Bachelorarbeit, 2014
65 Seiten, Note: 1
Die vorliegende Bakkalaureatsarbeit befasst sich mit der Konstruktion von Wirklichkeit im Fotojournalismus. Ziel ist es, die Möglichkeiten und Ursachen der Anwendung von bildkompositorischen Mitteln zur gestalterisch-inszenierenden Manipulation während der Aufnahme einer Pressefotografie zu untersuchen. Die Arbeit analysiert, wie bildgestalterische Mittel den Inhalt eines Pressefotos beeinflussen und somit die Bildaussage verfälschen können.
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und erläutert die Relevanz der Thematik. Sie stellt die Forschungsfrage und die Methode der Arbeit vor.
Das Hauptteil der Arbeit befasst sich mit der Analyse der Manipulationsmöglichkeiten im Produktionsprozess eines Pressefotos. Es werden verschiedene Gestaltungsmittel der Bildkomposition vorgestellt, die zur Inszenierung von Bildinhalten und zur Manipulation der Bildaussage eingesetzt werden können.
Weiterhin werden die ökonomischen und kommerziellen Ursachen für eine gestalterisch-inszenierende Bildmanipulation untersucht. Es wird gezeigt, wie die Selektion nach Aufmerksamkeitspotenzial und Nachrichtenwert die Bildgestaltung beeinflussen kann.
Im Anschluss wird die Konstruktion von Wirklichkeit im Fotojournalismus beleuchtet. Es wird der Objektivitätsanspruch des Fotojournalismus hinterfragt und die Rolle des Konstruktivismus in der Medienwirklichkeit erläutert.
Abschließend werden Möglichkeiten zur Reduktion von Wirklichkeitskonstruktion im Fotojournalismus vorgestellt. Die Bedeutung der Bildunterschrift und der visuellen Medienkompetenz des Rezipienten für eine kritische Meinungsbildung wird hervorgehoben.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Fotojournalismus, Pressefotografie, Bildkomposition, Inszenierung, Manipulation, Wirklichkeitskonstruktion, Objektivität, Authentizität, Konstruktivismus, Medienwirklichkeit, Visual Literacy, Bildunterschrift, Nachrichtenwert, Aufmerksamkeitspotenzial, Ökonomie, Kommerz.
Wirklichkeit wird durch die Auswahl von Bildausschnitten, Perspektiven und gestalterischen Mitteln konstruiert. Ein Pressefoto ist nie ein direktes Abbild der Realität, sondern eine durch den Fotografen interpretierte Fassung.
Manipulation kann durch die aktive Inszenierung von Bildinhalten, die Wahl der Bildkomposition oder die nachträgliche Bearbeitung erfolgen, um eine bestimmte Bildaussage zu verstärken oder zu verfälschen.
Medien unterliegen der Aufmerksamkeitsökonomie. Bilder mit hohem Nachrichtenwert oder dramatischem "Schlüsselbild-Effekt" verkaufen sich besser, was Fotografen dazu verleiten kann, Szenen für eine höhere Wirkung zu inszenieren.
Nein, laut dem Konstruktivismus können Medien "die eine Wirklichkeit" nicht transportieren. Auch die Fotografie ist immer subjektiv und von den Motiven des Produzenten beeinflusst.
Visual Literacy bezeichnet die visuelle Medienkompetenz des Rezipienten. Sie ist notwendig, um Bilder kritisch zu hinterfragen, Inszenierungen zu erkennen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Die Bildunterschrift dient der Kontextualisierung. Sie kann helfen, die Wirklichkeitskonstruktion zu reduzieren, indem sie zusätzliche Informationen liefert, die über das rein Visuelle hinausgehen.
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