Masterarbeit, 2014
49 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das theoretische Grundmodell
2.1 Das modifizierte Dornbusch-Modell nach Frankel
2.2 Graphische Betrachtung der Rohstoffpreisdynamik
3. Die empirische Betrachtung
3.1 Das empirische Modell
3.2 Analyse der Ölpreisdynamiken in den USA
3.3 Analyse der Ölpreisdynamiken in anderen Ländern
3.4 Analyse der Goldpreisdynamiken
4. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Dynamik von Rohstoffpreisen in offenen Volkswirtschaften unter Berücksichtigung makroökonomischer Schocks. Das primäre Ziel ist es, das theoretische Modell von Frankel (1986) empirisch zu validieren und zu prüfen, ob sich die theoretisch prognostizierten Rohstoffpreisdynamiken – insbesondere das "Überschießen" bei nominalen Schocks – in realen Marktdaten bestätigen lassen.
2.1 Das modifizierte Dornbusch-Modell nach Frankel
In seiner Studie verwendet Frankel (1986) das klassische von Dornbusch entwickelte Modell zur Erklärung für das Überschießen des Wechselkurses als Reaktion auf monetäre Schocks in einer Volkswirtschaft. Das von Frankel entwickelte System zur Bestimmung der Rohstoffpreisdynamik formalisiert die Idee des Überschießens des Rohstoffpreises als Antwort auf die Änderung der erwarteten Wachstumsrate der Geldmenge als nominalen Schock. Er definiert die zwei unterschiedlichen Preisnotationen in logarithmierter Form mit p_c als den Preis für Rohstoffe und p_m als den Preis für Industriegüter. Da Rohstoffe homogen und lagerfähig sind, führt dies zu der Arbitrage-Bedingung, dass die erwartete Rate der Änderung des Rohstoffpreises E(p_cpunkt) abzüglich der Lagerhaltungskosten sc gleich dem kurzfristigen nominalen Zinssatz i sein muss.
Der Rohstoffpreis wird zusammen mit dem Rest des Modells unter der Annahme rationaler Erwartungen (E(p_cpunkt) = p_cpunkt) bestimmt. Die erwartete Änderung des Rohstoffpreises entspricht also der tatsächlichen Änderung des Rohstoffpreises. Da der Industriegüterpreis als fix angenommen wird, kann dieser auf Änderungen der Nachfrage nur langsam mit der Zeit in Übereinstimmung mit einer erwartungserweiterten Phillipskurve reagieren.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob das theoretische Modell von Frankel (1986) zur Rohstoffpreisdynamik empirisch auf offene Volkswirtschaften übertragbar ist.
2. Das theoretische Grundmodell: Es wird das modifizierte Dornbusch-Modell nach Frankel analytisch hergeleitet und grafisch analysiert, um die Effekte von nominalen Schocks auf Rohstoffpreise zu erklären.
3. Die empirische Betrachtung: In diesem Kapitel wird das theoretische Konzept mittels SVAR-Modellen empirisch getestet und die Dynamiken von Öl- und Goldpreisen in verschiedenen Industrieländern untersucht.
4. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, validiert das theoretische Konzept für offene Volkswirtschaften und diskutiert methodische Limitationen.
Rohstoffpreisdynamik, Makroökonomie, Dornbusch-Modell, nominaler Schock, realer Schock, Ölpreis, Goldpreis, SVAR-Modell, Geldmengenerhöhung, Zinssatz, Überschießen, Stationarität, Inflationsrate, Impuls-Antwort-Funktion, Prognosefehlervarianz.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen makroökonomischer Störungen (reale und nominale Schocks) auf die Dynamik von Rohstoffpreisen in offenen Volkswirtschaften.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Modellierung von Rohstoffpreisen nach Frankel, die Durchführung ökonometrischer Zeitreihenanalysen und den Vergleich der Preisdynamiken über verschiedene Länder und Rohstoffe hinweg.
Das Ziel ist die empirische Validierung des theoretischen Modells von Frankel (1986), insbesondere die Frage, ob Rohstoffpreise bei monetären Schocks über ihr langfristiges Gleichgewicht hinausschießen.
Es wird eine empirische Zeitreihenanalyse mittels struktureller vektorautoregressiver Modelle (SVAR-Modelle) nach Blanchard und Quah (1989) angewendet.
Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Herleitung, gefolgt von der empirischen Anwendung auf Öl- und Goldpreisdaten der USA, Japans, Kanadas und der Schweiz im Zeitraum 1990 bis 2014.
Wichtige Begriffe sind Rohstoffpreisdynamik, SVAR-Modelle, reale/nominale Schocks und das Phänomen des Überschießens (Overshooting).
Der Ölpreis wurde gewählt, weil die Datenlage für diesen Rohstoff als besonders gut und aussagekräftig bewertet wurde.
Sie visualisieren die Reaktion der Rohstoffpreise über die Zeit auf spezifische reale oder nominale Schocks und ermöglichen so die Identifikation dynamischer Effekte.
Ja, in den meisten Fällen lässt sich ein positives transitorisches Überschießen der Rohstoffpreise über das langfristige Niveau nach einem Schock feststellen, was die Theorie stützt.
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