Masterarbeit, 2014
130 Seiten, Note: 1,6
1 EINLEITUNG
1.1 Stand der Forschung
1.2 Problemstellung
1.3 Gang der Arbeit
2 INTEGRATED REPORTING
2.1 Einführung
2.1.1 Begriffserklärung und Entstehung des Integrated Reporting
2.1.2 International Integrated Reporting Committee
2.1.3 Hintergründe und aktuelle Entwicklung des Integrated Reporting Frameworks
2.2 Inhalte des Integrated Reporting Framework
2.2.1 Ansatz
2.2.2 Berichtsadressaten
2.2.3 Kapitalien
2.2.4 Wertschaffungsprozess
2.2.5 Wertbegriff
2.2.6 Leitprinzipien
2.2.7 Inhaltselemente eines Integrated Reports
2.3 Herausforderungen bei einer integrierten Berichterstattung
2.3.1 Übersichtlichkeit, Komplexität sowie Informationsflut
2.3.2 Wechselwirkungen
2.3.3 Integriertes Denken und Handeln als Grundlage für Integrated Reporting
2.4 Mögliche Vorteile und Nutzen von Integrated Reporting
3 AKTUELLE SITUATION BEI DER BERICHTERSTATTUNG VON UNTER NEHMEN
3.1 Einführung
3.2 Gesetzliche Grundlagen und aktuelle Standards
3.2.1 Handels- und gesellschaftsrechtliche Informations- und Publizitätspflichten
3.2.2 Kapitalmarktrechtliche Informations- und Publizitätspflichten
3.2.3 Aktuelle Standards für die Finanzberichterstattung
3.3 Der deutsche Mittelstand und dessen Spezifika bei der Berichterstattung
3.3.1 Definition des deutschen Mittelstands
3.3.2 Berichtsadressaten im Mittelstand
3.3.3 Spezifika bei der Lageberichterstattung im Mittelstand
3.4 Allgemeine Inhalte der Unternehmensberichterstattung
3.5 Nachteile und Probleme der aktuellen Berichterstattung
3.5.1 Berichtsumfang
3.5.2 Silostrukturen und nicht verknüpfte Informationen
3.5.3 Keine Standards für nichtfinanzielle Inhalte
4 UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN DES INTEGRATED REPORTING AN SATZES
4.1 Einführung und Problemstellung der Umsetzung
4.2 Umsetzung des Integrated Reporting in deutschen Gesetzen über DRS 20
4.2.1 Entwicklung und Entstehung des DRS-20
4.2.2 Vergleich der Berichtsprinzipien und -inhalte
4.2.2.1 Berichtsprinzipien
4.2.2.2 Berichtsinhalte
4.3 Integrated Report als eigenständiger Berichtsbestandteil
4.4 Management Commentary als Alternative zum Integrated Reporting?
4.5 Generelle Probleme bei der Implikation
4.6 Aktueller Umsetzungsrad von Integrated Reporting in deutschen Unternehmen
4.7 Internes Controlling als Basis für den integrierten Bericht
5 NACHFRAGE NACH INTEGRATED REPORTING IM MITTELSTAND VOR HANDEN?
5.1 Ziel der Studie
5.2 Datengrundlage
5.3 Fragebogengestaltung
5.4 Ablauf der empirischen Untersuchung
5.5 Deskriptive Beschreibung der Ergebnisse der Umfrage
5.5.1 Allgemeine Datenanalyse
5.5.2 Beteiligte Unternehmen
5.5.3 Aktuelle Berichterstattung von mittelständischen Unternehmen
5.5.3.1 Berichtsadressaten
5.5.3.2 Informationen über Nachhaltigkeit und Wertschöpfung
5.5.3.3 Strategische Themen
5.5.3.4 Schwachstellen bei der aktuellen Berichterstattung
5.5.3.5 Bedarf an neuem Berichterstattungskonzept vorhanden?
5.5.4 Integrated Reporting im Mittelstand
5.5.4.1 Zeitraum bis zur Einführung eines integrierten Berichts
5.5.4.2 Probleme bei der Erstellung und Umsetzung des Berichts
5.5.4.3 Datenbasis des Berichts
5.5.4.4 Potential und Umsetzungsmöglichkeiten der integrierten Berichterstattung
5.5.4.5 Freiwillige Veröffentlichung von Informationen
5.6 Ergebnisse der Interpretation
5.6.1 Bedarf an Integrated Reporting im Mittelstand
5.6.2 Möglichkeit der Umsetzung des Frameworks
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit analysiert das Konzept des Integrated Reporting mit dem Ziel, dessen Anwendbarkeit und Bedarf im deutschen Mittelstand zu prüfen, um eine ganzheitliche Berichterstattung als zukünftiges Standardmodell zu etablieren.
