Diplomarbeit, 2002
127 Seiten
1 INTRODUCTION
PART ONE
1 WHAT IS CHILDREN’S LITERATURE?
2 THE HISTORY OF CHILDREN’S LITERATURE: FROM ‘INSTRUCTION’ TO ‘DELIGHT‘
3 THE SITUATION OF CHILDREN’S LITERATURE TODAY: ECONOMIC FACTORS AND SOCIAL CHANGES
4 CHILDREN’S LITERATURE AND MODERN MEDIA
5 THE EDUCATIONAL VALUE OF CHILDREN’S BOOKS: WHAT’S THE USE?
6 THE POLITICALLY CORRECT(ED) BOOK
7 WHAT SHOULD CHILDREN READ? WHAT SHOULD THEY NOT READ? QUESTIONS OF CENSORSHIP
8 IDEOLOGY
9 LANGUAGE AND IDEOLOGY: THE STUDY OF STYLE
10 SCHEMA THEORY
11 THE CHILD READER
PART TWO
1 INTRODUCTION
2 ‘CHARLIE AND THE CHOCOLATE FACTORY’
3 ‘KELPIE’: CHILDHOOD EXPERIENCE AS CHILDREN’S LITERATURE
4 COMPARISON
5 IN CONCLUSION
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Sprache, Ideologie und der Leseerfahrung in der Kinderliteratur. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie kindgerechte Texte gestaltet sind, inwieweit diese durch erwachsene Perspektiven und didaktische Absichten geprägt werden und wie moderne Medien wie das Fernsehen die kindliche Rezeption und das Leseverhalten beeinflussen.
The History of Children’s Literature: from ‘Instruction’ to ‘Delight’
Aesthetic quality has always been seen as a very important characteristic of the literary text. The special pleasure that can be derived from reading such a text makes it different from a merely informational text. Texts written with the sole intention to instruct or inform children are therefore usually excluded from the field ‘children’s literature’. The purpose to teach children, however, comes in many disguises: it is rarely explicitly stated (except in some non-fiction) and more often than not intertwined with the purpose to amuse in one and the same text. The history of children’s literature, as the field in general, is characterized by this opposition between literary qualities that ‘delight’ the reader, and didactic purposes aiming at ‘instruction’, c.f. for instance the title of the Oxford anthology of children’s literature I will draw on, ‘From Instruction to Delight’. (Demers and Moyles 1982), which interprets the whole history of children’s literature as a journey from the one to the other.
The book regarded as the beginning of children’s ‘literature’ in this anthology is Newbery’s ‘Little Pretty Pocketbook’. The decision of what counts as the first children’s book is of course to some extent arbitrary, as such decisions invariably have to be, in this case it is based on the opposition between ‘instruction’ and ‘delight’: The ‘Little Pretty Pocketbook’ is the first book targeted at children that explicitly brings in ‘delight’, as it is ‘intended for the Instruction and Amusement of little Master Tommy and pretty Miss Polly [...]’ (Newbery in Demers and Moyles 1982: 104) and it is the second term that makes it a landmark of children’s literature. By our standards this is rather surprising, after all there seems nothing more natural than a writer’s expression of his intention to amuse children, (an expressive intention to instruct would more likely be kept quiet nowadays).
1 INTRODUCTION: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation und das Forschungsinteresse an der Sprache und dem Potenzial der Kinderliteratur für Veränderung und kindliche Entwicklung.
PART ONE: Dieser theoretische Teil beleuchtet historische, ökonomische und ideologische Rahmenbedingungen der Kinderliteratur sowie die Anwendung der Schematheorie zur Analyse kindlicher Leseerfahrungen.
PART TWO: Dieser praktische Teil führt eine detaillierte vergleichende Analyse von Roald Dahls "Charlie and the Chocolate Factory" und William Maynes "Kelpie" durch, um die theoretischen Aspekte auf die literarische Praxis anzuwenden.
Kinderliteratur, Sprache, Ideologie, Schematheorie, Didaktik, Zensur, Leseförderung, Roald Dahl, William Mayne, Machtstrukturen, Kognition, Leserrezeption, Medienwirkung, Kindheit, Literaturkritik
Die Diplomarbeit untersucht die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Sprache, inhaltlichen Themen und der sozialen Konstruktion von Kindheit in der Kinderliteratur, wobei besonderes Augenmerk auf die Spannung zwischen Didaktik und Unterhaltung liegt.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung von Kinderbüchern, der Einfluss von Ideologien, die Auswirkungen moderner Medien auf das Leseverhalten und die psychologische Ebene der kindlichen Literaturrezeption.
Das Hauptziel besteht darin, zu analysieren, wie Kinder durch Literatur zur kritischen Reflexion angeregt werden können und inwieweit bestehende Machtstrukturen durch die Literaturproduktion (und deren Zensur) aufrechterhalten werden.
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen aus dem Bereich der Kulturwissenschaften und der Linguistik (insbesondere der Schematheorie von Guy Cook) mit einer empirischen Untersuchung zweier ausgewählter Romane.
Im Hauptteil erfolgt eine theoretische Fundierung über die Definition von Kinderliteratur, die Geschichte der Didaktik vs. Unterhaltung und die Rolle von Ideologie. Darauf folgt die praktische Analyse von "Charlie and the Chocolate Factory" und "Kelpie".
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Kinderliteratur, Ideologie, Schematheorie, Didaktik, Kindheitskonzepte, Machtverhältnisse, Literaturkritik und die Rezeption durch das Kind.
Dahls Werk dient als Beispiel für einen populären, aber umstrittenen Text, der häufig als "geschlossener" Text mit starker narrativer Kontrolle analysiert wird, welcher kindliche Leseprozesse einschränken könnte.
Maynes Buch wird als "offener" Text eingestuft, der dem jungen Leser mehr Raum für eigene Interpretationen und Schlussfolgerungen lässt, anstatt eine eindeutige moralische Belehrung zu forcieren.
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