Masterarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Themeneingrenzung, Vorgehensweise und Fragestellung
1.2. Der Konflikt zwischen Buchdruck und Elektrizität in der Medientheorie Marshall McLuhans
1.3. Begriffsklärung: Buchkultur
2. Bücher und digitaler Text, Schreiben und Lesen
2.1. Text und seine Zustände
2.1.1. Das Papierbuch
2.1.2. Digitaler Text, Textnetzwerke und Hypertext
2.1.3. E-Books und ihr Bezug auf das Buch
2.2. Schreiben unter den Vorzeichen digitaler Technologie
2.3. Lesen
2.3.1. Lesen in unterschiedlichen Darstellungsmedien
2.3.2. Konzepte des Lesens
3. Die Debatte um Buch und Lesen angesichts digitalen Texts
3.1. Die Bedeutung des Lesens
3.2. Die Propheten des Hypertexts
3.3. Die Apologeten des Buches
3.3.1. Rückblick: Die Einführung des Buchdrucks
3.3.2. Buchkultur angesichts des digitalen Wandels
3.4. Die marktwirtschaftliche Buchkultur
3.4.1. Verlage und ihre sich wandelnde Rolle
3.4.2. Digitale Ökonomie: Der Online-Handel mit Büchern und digitalem Text
4. Fazit
4.1. Deutungshoheit des Digitalen?
4.2. Die kulturelle Integration digitalen Texts
Die Arbeit untersucht das konflikthafte Spannungsfeld zwischen der traditionellen Buchkultur und dem digitalen Wandel. Im Fokus steht die Frage, wie digitale Technologien das Schreiben und insbesondere das Lesen als zentrale Kulturtechnik verändern und welche Auswirkungen dies auf gesellschaftliche Institutionen, das Verständnis von Autorschaft sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen der Buchbranche hat.
Das Buch als Objekt
Das Buch zeichnet sich – insbesondere in Abgrenzung zum digitalen Text – zuvor derst durch das materielle Vorhandensein aus. So besitzt es eine spezifische Haptik, die digitaler Text nicht besitzt. Die haptische Wahrnehmung aber bietet spezifische Orientierungsfunktionen im Text: Das Fahren des Fingers über die Zeile, das Markieren einer Stelle durch das Stecken eines Fingers zwischen die Seiten, intuitive Informationen darüber, wie viel eines Buches schon gelesen wurde und wie viel noch verbleibt (über die Dicke des Buchblockteils links bzw. rechts), ggf. Aufschluss darüber, ob es sich um eine Textseite (aus rauem Papier) oder eine eingebundene Bildtafel (aus glattem, beschichteten Papier) handelt und dergleichen mehr. Die Haptik eines digitalen Textes hingegen – sofern man überhaupt davon sprechen kann – ist die Haptik seines Ausgabemediums.
Die spezifische Gestik, mit der ein Buch bedient wird, muss erlernt werden. Sie unterscheidet sich von den Gesten, mit denen digitaler Text (über verschiedene Darstellungsmedien) gelesen wird. Darüber hinaus fördern bzw. fordern Bücher bestimmte Körperhaltungen beim Lesen (zum Beispiel im Gegensatz zur antiken Schriftrolle, aber auch zum Desktop-PC, Laptop oder Tablet-PC).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Konfliktverhältnisses zwischen Buchkultur und dem Einfluss digitaler Medientechnologien ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Bücher und digitaler Text, Schreiben und Lesen: Dieses Kapitel untersucht die medienästhetischen Unterschiede zwischen dem klassischen Papierbuch und digitalen Textformen sowie deren Auswirkungen auf die menschlichen Kulturtechniken des Lesens und Schreibens.
3. Die Debatte um Buch und Lesen angesichts digitalen Texts: Das Kapitel beleuchtet verschiedene Positionen in der Debatte um den Wandel der Buchkultur und analysiert dabei sowohl theoretische als auch wirtschaftliche Aspekte, insbesondere die Rolle der Verlage und des Online-Handels.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur kulturellen Integration digitalen Texts zusammen und diskutiert die Bedeutung der Bewahrung der Buchkultur in einer sich wandelnden Medienlandschaft.
Buchkultur, Digitaler Text, Medientheorie, Marshall McLuhan, Lesen, Schreiben, Hypertext, E-Book, Buchhandel, Verlage, Digitaler Wandel, Deep Reading, Aufmerksamkeit, Online-Handel, Medienwandel.
Die Arbeit analysiert das Spannungsverhältnis zwischen der traditionellen Buchkultur und dem Einfluss digitaler Technologien auf Text, Schreiben und Lesen.
Zentral sind die medientheoretische Einordnung, der Vergleich von Buch und digitalem Text, die Veränderungen im Lese- und Schreibprozess sowie die ökonomischen Transformationen der Verlagsbranche.
Die Arbeit untersucht, wie sich das Verhältnis von Buchkultur und digitalem Text darstellt und welche Auswirkungen diese Transformation auf eine Gesellschaft hat, die sich auf das Buch gründet.
Die Arbeit basiert auf einer kulturtheoretischen und hermeneutischen Auseinandersetzung, gestützt durch medientheoretische Analysen (insb. McLuhan, Gieseke) und Ergebnisse der empirischen Leseforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Textzuständen, eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Debatte um Buch und Lesen sowie eine Analyse der wirtschaftlichen Strukturveränderungen durch den Online-Handel.
Die zentralen Begriffe sind Buchkultur, digitaler Text, Hypertext, Medientheorie, Buchhandel und der Wandel der Lesekompetenz (Deep Reading).
Das Buch bietet durch sein physisches Vorhandensein Orientierungsfunktionen (z.B. Blättern, physisches Begreifen der Seitenzahl), während die Haptik beim digitalen Text auf die des jeweiligen Ausgabegeräts beschränkt ist.
Deep Reading beschreibt einen komplexen Prozess, der intellektuelle Durchdringung, Abstraktion und die Fähigkeit zur aktiven Sinnkonstitution umfasst, was laut Autor eng an die Struktur des gedruckten Buches gebunden ist.
Der Autor sieht in ihnen einerseits effiziente Orientierungsmechanismen durch Algorithmen, warnt jedoch vor einer "Unifizierung des Geschmacks" und der wirtschaftlichen Verdrängung der traditionellen, kritischen Instanzen der Buchbranche.
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