Fachbuch, 2014
42 Seiten
Vorwort
Tödliche Tritte
Der riesige Terrorvogel
Phorusrhacos
Diese Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Terrorvogels Phorusrhacos sowie der systematischen Einordnung der ausgestorbenen Familie Phorusrhacidae. Das Hauptziel ist es, die biologischen Merkmale, die Lebensweise, die evolutionäre Einordnung und die Entdeckungsgeschichte dieser faszinierenden urzeitlichen Raubvögel anhand paläontologischer Erkenntnisse darzustellen.
Der riesige Terrorvogel
Argentinien war im Mittelmiozän vor 15,9 bis 11,6 Millionen Jahren die Heimat des räuberischen Terrorvogels Phorusrhacos longissimus. Dieser imposante Vogel erreichte eine Höhe bis zu 2,50 Metern und ein Lebendgewicht von schätzungsweise maximal 300 Kilogramm. Mit seinen zurückgebildeten Flügeln konnte er nicht fliegen. Auf seinen bis zu 1,80 Meter langen Beinen, die an den Füßen mit starken Krallen endeten, soll er schnell gelaufen sein.
Die erste wissenschaftliche Beschreibung von Phorusrhacos longissimus erfolgte 1887 durch den argentinischen Naturforscher, Zoologen, Paläontologen, Geologen und Anthropologen Florentino Ameghino (1854–1911). Ihm hatte dabei ein fossiler Unterkiefer aus der argentinischen Provinz Santa Cruz vorgelegen, den er zunächst irrtümlich einem zahnlosen Säugetier zuschrieb. Zwei Jahre später änderte Ameghino den Gattungsnamen Phorusrhacos in Phororhacos ab. Doch ersterer Begriff hatte Vorrang.
1891 erkannten der argentinische Geograph, Anthropologe und Entdecker Perito Moreno (1852–1919), eigentlich Francisco Pascasio Moreno, und der französische Geologe Alcides Mercerat (gestorben 1934), dass der von Ameghino beschriebene Kieferrest von einem großen Vogel stammte. Die Beiden verkannten den Unterkiefer als Oberkiefer.
Vorwort: Einleitende Worte zum Werk und dem Autor Ernst Probst.
Tödliche Tritte: Eine kurze Übersicht über den Terrorvogel, seine Lebensweise, die Fehlinterpretation der ersten Funde und die verschiedenen Arten.
Der riesige Terrorvogel: Detaillierte Betrachtung von Phorusrhacos, seiner Entdeckungsgeschichte, der systematischen Einordnung sowie der biologischen Merkmale der Phorusrhacidae.
Phorusrhacos, Terrorvogel, Phorusrhacidae, Paläontologie, Mittelmiozän, Argentinien, Fossilien, Florentino Ameghino, Evolution, Raubvögel, Kelenken, Titanis, Laufvögel, ausgestorbene Tiere, Paläornithologie
Die Arbeit behandelt die Lebensweise, Entdeckung und systematische Einordnung des urzeitlichen, flugunfähigen Terrorvogels Phorusrhacos aus dem südamerikanischen Mittelmiozän.
Zentral sind die paläontologischen Funde, die taxonomische Klassifizierung der Familie Phorusrhacidae, das Jagdverhalten der Tiere sowie ihr evolutionärer Kontext in der südamerikanischen Urwelt.
Das Ziel ist die fundierte wissenschaftliche Zusammenfassung der Erkenntnisse über den Phorusrhacos sowie der Einordnung dieser Vögel in die Gruppe der Phorusrhacidae.
Die Arbeit basiert auf der Auswertung historischer wissenschaftlicher Beschreibungen, aktueller paläontologischer Studien, Computertomographie-Analysen von Schädelstrukturen sowie biomechanischen Modellen zur Laufgeschwindigkeit.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Unterteilung der Phorusrhacidae in verschiedene Unterfamilien, der detaillierten Beschreibung einzelner Gattungen und Arten sowie deren morphologischer Anpassungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Phorusrhacos, Terrorvogel, Paläontologie, Fossilien, Argentinien und Phorusrhacidae definiert.
Der erste Fund, ein fossiler Unterkiefer, wurde 1887 irrtümlich von Florentino Ameghino als Überrest eines zahnlosen Säugetiers fehlinterpretiert, bevor man zwei Jahre später den vogelartigen Ursprung erkannte.
Neuere Untersuchungen, etwa zu Andalgalornis, legen nahe, dass sie ihren Schnabel wie eine Axt einsetzten und wiederholt kurze Angriffe ausführten, anstatt ihre Beute seitlich zu schütteln.
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