Bachelorarbeit, 2013
33 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Sensory Processing Sensitivity
2.1 Darstellung des Phänomens
2.2 Highly Sensitive Person Scale
2.3 Korrelate von Sensory Processing Sensitivity
3 Lebenszufriedenheit
3.1 Theorien der Lebenszufriedenheit
3.2 Korrelate der Lebenszufriedenheit
4 Korrelate von Sensory Processing Sensitivity und Lebenszufriedenheit
5 Fragestellung, Hypothesen und Ziele
6 Methodik
6.1 ProbandInnen
6.2 Procedere
6.2.1 Messinstrumente
6.3 Datenverarbeitung
7 Ergebnisse
8 Diskussion und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen dem Persönlichkeitsmerkmal Sensory Processing Sensitivity (Hochsensitivität) und der allgemeinen sowie bereichsspezifischen Lebenszufriedenheit bei jungen Erwachsenen.
2.1 Darstellung des Phänomens
Elaine Aron, amerikanische Psychotherapeutin und Universitätsprofessorin, beschreibt das Konzept der Hochsensitivität erstmals in den 1990er Jahren. Sie verwendet den Begriff Sensory Processing Sensitivity (im Folgenden SPS), übersetzbar mit ,Sensitivität für sensorische Verarbeitungsprozesse‘ (Trappmann-Korr, 2010). Darunter versteht man ein genetisch bedingtes Persönlichkeitsmerkmal, das durch die erhöhte Empfindlichkeit sowohl auf externe wie auch auf interne Reize, darunter emotionale und soziale Reize, gekennzeichnet ist. Subtile Reize werden von hochsensitiven Personen (HSP) leichter wahrgenommen als von nicht hochsensitiven Individuen, dagegen können intensive Reize schnell zu Überforderung und Rückzugsbedürfnis bei Betroffenen führen (Jagiellowicz et al., 2010). Dabei wird nicht von einem funktionalen Unterschied der Sinnesorgane ausgegangen, sondern von einem qualitativen Unterschied in der sensorischen Verarbeitung im Gehirn (Aron & Aron, 1997).
Aron et al. (2012) stellten vor allem vier Aspekte von SPS in den Vordergrund: (1) Verhaltenshemmung, vor allem in neuartigen Situationen oder bei widersprüchlichen Informationen, (2) Reizsensitivität und somit ein größeres Bewusstsein sensorischer Reize, (3) Tiefe der (kognitiven) Verarbeitung dieser Reize und (4) starke emotionale/physiologische Reaktivität auf die Umgebung.
1 Einleitung: Hinführung zur Thematik der Hochsensitivität und deren Relevanz in der aktuellen Forschung sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Sensory Processing Sensitivity: Theoretische Fundierung des Konstrukts, Vorstellung des Messinstruments (HSPS) und Überblick über bestehende Korrelate wie Stress und neuronale Reaktivität.
3 Lebenszufriedenheit: Erläuterung der psychologischen Theorien zur Lebenszufriedenheit und der relevanten Einflussfaktoren auf das subjektive Wohlbefinden.
4 Korrelate von Sensory Processing Sensitivity und Lebenszufriedenheit: Synthese der Forschungsstände zu SPS und Lebenszufriedenheit zur Ableitung theoretischer Gemeinsamkeiten.
5 Fragestellung, Hypothesen und Ziele: Formulierung der spezifischen Forschungsfrage sowie der aufgestellten Hypothesen für die empirische Untersuchung.
6 Methodik: Beschreibung der Stichprobe, des Erhebungsverfahrens (Online-Fragebogen) und der eingesetzten statistischen Analysemethoden.
7 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertungen bezüglich der Verteilungen, Korrelationen und Gruppenunterschiede.
8 Diskussion und Ausblick: Interpretation der Studienergebnisse im Kontext der Forschungsliteratur sowie Ableitung von Limitationen und Empfehlungen für künftige Studien.
Hochsensitivität, Sensory Processing Sensitivity, hochsensitive Person, Lebenszufriedenheit, Life Satisfaction, Domain Satisfaction, Ease of Excitation, Aesthetic Sensitivity, Low Sensory Threshold, psychische Gesundheit, Persönlichkeitseigenschaft, Online-Studie, Korrelationsanalyse, junge Erwachsene.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und wie die Persönlichkeitseigenschaft Hochsensitivität (Sensory Processing Sensitivity) mit der empfundenen Lebenszufriedenheit zusammenhängt.
Die zentralen Themen sind das Konstrukt der Sensory Processing Sensitivity (SPS), Theorien der Lebenszufriedenheit sowie deren wechselseitige Zusammenhänge unter Berücksichtigung verschiedener Lebensbereiche.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, in welchem Ausmaß Hochsensitivität die allgemeine Lebenszufriedenheit und die Zufriedenheit in spezifischen Lebensbereichen bei jungen Erwachsenen beeinflusst.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, bei der 277 ProbandInnen mittels standardisierter Fragebögen (HSPS und Fragebogen zur Lebenszufriedenheit) untersucht wurden.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Literaturrecherche zu SPS und Lebenszufriedenheit, die Ableitung von Hypothesen, die detaillierte Methodik der Datenerhebung sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Hochsensitivität (SPS), Lebenszufriedenheit, Persönlichkeitspsychologie und Bereichszufriedenheit beschreiben.
Die Studie zeigt, dass alle drei Komponenten (Ease of Excitation, Aesthetic Sensitivity, Low Sensory Threshold) signifikante, wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägte, Zusammenhänge mit der Lebenszufriedenheit aufweisen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Personen, die ihre Kindheit als schwierig wahrgenommen haben, signifikant höhere SPS-Werte aufweisen als Personen ohne diese Erfahrungen.
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