Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen der Geldtheorie
2.1 Formen von Geld
2.2 Funktionen von Geld
2.2.1 Zahlungsmittelfunktion
2.2.2 Wertaufbewahrungsfunktion
2.2.3 Recheneinheitsfunktion
2.3 Geldnachfrage
2.4 Geldmengendefinition
2.5 Geldschöpfung
3. Bitcoin
3.1 Die Geschichte hinter Bitcoin
3.2 Funktionsweise von Bitcoin
3.2.1 Grundlage Kryptografie
3.2.2 Peer to Peer Netzwerk
3.2.3 Wallet und Bitcoin-Adressen
3.2.4 Transaktionen
3.2.5 Blockchain
3.2.6 Mining
3.3 Bitcoin in der Praxis
4. Bitcoin und das konventionelle Bankensystem
4.1 Sind Bitcoin Geld?
4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.3 Bitcoin als Spekulationsobjekt
4.4 Risiken für den Bankensektor
5. Allgemeine Risiken
5.1 Verlustrisiko
5.2 Verbotsrisiko
5.3 Kontrollrisiko
5.4 Deflationsrisiko
6. Chancen
6.1 Wertsteigerungschance
6.2 Marktchance
6.3 Kostenchance
7. Alternative digitale Währungen
7.1 Kryptische Währungen
7.2 Sonstige digitale Währungen
8. Conclusio
Diese Bachelor-Thesis untersucht das Bitcoin-System als digitale Währung, um auf Basis einer Gegenüberstellung von Chancen und Risiken deren Zukunftsfähigkeit und die potenziellen Auswirkungen auf das konventionelle Bankensystem zu bewerten.
3.2.1 Grundlage Kryptografie
Die Basis für die Sicherheit des Bitcoin-Systems ist die Übertragung mit verschlüsselten Informationen. Die Ursprünge der Kryptografie liegen schon im alten Ägypten, wo diese für Geheimschriften genutzt wurde. Das Konzept der bekannten Verschlüsselungsmaschine „Enigma“, die von Deutschland während des zweiten Weltkrieges benutzt wurde, beruhte ebenfalls auf einer kryptografischen Technik.
Die moderne Kryptografie funktioniert asymmetrisch. Das bedeutet, es wird ein digitales Schlüsselpaar eingesetzt. Der öffentliche Schlüssel codiert die Nachricht und der vom Benutzer geheim gehaltene private Schlüssel wird zur Entschlüsselung der Nachricht eingesetzt.33
Bitcoin beruhen ebenfalls auf diesem asymmetrischen Verfahren. Der private Schlüssel ermöglicht dem Inhaber, Daten, die mit dem öffentlichen Schlüssel codiert sind zu entschlüsseln. Zudem kann der Privat-Key digitale Signaturen erstellen und Überweisungen authentifizieren. Daher ist dieser mit einer persönlichen Unterschrift vergleichbar. Die digitale Signatur wird aus dem privaten Schlüssel und den zu signierenden Daten beziehungsweise Hashwerten berechnet.34
Ein Hashwert, beziehungsweise Hash-Algorithmus ist ein Datensatz mit einer vorgegeben Länge, der als hexadezimale Zeichenkette codiert ist und aus beliebigen Eingabedaten gewonnen werden kann. Er wird anhand eines Algorithmus berechnet, der eine große Eingabemenge auf eine kleinere Zielmenge abbildet. Der Name stammt dabei vom englischen „to hash“, in der deutschen Übersetzung „Zerhacken“, ab, was auf die Eingabedaten durchaus zutrifft. Es ist theoretisch nicht möglich, von einem Hash-Wert auf die zugrundeliegende Datenmenge zu schließen. Zudem ist ein Hash-Wert immer einzigartig, weshalb Informatiker im Zusammenhang von der Endgültigkeit eines Hash-Werts sprechen.35 Diese Eigenschaft macht das System für die Behandlung von sensiblen Daten, wie zum Beispiel Passwörtern, sehr interessant.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des Ziels der Arbeit und des methodischen Vorgehens bei der Untersuchung von Bitcoin.
2. Grundlagen der Geldtheorie: Definition und Funktionen von Geld sowie Erklärung der Geldschöpfung in einem zweistufigen Bankensystem.
3. Bitcoin: Detaillierte Erläuterung der Entstehung, der technischen Konzeption, des Netzwerks und des Mining-Prozesses.
4. Bitcoin und das konventionelle Bankensystem: Untersuchung der rechtlichen Einordnung, der Volatilität und der spezifischen Risiken und Einsatzmöglichkeiten für Banken.
5. Allgemeine Risiken: Analyse der grundlegenden Bedrohungen wie Verlust-, Verbots-, Kontroll- und Deflationsrisiko für alle Nutzer.
6. Chancen: Darstellung der Potenziale von Bitcoin als Wertanlage und Zahlungsmittel sowie der damit verbundenen Kosten- und Marktvorteile.
7. Alternative digitale Währungen: Einblick in weitere kryptische sowie durch große IT-Konzerne betriebene digitale Währungsmodelle.
8. Conclusio: Zusammenfassendes Resümee über das Bitcoin-System und die Aussichten im Hinblick auf staatliche Regulierung und Konkurrenzfähigkeit.
Bitcoin, digitale Währung, Kryptografie, Blockchain, Mining, Bankensystem, Volatilität, E-Geld, Geldschöpfung, Spekulation, BaFin, Zahlungsverkehr, Peer-to-Peer, Rechtliche Rahmenbedingungen, IT-Sicherheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Bitcoin als digitale Währung, ihrer technischen Funktionsweise sowie der kritischen Auseinandersetzung mit ihren Chancen und Risiken im Kontext des konventionellen Finanzsektors.
Die Schwerpunkte liegen auf der Geldtheorie, der Kryptografie hinter Bitcoin, der regulatorischen Einordnung in Deutschland, der Risikoanalyse sowie der Bewertung von Bitcoin als Spekulationsobjekt.
Ziel ist es, durch eine fundierte Gegenüberstellung von Chancen und Risiken eine fundierte Aussage über die Zukunftsfähigkeit des Bitcoin-Systems zu treffen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich theoretischer Konzepte des konventionellen Banken- und Geldsystems mit den realen technischen und ökonomischen Gegebenheiten der Kryptowährung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der technischen Architektur (Blockchain/Mining), die rechtliche Einordnung durch Institutionen wie die BaFin, die Analyse der Kursschwankungen sowie die Untersuchung von Risiken für Banken.
Bitcoin, Blockchain, Kryptowährung, Geldschöpfung, Volatilität, Bankenregulierung und digitale Sicherheit.
Da Bitcoin dezentral organisiert sind, fehlt eine zentrale Institution, die Einlagen schützt; bei technischen Fehlern oder Diebstahl droht dem Nutzer daher ein unwiederbringlicher Totalverlust.
Neben operationellen Risiken und unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen erschwert vor allem die extreme Volatilität von Bitcoin ein klassisches Hedging oder eine seriöse Kreditvergabe auf Basis dieser Währung.
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