Fachbuch, 2014
44 Seiten
Vorwort
Vogel mit Pseudozähnen
Der größte Meeresvogel
Pelagornis sandersi
Pelagornis chilensis
Osteodontornis
Dasornis
Teile des Vogelskeletts
Der Autor
Bücher von Ernst Probst
Das vorliegende Werk bietet einen fundierten wissenschaftlichen Überblick über die Familie der Pseudozahn-Vögel (Pelagornithidae). Das primäre Ziel ist es, die Anatomie, Lebensweise und systematische Einordnung dieser ausgestorbenen „Riesen der Lüfte“ zu erläutern und die wissenschaftliche Bedeutung bedeutender Fossilfunde, wie etwa von Pelagornis sandersi, Pelagornis chilensis, Osteodontornis und Dasornis, hervorzuheben.
Der größte Meeresvogel
Erst seit 2014 gilt der bisher nur durch einen einzigen Fund in Nordamerika nachgewiesene Pelagornis sandersi aus dem Oligozän vor etwa 28 bis 25 Millionen Jahren als der größte Meeresvogel. Seine imposante Flügelspannweite von schätzungsweise 6,40 Metern übertrifft diejenige heutiger „Riesen der Lüfte“ wie Adler, Albatross und Kondor um mehr als das Doppelte. Nur der ausgestorbene Greifvogel Argentavis magnificens aus Argentinien mit 8 Metern Flügelspannweite hat Pelagornis sandersi noch übertrumpft.
Fossile Reste dieses riesigen Urzeit-Vogels kamen 1983 bei der Erweiterung des Flughafens von Charleston in South Carolina (USA) ans Tageslicht, als ein neues Terminal errichtet wurde. Entdecker war James Malcolm, ein freiwilliger Mitarbeiter des „Charleston Museum“, der an den Ausgrabungen unter Leitung des damaligen Kurators Albert Sanders teilgenommen hatte.
Zu Lebzeiten jenes Tieres war die Fundgegend vom Ozean bedeckt gewesen. Für die Bergung besonders großer Knochen dieses imposanten Vogels benötigte man einen Bagger. Zum Fundgut gehörten der Schädel sowie Flügel- und Beinknochen. Allein der obere Flügelknochen war länger als der Arm eines heutigen Menschen. Paläontologen im „Charleston Museum“ präparierten die Knochen in langwieriger Arbeit. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung von Pelagornis sandersi erfolgte erst 2014 durch den amerikanischen Paläontologen Daniel („Dan“) T. Ksepka, Kurator am „Bruce Museum“ in Greenwich (Connecticut). Er benannte diesen Vogel als Pelagornis sandersi. Der Artname sandersi erinnert an den Ausgrabungsleiter Albert Sanders.
Vorwort: Einleitende Worte zur Thematik der urzeitlichen Meeresvögel.
Vogel mit Pseudozähnen: Einführung in die Familie der Pseudozahn-Vögel, ihre geologische Zeitspanne und ihre geographische Verbreitung.
Der größte Meeresvogel: Detaillierte Betrachtung des Fossils von Pelagornis sandersi, seiner Entdeckung und wissenschaftlichen Einordnung.
Pelagornis chilensis: Vorstellung der Art Pelagornis chilensis, ihrer Entdeckung in Chile und der Rekonstruktion ihrer Flügelspannweite.
Osteodontornis: Beschreibung der Gattung Osteodontornis, ihrer Morphologie sowie der Forschungsbeiträge von Hildegarde Howard.
Dasornis: Analyse der Gattung Dasornis basierend auf den Funden im London Clay und deren evolutionärer Bedeutung.
Teile des Vogelskeletts: Übersicht der anatomischen Bestandteile eines Vogelskeletts als Grundlage für das Verständnis paläontologischer Beschreibungen.
Der Autor: Biografische Notizen zum Wissenschaftsautor Ernst Probst.
Bücher von Ernst Probst: Eine Auflistung der weiteren Werke des Autors zur Erd- und Urgeschichte.
Pelagornithidae, Pseudozahn-Vögel, Pelagornis sandersi, Pelagornis chilensis, Osteodontornis, Dasornis, Paläornithologie, Fossilien, Urzeit, Flügelspannweite, Segelflug, Paläogen, Neogen, Senckenberg-Museum, Evolution.
Das Buch beschäftigt sich mit der ausgestorbenen Familie der Pseudozahn-Vögel, die aufgrund ihrer gewaltigen Flügelspannweiten und einzigartigen knöchernen Schnabelfortsätze als „Riesen der Lüfte“ bekannt sind.
Themen sind die Anatomie und Lebensweise dieser Vögel, die wissenschaftliche Bedeutung spezifischer Fossilfunde sowie die historische Einordnung durch die Paläornithologie.
Das Ziel ist es, dem Leser ein detailliertes Verständnis für die Biologie und Erforschung von Pelagornithiden zu vermitteln, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Die Arbeit basiert auf der Analyse fossiler Funde, deren morphologischer Rekonstruktion sowie dem Vergleich mit heutigen Vögeln und computergestützten aerodynamischen Simulationen.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung der Gattungen Pelagornis, Osteodontornis und Dasornis sowie den jeweiligen Umständen ihrer Entdeckung und wissenschaftlichen Erstbeschreibung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Paläornithologie, Pseudozahn-Vögel, Evolution der Flugfähigkeit und fossile Rekonstruktion definiert.
Sie trugen an den Seiten von Ober- und Unterkiefer zahlreiche zahnartige, knöcherne Auswüchse, die ihnen halfen, beim Fischen rutschige Beutetiere sicher festzuhalten.
Dieser Vergleich verdeutlicht die beeindruckende, gigantische Flügelspannweite von 6,40 Metern, die diesen Vogel zu einem der größten flugfähigen Lebewesen der Erdgeschichte macht.
Man vermutet, dass er als Segelflieger auf günstige Windverhältnisse angewiesen war und seine Nahrung direkt von der Meeresoberfläche abgriff, ähnlich wie heutige Fregattvögel.
Die amerikanische Paläornithologin Hildegarde Howard leistete bedeutende Pionierarbeit bei der wissenschaftlichen Erstbeschreibung und Erforschung von Osteodontornis orri.
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