, IT-Infrastruktur, Hypervisor, VDI, One-to-one Computing, Sicherheit, Administrationsaufwand
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Rentabilität von Client- und Servervirtualisierung als Strategie zur IT-Optimierung an Schulen und Hochschulen.
Die zentralen Themen umfassen die verschiedenen Virtualisierungstechnologien, deren ökonomische und technische Potenziale sowie die spezifischen Chancen und Risiken für den Bildungssektor.
Das Ziel ist zu erforschen, ob Virtualisierung dazu beitragen kann, die IT-Betriebskosten und den Administrationsaufwand in Bildungseinrichtungen effektiv zu senken.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie auf eine praktische Kostenanalyse (Nutzwertanalyse und TCO-Rechnung) am Beispiel einer konkreten universitären Einrichtung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technologische Bestandsaufnahme, eine Analyse von Nutzenpotenzialen und Risiken sowie eine detaillierte Fallstudie zur Realisierbarkeit virtueller Desktops.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Virtualisierung, Bildungseinrichtungen, TCO, IT-Infrastruktur, VDI und Kostenmanagement definiert.
Auf Basis einer Nutzwertanalyse wurde "Citrix VDI-In-A-Box" als favorisierte Lösung für die Desktopvirtualisierung im Didaktischen Forschungs- und Transferzentrum ausgewählt.
Obwohl die Virtualisierung betriebliche Vorteile bietet, ist das Projekt aufgrund der relativ hohen einmaligen Migrationskosten im Verhältnis zur niedrigen Client-Anzahl und der daraus resultierenden langen Amortisationszeit als unrentabel einzuschätzen.
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