Bachelorarbeit, 2014
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Erläuterung des Problems
1.2 Vorgehensweise
2 Grundlagen des deutschen Strommarktes
2.1 Elektrizitätsversorgung
2.1.1 Stromerzeugung
2.1.2 Stromübertragung
2.1.3 Stromverbrauch
2.2 Fossile Erzeugungsanlagen
2.2.1 Gasturbinenkraftwerke
2.2.2 Dampfturbinenkraftwerke
2.2.3 GuD Kraftwerke
2.3 Marktwirtschaftliche Grundlagen
2.3.1 Börslicher Elektrizitätshandel
2.3.1.1 Terminmarkt OTC
2.3.1.2 Spotmarkt
2.3.2 Regelenergiemarkt
2.3.3 Emissionshandel
2.3.4 Preisbildung nach dem Merit Order Prinzip
2.4 Zunehmende erneuerbare Einspeisung
2.4.1 Erneuerbare Energien
2.4.2 Marktpreisverfall & Merit Order Effekt
3 Kapazitätsmechanismen
3.1 Versorgungssicherheit
3.2 Gründe für die Einführung von Kapazitätsmechanismen
3.2.1 Marktversagen Energy-Only
3.2.2 Unelastische Nachfrage
3.2.3 Missing Money und Unterinvestition
3.2.4 Europäische Marktsituation
3.3 Mengenbasierte Kapazitätsmechanismen
3.3.1 Kapazitätsbörse
3.3.2 Kapazitätsoptionen
3.4 Preisbasierte Kapazitätsmechanismen
3.4.1 Strategische Reserve
3.4.2 Administrative Zahlungen
4 „Fokussierter“ Kapazitätsmarkt
4.1 Abgrenzung umfassender und „fokussierter“ Kapazitätsmarkt
4.2 Selektive Kapazitätsmechanismen
4.2.1 Produktübersicht
4.2.2 Präqualifikationsbedingungen
4.2.3 Auktionen
4.2.4 Aufwand der Umsetzung und Risiken
4.3 Auswirkungen für gasbefeuerte Turbinenkraftwerke
4.3.1 Kraftwerkskonsequenzen aus FK
4.3.2 Kostenbewertung
5 Evaluation und Ausblick
6 Literaturverzeichnis
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Ausgestaltung eines „fokussierten“ Kapazitätsmarktes für Deutschland vor dem Hintergrund zunehmender volatiler Einspeisung aus erneuerbaren Energien. Ziel ist es zu prüfen, ob dieser Marktmechanismus eine ökonomisch sinnvolle Lösung für die Rentabilitätsprobleme gasbefeuerter Turbinenkraftwerke bietet und die Versorgungssicherheit gewährleisten kann.
3.2.1 Marktversagen Energy-Only
Wie bereits beschrieben, kann es in künftigen Situationen zu Versorgungsengpässen kommen, dessen Gründe es herauszufinden gilt. Im bisherigen Marktmodell wird in Deutschland ein sogenannter Energy-Only Markt betrieben, d.h. es wird an der EEX nur der Preis für die tatsächlich physisch gelieferte Menge an Strom bezahlt und nicht für eine zur Verfügung gestellte Kraftwerksleistung. In diesem System stellen sich mehrere Schwachstellen heraus. Abgesehen von der bereits in 2.4.2. erläuterten Verschiebung der Lastbänder und geringeren Auslastung der konventionellen Kraftwerke durch die vorrangige und erhöhte Einspeisung erneuerbarer Energien durch das EEG, bestehen außerdem höhere Flexibilitätsanforderungen durch zunehmendes Fahren von Teillast konventioneller Kraftwerke zum Bereitstellen der Residuallast. Beides in Summe bewirkt in Verbindung mit folglich reduzierten Marktpreisen für Strom eine geringere Wirtschaftlichkeit des fossilen Kraftwerkparks beim bestehenden Marktmodell. Dieses Modell bietet somit unter aktuellen Marktbedingungen keine ausreichende Sicherheit an Versorgung und kann zum Marktversagen führen.
1 Einleitung: Problemstellung durch Energiewende und fallende Strompreise sowie die Vorstellung der Vorgehensweise.
2 Grundlagen des deutschen Strommarktes: Detaillierte Betrachtung der Stromversorgung, fossiler Erzeugungsanlagen, Handelsmärkte (Börse, Regelenergie) und der Auswirkungen erneuerbarer Energien.
3 Kapazitätsmechanismen: Erörterung der Versorgungssicherheit, des Marktversagens im Energy-Only Modell und der verschiedenen mengen- sowie preisbasierten Ansätze.
4 „Fokussierter“ Kapazitätsmarkt: Spezifische Analyse des fokussierten Ansatzes, seiner Produkte, Präqualifikationen und der ökonomischen Auswirkungen auf gasbefeuerte Turbinenkraftwerke.
5 Evaluation und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Tauglichkeit des Modells zur Sicherung der Versorgung und zur Förderung von Investitionen.
6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Kapazitätsmarkt, Strommarkt, Energiewende, Versorgungssicherheit, Energy-Only Markt, Merit Order Effekt, gasbefeuerte Turbinenkraftwerke, GuD Kraftwerke, Regelleistung, Missing Money, Präqualifikation, Erneuerbare Energien, Investitionsanreize, Strompreise, Flexibilität.
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Herausforderungen des deutschen Strommarktes infolge der Energiewende und bewertet, ob ein „fokussierter“ Kapazitätsmarkt ein geeignetes Instrument zur Sicherung der Stromversorgung ist.
Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Strommarktmodell, der Funktionsweise von Kapazitätsmechanismen und den spezifischen Auswirkungen auf gasbefeuerte Turbinenkraftwerke.
Das Ziel ist die ökonomische Analyse des fokussierten Kapazitätsmarktes hinsichtlich seiner Fähigkeit, Investitionsanreize zu schaffen und die Rentabilität von Anlagen zur flexiblen Lastdeckung zu verbessern.
Es handelt sich um eine ökonomische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Strommarktdaten, technischer Spezifikationen von Kraftwerken sowie dem Vergleich internationaler Kapazitätsmarktkonzepte basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Grundlagen des Strommarktes, die theoretische Herleitung von Kapazitätsmechanismen (Mengen- vs. Preisansätze) und die spezifische Ausgestaltung des fokussierten Kapazitätsmarktes samt Kostenbetrachtung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kapazitätsmarkt, Versorgungssicherheit, Merit Order Effekt, Energy-Only Markt und gasbefeuerte Turbinenkraftwerke.
Sie dienen als flexible Backup-Kapazität bei volatiler Einspeisung durch Wind- und Solarenergie, stehen jedoch unter dem aktuellen Preisdruck des Marktes vor erheblichen Rentabilitätsproblemen.
Es beschreibt das Phänomen, dass unter dem Energy-Only Markt aufgrund von Preisobergrenzen und geringer Preisspitzen die Anreize für Kraftwerksbetreiber fehlen, um Fixkosten zu decken und in neue Anlagen zu investieren.
Sie stellen sicher, dass nur solche Kraftwerke am Kapazitätsmarkt teilnehmen, die technische Anforderungen wie schnelle Kaltstartfähigkeit oder Flexibilität erfüllen, um die Versorgungssicherheit tatsächlich zu erhöhen.
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