Fachbuch, 2014
44 Seiten
Vorwort
Gefiederter Moa-Jäger
Der größte Greifvogel der Neuzeit
Harpagornis
Literatur
Bildquellen
Teile des Vogelskeletts
Der Autor
Bücher von Ernst Probst
Dieses Werk befasst sich mit der wissenschaftlichen Einordnung und Biologie des ausgestorbenen Haast-Adlers (Harpagornis moorei), dem größten Greifvogel der Neuzeit, der einst auf Neuseeland beheimatet war. Die Arbeit untersucht seine Rolle als Spitzenprädator, die Interaktion mit der lokalen Fauna sowie die historische Entdeckung und Erforschung durch den Naturforscher Julius von Haast.
Harpagornis
Der einst auf Neuseeland lebende Haast-Adler (Harpagornis moorei) gilt mit einer Flügelspannweite bis zu 3 Metern und einem Lebendgewicht von schätzungsweise maximal 18 Kilogramm als der größte Greifvogel der Neuzeit (um 1450 bis heute). Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde dieser inzwischen ausgestorbene Adler 1872 von dem aus Deutschland stammenden und nach Neuseeland ausgewanderten Geologen und Naturforscher Julius von Haast (1824–1887). Mit dem Artnamen moorei ehrte er George Henry Moore (1812–1905), den Eigentümer des Glenmark-Sumpfes, in dem 1871 Knochen dieses Vogels entdeckt worden waren. Einst sollen auf Neuseeland etwa 4.000 Brutpaare des Haast-Adlers gelebt haben.
Die Maori bezeichneten jenen Greifvogel als „Te Pouakai“ oder „Te Hokioi“. Letzterer Name war wohl eine lautliche Entsprechung seines Schreis „Hokioi-Hokioi“ und wurde bevorzugt. Auf einer alten Felszeichnung der Maori sind ein Mensch und zwei sehr große tote Vögel zu sehen. Einer dieser Vögel stellt vermutlich einen Albatross dar, der andere vielleicht einen Haast-Adler.
Vorwort: Einführung in die Thematik des ausgestorbenen Adlers und Vorstellung des Autors Ernst Probst.
Gefiederter Moa-Jäger: Überblick über die physischen Dimensionen und die räuberische Lebensweise des Haast-Adlers gegenüber verschiedenen Moa-Arten.
Der größte Greifvogel der Neuzeit: Detaillierte Darstellung der Entdeckungsgeschichte und der Bedeutung für die neuseeländische Fauna.
Harpagornis: Erläuterung der wissenschaftlichen Fakten, der Verbindung zu Maori-Legenden und der modernen Computertomographie-Forschung.
Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.
Bildquellen: Auflistung der Nachweise für das verwendete Bildmaterial.
Teile des Vogelskeletts: Übersicht und Benennung der anatomischen Merkmale eines Vogelskeletts.
Der Autor: Biografie und beruflicher Werdegang von Ernst Probst.
Bücher von Ernst Probst: Bibliographie der vom Autor verfassten Werke.
Harpagornis moorei, Haast-Adler, Neuseeland, Moa, Julius von Haast, Greifvogel, Paläontologie, Ornithologie, Evolutionsbiologie, Maori, Aussterben, Wirbeltiere, Fossilien, Raubvogel, Naturgeschichte.
Das Buch dokumentiert die Geschichte und Biologie des Haast-Adlers, eines ausgestorbenen Greifvogels aus Neuseeland, und beleuchtet dessen Entdecker Julius von Haast.
Die Schwerpunkte liegen auf der Paläontologie des Adlers, seiner Rolle als Jäger großer Laufvögel und der Biographie des Entdeckers.
Das Ziel ist die fundierte wissenschaftliche Darstellung des Haast-Adlers basierend auf archäologischen Funden und modernen Analysen.
Neben anatomischen Studien wurden Computertomographie-Aufnahmen von Knochen sowie DNA-Analysen zur Verwandtschaftsbestimmung herangezogen.
Der Hauptteil widmet sich der Beschreibung der Jagdweise, der evolutionären Entwicklung und der Lebensgeschichte von Julius von Haast.
Wichtige Begriffe sind Harpagornis moorei, Moa-Jagd, Paläontologie und Julius von Haast.
Durch seine enorme Kraft und spezialisierte Krallen war er in der Lage, Moas von hinten anzugreifen, die Beckenknochen zu durchbohren und den Beutetieren das Genick zu brechen.
Er wurde in Legenden als "Pouakai" oder "Hokioi" verehrt oder gefürchtet und soll laut Überlieferungen sogar in der Lage gewesen sein, Menschen anzugreifen.
Er war ein aus Deutschland stammender Naturforscher und Geologe, der in Neuseeland zahlreiche wissenschaftliche Institutionen gründete und den Haast-Adler erstbeschrieb.
Ja, genetische Analysen zeigen eine enge Verwandtschaft zum eurasischen Zwergadler und zum Kaninchenadler, entgegen der früheren Annahme einer Verwandtschaft mit dem Keilschwanzadler.
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