2.2.1 Ansatz
Bei den Vorgaben zur Erstellung eines integrierten Berichts verfolgt das IIRC einen auf Prinzipien basierten Ansatz. Dies bedeutet, dass es keine messbaren Vorgaben gibt, welche anhand von Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, kurz KPI) überprüft werden. Demnach werden nur einzuhaltende Prinzipien und Inhalte vorgeschlagen, die das Ziel haben, die wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Aspekte der Unternehmensleistung darzustellen. Durch diese Flexibilität bzw. Freiheit bei der konkreten Ausgestaltung eines Berichts will das IIRC erreichen, dass das Konzept international angewendet werden kann, welches durch das Einhalten der Vorgaben dennoch vergleichbar ist.
Das IIRC sieht bei der Umsetzung des IR-Ansatzes vor, dass ein IR-Bericht jährlich erstellt wird und mit den anderen Unternehmensberichten (z.B. Jahresabschluss oder Nachhaltigkeitsbericht) verbunden sein sollte, um den Informationsbedürfnissen von allen Stakeholdern gerecht werden zu können. Da das Framework jedoch nur Mindestinhalte für die Unternehmen vorgibt, bleiben der Umfang eines IR-Berichts sowie die Informationsdichte wesentlich den Unternehmen überlassen. Grundsätzlich können sich die Unternehmen jedoch für die Festlegung der Bestandteile an den IFRS-Vorgaben für Konzerne orientieren, welche vorgeben, dass der Jahresabschluss aus einer Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Segmentberichterstattung und dem Lagebericht zu bestehen hat.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Informationsflut in der Berichterstattung und Vorstellung des Konzepts des Integrated Reporting als Lösungsansatz für Unternehmen.
2 INTEGRATED REPORTING: Erläuterung des Frameworks, der Leitprinzipien sowie der inhaltlichen Elemente und Herausforderungen eines integrierten Berichts.
3 AKTUELLE SITUATION BEI DER BERICHTERSTATTUNG VON UNTER NEHMEN: Darstellung der bestehenden gesetzlichen Pflichten und Analyse der Problematik der traditionellen Berichterstattung, insbesondere im Mittelstand.
4 UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN DES INTEGRATED REPORTING AN SATZES: Analyse von Wegen zur Integration des Konzepts, primär durch Weiterentwicklung des Lageberichts (DRS 20) oder die Nutzung des Management Commentary.
5 NACHFRAGE NACH INTEGRATED REPORTING IM MITTELSTAND VOR HANDEN?: Präsentation der Ergebnisse einer empirischen Studie bei 66 mittelständischen Unternehmen zur Notwendigkeit und Umsetzbarkeit des Konzepts.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenführung der Kernergebnisse und Diskussion der zukünftigen Bedeutung einer integrierten Berichterstattung in Deutschland.
Integrated Reporting, Mittelstand, Berichterstattung, IIRC, Framework, DRS 20, Jahresabschluss, Lagebericht, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Unternehmensführung, Wertschöpfung, Informationsverknüpfung, Stakeholder, Kapitalien, Empirische Studie.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung des Konzepts "Integrated Reporting" (IR) als modernes Instrument der Unternehmensberichterstattung, insbesondere im Hinblick auf den deutschen Mittelstand.
Zu den Schwerpunkten gehören das Framework des IIRC, die aktuelle Situation der gesetzlichen Rechnungslegung in Deutschland, die Identifikation von Schwachstellen in traditionellen Berichten sowie die Frage nach der praktischen Umsetzbarkeit für mittelständische Unternehmen.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob im deutschen Mittelstand ein Bedarf an einer integrierten Berichterstattung besteht und ob das IR-Konzept in der bestehenden Form dort sinnvoll implementiert werden kann.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse wurde eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Online-Befragung bei 66 mittelständischen Unternehmen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des IR-Frameworks, die Analyse der deutschen Rechnungslegungssituation, die Aufarbeitung von Umsetzungswegen (insb. über DRS 20) und die Auswertung der empirischen Daten.
Neben dem zentralen Begriff Integrated Reporting sind dies Mittelstand, Stakeholder-Kommunikation, Wertschöpfung, Informationsverknüpfung und die rechtlichen Rahmenbedingungen wie HGB und DRS 20.
Der Mittelstand weist oft inhabergeführte Strukturen auf, hat einen anderen Kreis an Berichtsadressaten (primär Banken und Eigentümer) und unterliegt aufgrund seiner Größe häufig vereinfachten Publizitätspflichten, was zu einer geringeren Reportingintensität führt.
Integrated thinking ist die organisatorische Grundlage; es zwingt das Management dazu, Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Unternehmensaktivitäten und Kapitalien aktiv zu analysieren und in die Strategieentscheidungen einzubeziehen.
Als größte Hindernisse wurden der zusätzliche Erstellungsaufwand und die Notwendigkeit zur Anpassung interner Prozesse zur Datenerfassung identifiziert, während eine gesetzliche Verankerung von vielen als notwendig für eine breite Etablierung angesehen wird.
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