Bachelorarbeit, 2014
76 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Thesendefinition
2 Grundsätzlicher Gegenstandsbereich der Niedrigzinspolitik
2.1 Einleitung in die Theorie der Geldpolitik
2.2 Theoretische Grundlage zum Instrument Leitzinssatz
2.3 Ursachen und resultierende Ziele einer Niedrigzinspolitik
2.4 Gewinner und Verlierer einer Niedrigzinspolitik
2.5 Risiken einer langfristigen Niedrigzinspolitik
3 Die Niedrigzinspolitik im europäischen Wirtschaftsraum nach dem Jahr 2008
3.1 Auslösende Ereignisse für die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank
3.2 Kritische Analyse von speziellen Zielen und Ergebnissen der durch die Europäische Zentralbank implementierten Niedrigzins-politik
3.3 Besondere Auswirkungen für den Bankensektor in Europa im Vergleich zu dem der USA
4 Die speziellen Auswirkungen der Niedrigzinspolitik für die Kreditinstitute des deutschen Bankensektors
4.1 Aktueller Gegenstandsbereich und Entwicklung des deutschen Bankensektors
4.2 Gegenüberstellung der Geschäftsmodelle des privaten und des öffentlich-rechtlichen Bankensektors
4.3 Folgen der Niedrigzinspolitik für das Geschäftsmodell des öffentlich-rechtlichen Bankensektors
5 Thesenevaluierung und Modifikationsvorschläge
5.1 Status Quo im öffentlich-rechtlichen Bankensektor und Evaluierung der Kernthese
5.2 Geschäftsmodellmodifizierung als Vorschlag zur Begegnung der analysierten Schwächen
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer anhaltenden Niedrigzinsphase auf die Ertragssituation und das Geschäftsmodell öffentlich-rechtlicher Universalbanken in Deutschland, insbesondere von Sparkassen und Landesbanken, und evaluiert deren Wettbewerbsfähigkeit.
2.4 Gewinner und Verlierer einer Niedrigzinspolitik
Eine pauschale und allumfassende Antwort auf die Frage hinsichtlich direkter Profiteure oder benachteiligter Personen existiert nicht. Dessen ungeachtet werden Mehrheiten bestimmter Gruppierungen, wie der Staat, volkswirtschaftlich essentielle Großunternehmen und Geldhäuser, grundsätzlich und insbesondere einem theoretischen Gedankengang folgend, positiv und andere wiederum negativ von niedrigen Leitzinsen tangiert. Unter den negativ tangierten Gruppierungen können sowohl private Sparer wie auch institutionelle Kapitalanlagegesellschaften subsumiert werden. Eine detaillierte, oben erwähnte theoretische Betrachtung der sequentiellen Parteien erfolgt in diesem Kapitel.
Wie oben thematisiert, profitiert der Fiskus unter Vorliegen gewisser volkswirtschaftlicher Kriterien äußerst positiv von einem sinkenden Zinsniveau. Einer ökonomischen Regel folgend, ist die Neuverschuldung eines Staates solange akzeptabel sofern dieser eine gleichwertige Vermögensposition gegen-über steht. Als logische Schlussfolgerung ist das Erreichen dieser Vorgabe umso trivialer, je geringer die Refinanzierungskosten sind.19
In analoger Weise profitieren hochverschuldete Unternehmen, insbesondere jene mit einem herausragenden Ausmaß an Relevanz für die Gesamtwirtschaft. Entschuldungspläne geraten in den Hintergrund und die Profitabilität einer Neuinvestition mit Fremdkapital nimmt hochgradig zu.20 Unterstützung findet dieser Effekt durch die Notwendigkeit von Großanlegern und Finanzinstituten lukrative Investitionen mit vorhanden liquiden Mitteln tätigen zu müssen.21 Simultan hierzu befinden sich die Kreditinstitute durch ihren direkten kostengünstigen Zugang zu neuer Liquidität bei der Zentralbank und den entgegengesetzten, höheren Zinssatz bei der Kreditvergabe in einer vorteilhaften Position.22
1 Einleitung und Thesendefinition: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz der Niedrigzinsphase für deutsche Sparkassen und Landesbanken sowie Definition der zentralen Kernthese.
2 Grundsätzlicher Gegenstandsbereich der Niedrigzinspolitik: Erläuterung der geldpolitischen Grundlagen, der Funktion des Leitzinses sowie der Zielsetzungen und Risiken einer Niedrigzinspolitik.
3 Die Niedrigzinspolitik im europäischen Wirtschaftsraum nach dem Jahr 2008: Analyse der Maßnahmen der EZB nach der Finanzkrise und Kontrastierung der europäischen mit der US-amerikanischen Situation.
4 Die speziellen Auswirkungen der Niedrigzinspolitik für die Kreditinstitute des deutschen Bankensektors: Untersuchung der Folgen für den deutschen Markt unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Sektor.
5 Thesenevaluierung und Modifikationsvorschläge: Kritische Überprüfung der Ausgangsthese anhand der Datenlage sowie Ableitung von Empfehlungen zur Anpassung der Geschäftsmodelle.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der geldpolitischen Auswirkungen und Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Bankenmodells.
Niedrigzinspolitik, Europäische Zentralbank, Sparkassen, Landesbanken, Geschäftsmodell, Leitzinssatz, Finanzkrise, Zinsmarge, Bankenmarkt, Eigenkapitalvorschriften, Basel III, Refinanzierung, Kreditvergabe, Geldpolitik, Wettbewerb
Die Arbeit analysiert, wie sich die langanhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf die Ertragslage und das Geschäftsmodell von deutschen Sparkassen und Landesbanken auswirkt.
Die Schwerpunkte liegen auf der geldpolitischen Theorie, den Ursachen und Folgen der Niedrigzinsphase im europäischen Raum sowie einem Strukturvergleich zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Banken in Deutschland.
Es wird untersucht, ob das klassische Geschäftsmodell der öffentlich-rechtlichen Universalbanken in Zeiten nachhaltiger Niedrigzinsen noch tragfähig ist und welche Anpassungen für die zukünftige Konkurrenzfähigkeit notwendig sind.
Die Arbeit nutzt eine thesenbasierte Analyse, kombiniert mit einer Auswertung aggregierter Marktdaten und einem direkten Vergleich von Bankenkennzahlen zwischen verschiedenen Sektoren und Regionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der EZB-Geldpolitik nach 2008, einen Vergleich der Geschäftsmodelle (privat vs. öffentlich-rechtlich) und die Untersuchung spezifischer Auswirkungen wie Margendruck und Zinsänderungsrisiken.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Niedrigzinspolitik, Zinsmarge, Drei-Säulen-System, Fristentransformation und Geschäftsmodell-Modifizierung zusammenfassen.
Landesbanken fungieren für Sparkassen als notwendige Partner für den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten und unterstützen bei komplexen Großfinanzierungen.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass das Geschäftsmodell der Sparkassen trotz der Niedrigzinsphase tragfähig bleibt, jedoch eine stärkere Priorisierung von Provisionsüberschüssen und eine Modernisierung des Produktportfolios ratsam ist.
Durch den hohen Anteil festverzinslicher Papiere führt das niedrige Zinsniveau zu Risiken bei einer eventuellen Zinswende, was hohe Anforderungen an das Risikomanagement und die Anlagestrategie stellt.
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