Masterarbeit, 2007
130 Seiten, Note: Sehr gut
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Problemstellung
2. „Strategie“ und „Strategem“: die Begriffe im Allgemeingebrauch und in der Wirtschaftswissenschaft
2.1 Vorbemerkung
2.2 Sunzi
2.3 Europäisches Altertum
2.4 Machiavelli
2.5 Musashi
2.6 Clausewitz
2.7 Erweiterung des Strategiebegriffs
3. Unterscheidung zwischen „Strategie“ und „Strategem“
4. Konkretisierungen zu „Strategie“ und „Strategem“
5. „Strategie“ in theoretischen Modellen und Ansätzen der Konzeption in der Kommunikation
5.1 Public Relations
5.2 Werbung
5.3 Corporate Identity
5.4 Integrierte Kommunikation
6. „Strategie“ in Konzepten der Kommunikationspraxis
6.1 Public Relations
6.2 Werbung
7. Das Paradigma der Kommunikationskonzepte
8. Kernelemente der „Strategie“
9. Typen von „Strategien“
Diese Arbeit untersucht das Verständnis und die Verwendung des Begriffs „Strategie“ innerhalb der Theorie und Praxis der Kommunikationskonzeption, um auf Basis einer deskriptiven Analyse konstitutive Merkmale herauszufiltern und von der bloßen Konzeption abzugrenzen.
2.2 Sunzi
Das älteste bekannte Zeugnis, das sich mit strategischen Überlegungen beschäftigt, wurde um ca. 500 vor Christus von dem chinesischen Philosophen Sunzi, nach einer anderen Transkription: Sun-Tsu, verfasst, der wegen dieser Schrift von Helu, dem König von Wu, zum General ernannt wurde. Das Werk trägt den Titel „Die Kunst des Krieges“.11 Die Kapitelbezeichnungen haben sehr eingängige Überschriften: Planung, Über die Kriegführung, Schwert in der Scheide, Taktik, Energie, Schwache und starke Punkte, Manöver, Taktische Varianten, Die Armee auf dem Marsch, Terrain, Die neun Situationen, Angriff durch Feuer, Der Einsatz von Spionen. Im Kapitel „Planung“ wird die Basis gelegt: „Die Kunst des Krieges wird von fünf konstanten Faktoren bestimmt, die alle berücksichtigt werden müssen. Es sind dies: das Gesetz der Moral; Himmel; Erde; der Befehlshaber; Methode und Disziplin.“12 Sunzi schreibt, dass siegreich sein werde, wer diese Faktoren kenne. Wichtig sei es auch, die stärkere Armee zu haben, besser (als der Feind) ausgebildete Offiziere und Mannschaften und das Wissen, dass Verdienste belohnt und Missetaten geahndet werden. Pläne seien flexibel handzuhaben, besonders müsse man sich hilfreicher Umstände bedienen.
1. Problemstellung: Einleitung in die Problematik des inflationären und uneinheitlichen Gebrauchs des Strategiebegriffs im Management und in der Kommunikationspraxis.
2. „Strategie“ und „Strategem“: die Begriffe im Allgemeingebrauch und in der Wirtschaftswissenschaft: Untersuchung der historischen Ursprünge militärischer Strategielehren und deren Übertragung in die moderne Betriebswirtschaftslehre.
3. Unterscheidung zwischen „Strategie“ und „Strategem“: Analyse der semantischen Abgrenzung beider Begriffe und deren jeweilige Verwendung in historischen Kontexten sowie der modernen Rezeption.
4. Konkretisierungen zu „Strategie“ und „Strategem“: Darstellung von in der Literatur genannten Grundsätzen und einem „Strategie-Baukasten“ zur praktischen Anwendbarkeit.
5. „Strategie“ in theoretischen Modellen und Ansätzen der Konzeption in der Kommunikation: Untersuchung verschiedener Fachmodelle in Public Relations, Werbung, Corporate Identity und Integrierter Kommunikation.
6. „Strategie“ in Konzepten der Kommunikationspraxis: Fallbeispielbasierte Analyse, wie Strategien in realen Kommunikationsprojekten und Kampagnen umgesetzt werden.
7. Das Paradigma der Kommunikationskonzepte: Synthese der Ergebnisse und Erkenntnisse zur verfestigten Paradigmenbildung in den untersuchten Kommunikationsdisziplinen.
8. Kernelemente der „Strategie“: Zusammenfassende Auflistung der deskriptiv abgeleiteten Merkmale, die das Wesen einer Strategie konstituieren.
9. Typen von „Strategien“: Vorstellung eines Rasters und einer Matrix zur Klassifikation von Strategietypen basierend auf den identifizierten Merkmalen.
Strategie, Strategem, Kommunikationskonzeption, Public Relations, Werbung, Corporate Identity, Integrierte Kommunikation, Strategieentwicklung, Management, Kriegsführung, Positionierung, Planung, Konzeptionspraxis, Strategiematrix, Strategiebewertung.
Die Arbeit untersucht das Wesen und die Verwendung des Begriffs „Strategie“ in den verschiedenen Modellen und Ansätzen der Konzeption der Unternehmens- und Marketingkommunikation.
Die zentralen Felder sind die historische Herleitung des Strategiebegriffs, die theoretische Fundierung in der Kommunikationswissenschaft sowie deren Anwendung in der Praxis (PR, Werbung, CI).
Das Ziel ist die Klärung der Begriffe „Strategie“ und „Strategem“ sowie die deskriptive Analyse von Merkmalen, die für eine Strategie konstitutiv sind, um Orientierung in der Konzeptionspraxis zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse der Literatur, der Auswertung theoretischer Modelle sowie der Untersuchung von Praxisbeispielen aus der Kommunikationswirtschaft.
Im Hauptteil werden sowohl klassische militärtheoretische Grundlagen als auch moderne Kommunikationsmodelle (wie das Integrierte Kommunikationsmanagement) analysiert und mit Fallbeispielen aus der PR- und Werbepraxis verknüpft.
Wesentliche Begriffe sind Strategie, Konzeption, Public Relations, Werbung, Integrierte Kommunikation, Positionierung, Strategem und Strategieentwicklung.
Die chinesischen Strategeme dienen als Basisprinzipien für Lösungswege in der Kommunikationspraxis und werden als kognitive Instrumente zur Überwindung von Denkmustern in die Strategiearbeit integriert.
Die Strategie wird als übergeordnete Rahmenanweisung für viele Aktionen verstanden, während die Taktik die instrumentelle Ausführung einzelner operativer Schritte darstellt.
Die Matrix ermöglicht es, Strategien basierend auf 23 identifizierten Merkmalen zu formulieren, zu typisieren und hinsichtlich ihrer theoretischen und praktischen Relevanz zu überprüfen.
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