Bachelorarbeit, 2014
103 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Wochenplanarbeit
2.1 Theoretische und praktische Begründung der Wochenplanarbeit
2.1.1 Theoretische Begründung
2.1.2 Praktische Begründung
2.2 Darstellung der Methode „Wochenplanarbeit“
2.2.1 Die Rolle des/r Schülers/in im Wochenplanunterricht
2.2.2 Die Rolle der Lehrkraft im Wochenplanunterricht
2.2.3 Die Umgestaltung der Lernumgebung
2.2.4 Die Gestaltung des Wochenplanes
3. Selbstständiges Lernen
3.1 Der Begriff „Selbstständiges Lernen“
3.2 Vier wesentliche Gründe für selbstständiges Lernen
3.3 Merkmale des selbstständigen Lernens
4. Wochenplanarbeit zur Förderung selbstständigen Lernens
5. Empirische Untersuchung im Hinblick auf Selbstständigkeit im Wochenplanunterricht
5.1 Auseinandersetzung mit einer Forschungsfrage
5.2 Methodisches Vorgehen
5.2.1 Erhebungsmethoden
5.2.2 Auswertungsverfahren
5.3 Untersuchungsort: Die Grundschule
5.3.1 Konzept der Schule
5.3.2 Die Klasse 3c der Grundschule
5.4. Untersuchungskriterien
5.4.1 Merkmale des selbstständigen Lernens
5.4.2 Die Lernumgebung
6. Beschreibung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
6.1 Beschreibung und Interpretation der Ergebnisse in Bezug auf die Merkmale selbstständigen Lernens
6.1.1 Die Selbsttätigkeit der Schüler/innen
6.1.2 Die Entscheidungsfreiheiten der Schüler/innen
6.1.3 Die Rolle der Lehrkraft im Wochenplanunterricht
6.2 Beschreibung und Interpretation der Lernumgebung
7. Schlussbetrachtung
7.1 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
7.2 Reflexion des Forschungsprozesses
7.3 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern der Wochenplanunterricht in der Klasse 3c einer Grundschule das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler fördert und welche Rahmenbedingungen hierfür entscheidend sind.
2.2.1 Die Rolle des/r Schülers/in im Wochenplanunterricht
Im traditionellen Frontalunterricht nimmt der/ die Schüler/in eine passive Rolle ein. Die Lehrkraft steht vor der Klasse und vermittelt die im Lehrplan vorgeschriebenen Lerninhalte. Es werden häufig Fragen gestellt, worauf die Schüler/innen antworten sollen. Lernschwache Schüler/innen profitieren nicht von dieser Unterrichtsform, da sie nur passiv am Unterrichtsgeschehen teilhaben. Dieter Vaupel (1993), Dozent der Universität Kassel und Direktor einer Gesamtschule in Nordhessen, hat nachgewiesen, dass Schüler/innen von dem, was sie lesen 10%, von dem, was sie hören 20% und von dem, was sie sehen und hören auch nur insgesamt 50% behalten. Um die „Behaltensleistungen“ von Wissen nachhaltig zu verbessern, ist es wichtig, dass die jungen Lernenden die Möglichkeit haben, sich selbst aktiv mit den Unterrichtsthemen auseinanderzusetzen, darüber zu sprechen und Aufgaben zu bearbeiten, indem sie konstruktiv tätig werden. Laut Vaupel (2006) wird von Lernenden mehr Wissen gespeichert und aufgenommen, wenn diese selbst darüber gesprochen oder etwas selbst ausprobiert haben.
Die Arbeit mit dem Wochenplan ist eine Methode, den/ die Schüler/in aktiv in das Unterrichtsgeschehen einzubinden. Die Schüler/innen können selbst entscheiden, wann sie welche Aufgabe des Wochenplanes erledigen wollen. Ferner muss jede/r Schüler/in im Vorfeld aktiv werden, um die Aufgaben zu lösen, weil er/ sie sich die Materialien, die für die Lösung der Aufgabe benötigt werden, selbst beschaffen muss. Wenn einzelne Schüler/innen mit der Bearbeitung Probleme haben, besteht die Möglichkeit, Hilfe von anderen Mitschülern oder von der Lehrkraft zu erhalten. So wird selbstständiges Arbeiten erlernt. Lern und leistungsschwache Schüler/innen werden in den Unterricht aktiv integriert und können sich nicht mehr nur passiv verhalten, da auch sie ihre Aufgaben eigenverantwortlich und selbstständig lösen müssen. Dadurch, dass sich alle Schüler/innen während der Wochenplanarbeit aktiv mit den Aufgaben beschäftigen, ist der Lerneffekt am Ende sehr hoch.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des selbstständigen Lernens und Vorstellung der Fragestellung der Arbeit.
2. Wochenplanarbeit: Definition und theoretische sowie praktische Fundierung der Wochenplanarbeit als Konzept der Unterrichtsorganisation.
3. Selbstständiges Lernen: Erläuterung des Begriffs „selbstständiges Lernen“, dessen Notwendigkeit und der zugrunde liegenden Merkmale.
4. Wochenplanarbeit zur Förderung selbstständigen Lernens: Zusammenführung der Konzepte zur Verknüpfung von Wochenplanarbeit und der Förderung von Selbstständigkeit.
5. Empirische Untersuchung im Hinblick auf Selbstständigkeit im Wochenplanunterricht: Darlegung des methodischen Vorgehens, der Auswahl der Klasse 3c und der entwickelten Untersuchungskriterien.
6. Beschreibung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Präsentation der Ergebnisse aus Befragungen, Beobachtungen und Interviews sowie deren Interpretation im Hinblick auf die Forschungsfrage.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse, des Forschungsprozesses sowie ein Ausblick auf zukünftige Optimierungsmöglichkeiten.
Wochenplanarbeit, Selbstständiges Lernen, Grundschule, Unterrichtsmethode, Lernumgebung, Eigeninitiative, Selbsttätigkeit, Lernbegleitung, Offener Unterricht, Differenzierung, Empirische Untersuchung, Schülerpartizipation, Unterrichtsentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und Wirksamkeit der Wochenplanarbeit als Methode zur Förderung des selbstständigen Lernens in einer Grundschulklasse.
Die Arbeit verknüpft pädagogische Theorie zum offenen Unterricht mit praktischen Beobachtungen zur Rolle der Lehrkraft, der Gestaltung der Lernumgebung und der Eigenverantwortung von Grundschülern.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob und wie der Wochenplanunterricht in einer dritten Klasse konkret dazu beiträgt, das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Es wurde ein qualitativ-quantitativer Methodenmix angewendet, bestehend aus schriftlichen Schülerbefragungen, einer Lehrerbefragung, offen-teilnehmender Beobachtung und leitfadengestützten Schülerinterviews.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Wochenplanarbeit erarbeitet, dann das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung in der Klasse 3c dargelegt und anschließend die Ergebnisse detailliert interpretiert.
Wesentliche Begriffe sind Wochenplanarbeit, selbstständiges Lernen, Grundschule, Eigenverantwortung und Lernbegleitung.
Die Autorin identifizierte vier verschiedene Lerntypen: den absolut selbstständigen, den selbstständigen, den unselbstständigen und den resignierenden Lerntyp.
Der Lehrer agiert als Lernbegleiter, der sich aus dem direkten Unterrichtsgeschehen zurückhält, jedoch feste Regeln und Strukturen vorgibt, um den Lernprozess zu rahmen.
Der gewählte Forschungszeitraum von lediglich drei Wochen war zu kurz, um tiefgreifende Entwicklungsschritte oder allgemeingültige Aussagen über den Lernerfolg zu treffen.
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