Bachelorarbeit, 2014
74 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in das Thema
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Geschichte des Fußballs
2.2 Die Fußball-Bundesliga
2.3 Der Fußballtrainer
2.4 Der Trainerwechsel
3 Forschungsstand und Forschungsfrage
3.1 Aktueller Forschungsstand
3.1.1 Fußball-Bundesliga
3.1.2 Andere Sportarten / Fußballligen
3.2 Forschungsfragen
4 Daten und Methoden
4.1 Daten
4.2 Methoden
4.2.1 Operationalisierung des Erfolgs
4.2.2 Operationalisierung des Trainerwechsels
5 Ergebnisse der empirischen Analyse
5.1 Tabellenplatz
5.2 Punkte
5.3 Diskussion der Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die wissenschaftliche Untersuchung der Auswirkungen eines Trainerwechsels auf den kurzfristigen sportlichen Erfolg von Fußballmannschaften in der 1. und 2. Bundesliga. Dabei wird geprüft, ob die Fluktuation auf der Trainerposition tatsächlich zu einer Leistungssteigerung führt.
2.4 Der Trainerwechsel
Der Trainer bestimmt durch seine Qualität und Fähigkeit der Trainingsgestaltung in entscheidendem Maße das Spielniveau der Mannschaft. Allerdings wird insbesondere der Trainer, nicht zuletzt durch die immer stärker werdende Kommerzialisierung des Fußballs, einem immer höheren Erwartungs- und Erfolgsdruck ausgesetzt. Es wird bereits vor einer Spielsaison häufig medial und öffentlich diskutiert, welcher Trainer als erster entlassen wird. So titelte die Bild-Zeitung über die erste Trainerentlassung nach bereits drei Spieltagen der abgelaufenen Spielsaison 2013 / 2014 mit der Überschrift „Stuttgart feuert Labbadia“. Häufig werden in privaten Tipprunden oder auf Wettportalen im Internet sogar Wetten auf die erste Trainerentlassung bzw. auf bestimmte Trainerentlassungen angenommen.
Sportlicher Misserfolg ist einer der Hauptgründe für einen Trainerwechsel vor Vertragsablauf. Um auf öffentliche Kritik von Fans und Medien zu reagieren, wird mit dem Trainer die sportliche Führungsperson auswechselt – die Vereinsführung erhofft sich dadurch eine Leistungssteigerung der Mannschaft.
Die Gründe für Trainerwechsel sind vielfältig. So kann ein Trainerwechsel mit Ablauf des geschlossenen Vertrages erfolgen. Vertragsablauf und Ende einer Spielsaison stimmen dabei i. d. R. überein. Wie zuvor beschrieben, kann der Trainer aber auch vorzeitig von seinen Aufgaben freigestellt werden, sowohl auf eigenen Wunsch, als auch auf Wunsch der Verantwortlichen. Wird der Vergleich zu einem Wirtschaftsunternehmen gezogen, ist dort der Vorstandsvorsitz meist der Höhepunkt einer Karriere – der Vorstandsvorsitzende scheidet i. d. R. nur durch Krankheit, Tod oder Rente aus diesem Vertragsverhältnis aus. Fußballtrainer wechseln dagegen häufig ihren Arbeitgeber. Es werden befristete, mehrjährige Arbeitsverträge mit den Vereinen geschlossen. Bei einem vorzeitigen Ende des Vertragsverhältnisses können hohe Abfindungszahlungen fällig werden. Verein und Trainer streben eine längere gemeinsame Zusammenarbeit also zumindest an. Die Vielzahl an Trainerwechseln während der Vertragslaufzeit zeigen aber ein anderes Bild. Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses wechselt ein Trainer i. d. R. zu einem anderen Verein. So kann ein Fußballtrainer am Ende seiner Karriere häufig mehrere Trainerstationen vorweisen.
1 Einführung in das Thema: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Professionalisierung und Kommerzialisierung der Fußball-Bundesliga und identifiziert den Trainer als zentrales, jedoch häufig unter Druck stehendes Glied der sportlichen Führung.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Kontext zur Geschichte des Fußballs, der Organisationsstruktur des DFB und definiert die Rollen sowie die Aufgabenbereiche von Cheftrainern und Co-Trainern.
3 Forschungsstand und Forschungsfrage: Hier erfolgt ein Überblick über bisherige wissenschaftliche Studien zum Thema Trainerwechsel, woraus die zentrale Forschungshypothese abgeleitet wird.
4 Daten und Methoden: Dieser Abschnitt erläutert die Datengrundlage von 22 Mannschaften sowie die methodische Vorgehensweise mittels Zeit- und Betriebsvergleich zur Erfolgsanalyse.
5 Ergebnisse der empirischen Analyse: Basierend auf Tabellenplätzen und erzielten Punkten werden die Auswirkungen von Trainerwechseln dargestellt und kritisch diskutiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, widerlegt die aufgestellte Hypothese und bietet einen Ausblick auf alternative Managementstrategien im Profifußball.
Fußball-Bundesliga, Trainerwechsel, sportlicher Erfolg, Management, Professionalisierung, Kommerzialisierung, Controlling, empirische Analyse, Tabellenplatz, Betriebsvergleich, Zeitvergleich, Cheftrainer, Co-Trainer, Mannschaftsleistung, Sportmanagement.
Die Arbeit untersucht, ob der Wechsel eines Trainers eine messbare positive Auswirkung auf den kurzfristigen sportlichen Erfolg einer Fußballmannschaft in der Bundesliga hat.
Die zentralen Themen sind Sportmanagement, der Zusammenhang zwischen Managemententscheidungen und sportlichem Erfolg sowie die ökonomischen Aspekte von Profifußballvereinen.
Das Ziel ist es, die Hypothese zu überprüfen, dass die Fluktuation auf der Position des Chef- oder Co-Trainers einen positiven Effekt auf den Erfolg des Vereins hat.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die einen Zeitvergleich der Leistungen vor und nach dem Wechsel sowie einen Betriebsvergleich mit Kontrollmannschaften nutzt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Fußballs, eine Literaturanalyse zum aktuellen Forschungsstand, die Beschreibung der Datenbasis und die Auswertung der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Trainerwechsel, Bundesliga, sportlicher Erfolg, Sportmanagement und empirische Analyse.
Die Kontrollgruppe dient dazu, das Problem der statistischen Regression zu berücksichtigen, indem Mannschaften mit ähnlichem Leistungsstand, die keinen Trainerwechsel vollzogen haben, als Vergleichsmaßstab dienen.
Die Hypothese muss zurückgewiesen werden, da die Analyse zeigt, dass Mannschaften, die den Trainer nicht wechseln, im untersuchten Zeitraum insgesamt erfolgreicher sind.
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