Bachelorarbeit, 2013
61 Seiten, Note: 1,7
1 Theoretischer Hintergrund
1.1 Einleitung
1.2 Need for affect
1.3 Elaboration-Likelihood-Modell
1.4 Transportation-Imagery-Modell
1.5 Stereotyp
1.6 Soziale Distanz
1.7 Wissen
1.8 Medien und psychische Krankheiten
2 Empirische Hypothesen
3 Methoden
3.1 Rekrutierung der Versuchspersonen
3.2 Stichprobe
3.3 Auswahl des Mediums
3.4 Das Medium
3.5 Versuchsdesign
3.6 Materialien
3.6.1 Need for affect Skala
3.6.2 Transportation-Skala
3.6.3 Einstellung gegenüber Depressiven
3.6.3.1 Stereotype Einstellung
3.6.3.2 Soziale Distanz
3.6.3.3 Wissen
3.7 Vorgehen
3.8 Datenanalyse
3.8.1 Exploratorische Faktorenanalysen
3.8.2 Regressionen
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik zum Mediennutzungsverhalten
4.2 Faktoranalytische Untersuchung der Einstellungsskala
4.3 T-test für abhängige Stichproben
4.4 Modelltestungen
4.4.1 Modelltestung H1
4.4.2 Modelltestung H2
4.4.3 Modelltestung H3
4.4.4 Modelltestung H4
5 Diskussion
5.1 Die wichtigsten Ergebnisse
5.1.1 Exploratorische Faktorenanalysen
5.1.2 Hypothesen
5.2 Interpretation
5.3 Ausblick
A Pretest
B Posttest: Transportation-Skala
C Vortest: Skala zum Rezeptionserleben
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen narrativer Texte auf Einstellungen gegenüber an Depression erkrankten Menschen. Das zentrale Ziel ist es zu ergründen, ob durch den Prozess der "Transportation" (das intensive Eintauchen in eine fiktionale Geschichte) Einstellungsänderungen bei Lesern induziert werden können und ob dabei der Medientyp (Buch vs. E-Book) eine moderierende Rolle spielt.
1.4 Transportation-Imagery-Modell
In Untersuchungen aus dem Jahr 1997 konnten Prentice, Gerrig und Bailis zeigen, dass Überzeugungen sich in Richtung der Einstellung der Protagonisten veränderten, deren fiktionale Geschichte kurze Zeit vorher gelesen wurde. Aus Sicht der Zwei-Prozess-Modelle kann bei fiktionalen Texten, die der Unterhaltung dienen und eine geringe Elaboration mit sich ziehen, nur über die periphere Route eine schwache Einstellungsänderung erfolgen. Im Gegensatz zu pragmatischen Texten wie politischen Reden werden keine Argumente oder Fakten über bestimmte Themen in fiktionalen Texten verarbeitet, die eine hohe Elaboration benötigen. So stößt die Erklärungskraft der Zwei-Prozess-Modelle in Bezug auf Fiktionen an ihre Grenzen.
Doch wurde mit den ersten Experimenten zu fiktionalen Texten und Filmen (z. B. Green & Brock, 2002; Prentice & Gerrig, 1999) nach einer anderen theoretischen Alternative gesucht, die den Einfluss von Narrationen auf Einstellungsänderungen erklären kann. Green und Brock (2000, 2002) entwickelten ein Modell, das die intensive emotionale Wirkung von Narrationen mit einbezieht und so versucht, die Beeinflussung von Einstellungen zu erklären. Das Transportation-Imagery-Model (Green & Brock, 2002) ist begründet durch den Zustand der Transportation, der ausschließlich durch Narrationen entsteht. Wenn der Rezipient von einer Geschichte mitgerissen wird, dass er alles um sich herum vergisst und Teil der Geschichte wird, sprechen Green und Brock (2000) von Transportation. Es kommt nicht zu Überzeugungsänderungen durch eine Analyse der Argumente und auch nicht über die periphere Route, sondern über ein emotional involviertes Rezeptionserleben.
1 Theoretischer Hintergrund: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Persuasionsforschung, das Transportation-Imagery-Modell, das Konzept der sozialen Distanz sowie den aktuellen Forschungsstand zu Medien und psychischen Erkrankungen.
2 Empirische Hypothesen: Formuliert vier zentrale Hypothesen, die den Zusammenhang zwischen Transportation, Einstellungsänderung gegenüber Depressiven und dem Einfluss des Medientyps untersuchen.
3 Methoden: Beschreibt das methodische Vorgehen, die Rekrutierung der 75 Probanden, das experimentelle Versuchsdesign, die eingesetzten Skalen sowie die durchgeführten statistischen Analysen.
4 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Daten, die Ergebnisse der Faktorenanalysen zur Validierung der Einstellungsskalen sowie die Resultate der Modelltestungen mittels linearer Regressionen.
5 Diskussion: Reflektiert die nicht signifikanten Ergebnisse, interpretiert die Limitationen der Studie bezüglich der Stichprobenhomogenität und der Messinstrumente und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Transportation, Need for affect, Persuasive Fiktion, Einstellung, Depression, Stigmatisierung, Soziale Distanz, Medienpsychologie, Narration, Rezeptionserleben, Stereotype, E-Book-Reader, Elaboration-Likelihood-Modell, Einstellungsänderung.
Die Arbeit untersucht, ob narrative Texte, konkret der Roman "Als meine Seele dunkel wurde", eine Einstellungsänderung gegenüber an Depression erkrankten Menschen bewirken können.
Die Themenfelder umfassen die medienpsychologische Wirkungsforschung, die Stigmatisierung psychisch Kranker sowie die Rezeptionsprozesse bei fiktionalen Texten.
Das Ziel ist zu prüfen, ob ein hohes Maß an "Transportation" (Eintauchen in die Geschichte) zu einer positiveren Einstellung gegenüber Depressiven führt und ob die Art des Mediums (Buch oder E-Book) dabei eine Rolle spielt.
Es handelt sich um eine experimentelle Laborstudie mit einem Prä-Post-Messdesign, bei dem zwei Gruppen (Buch- und E-Book-Leser) hinsichtlich ihrer Einstellungsänderung verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Herleitung der Hypothesen, die methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Transportation, Stigmatisierung, Depression, Need for affect und Persuasive Fiktion.
Diese Variable dient als Kontrollvariable, um die Motivation der Teilnehmer zum Aufsuchen oder Vermeiden emotionaler Situationen abzubilden und das Versuchsdesign zu parallelisieren.
Da keine validierten Instrumente speziell für Einstellungen gegenüber Depressiven existierten, wurden existierende Skalen, die ursprünglich für Schizophrenie konzipiert waren, inhaltlich an das Störungsbild der Depression angepasst.
Die Studie konnte keinen signifikanten Einfluss der Art des Mediums (Buch vs. E-Book) auf das Ausmaß der Transportation oder die Einstellungsänderung feststellen.
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