Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Was ist Teilhabe?
3. Was ist politische Teilhabe?
4. Inwieweit ist Teilhabe konstituierend für eine Demokratie?
5. Was lässt in Deutschland auf die (Nicht-)Verwirklichung politischer Teilhabe schließen?
6. Wie lässt sich politische Teilhabe verwirklichen?
7. Was ist Design Thinking?
8. Was lässt Design Thinking als geeignetes Instrument zur Verwirklichung von Teilhabe erscheinen?
a. Was könnte für Design Thinking als Teilhabe-Instrument sprechen?
b. Was könnte gegen Design Thinking als Teilhabe-Instrument sprechen?
c. Zusammenfassung
9. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Methode des Design Thinking als ein innovatives, partizipatives Instrument zur Stärkung politischer Teilhabe eingesetzt werden kann, um den Herausforderungen einer zunehmenden Entfremdung zwischen Bürgern und politischen Institutionen zu begegnen.
Design Thinking – stärkt das Vertrauen aller Teilnehmer
Eine häufige Diagnose im Rahmen der Teilhabedebatte ist die einer Vertrauenskrise zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Süssmuth meint hier einen wachsenden „Graben“ und „gegenseitiges Misstrauen“ auszumachen. Die grundsätzliche Wertschätzung, die im Design Thinking jedem Teilnehmer und seinen Fähigkeiten entgegengebracht wird, bietet einen geeigneten Ansatzpunkt, um solch ein Misstrauen zu überwinden. Der Prozess ist so gestaltet, dass jeder seine individuellen Stärken unter Beweis stellen kann, sei es auf fachlicher oder kommunikativer Ebene, sei es beim Analysieren der Aufgabenstellung, beim Beobachten der Nutzer oder bei der Generierung möglichst vieler Lösungsideen.
Die jedem Menschen innewohnende Kreativität und Lust an der Kooperation werden durch Design Thinking hervorgebracht und stellen eine geeignete Basis dar, um Vertrauen zu Vertretern anderer Gruppierungen aufzubauen. Politiker können sich von dem geistigen Ressourcenreichtum der Bürgerinnen und Bürger überzeugen, während umgekehrt vielleicht Vorurteile gegenüber angeblich eingefahrenen und abgehobenen politischen Profis abgebaut werden können. Solch ein gestiegenes Vertrauen schafft wiederum bessere Voraussetzungen für künftige Teilhabeformen aller Art.
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an Design Thinking durch ihre Erfahrungen an der d.school in Potsdam und formuliert die Forschungsfrage zur Eignung dieser Methode für politische Teilhabe.
2. Was ist Teilhabe?: Dieser Abschnitt definiert Teilhabe als allgemeines Konzept des Einbezogenseins und differenziert es von verwandten Begriffen wie Empowerment, Integration und Inklusion.
3. Was ist politische Teilhabe?: Das Kapitel beleuchtet verschiedene Definitionen und Kategorisierungen politischer Partizipation im wissenschaftlichen Kontext und betont deren instrumentellen sowie normativen Doppelcharakter.
4. Inwieweit ist Teilhabe konstituierend für eine Demokratie?: Es wird untersucht, warum Partizipation eine notwendige Bedingung für Demokratien ist und welche Rolle sie im aktuellen politischen Krisendiskurs einnimmt.
5. Was lässt in Deutschland auf die (Nicht-)Verwirklichung politischer Teilhabe schließen?: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Indizien für Partizipationskrisen in Deutschland, wie die wachsende Distanz zwischen Regierenden und Regierten.
6. Wie lässt sich politische Teilhabe verwirklichen?: Es werden Strategien diskutiert, um die ungleiche Verteilung von Partizipationsressourcen zu überwinden, unter anderem durch neue Beteiligungsmodelle und politische Bildung.
7. Was ist Design Thinking?: Einführung in das Konzept des Design Thinking als systematische Innovationsmethode, basierend auf einem sechsstufigen iterativen Prozess.
8. Was lässt Design Thinking als geeignetes Instrument zur Verwirklichung von Teilhabe erscheinen?: Hier werden die spezifischen Vorteile der Methode (u.a. Vorurteilsfreiheit, Kollaboration) sowie potenzielle Kritikpunkte (u.a. Vereinfachungsgefahr) gegenübergestellt.
9. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Design Thinking als moderner, gruppenspezifischer Ansatz das demokratische Repertoire erweitern und zu einer gerechter verteilten politischen Teilhabe beitragen kann.
Design Thinking, Politische Teilhabe, Partizipation, Demokratie, Bürgergesellschaft, Inklusion, Empowerment, Ownership, Politische Bildung, Innovationsmethode, Civic Education, Postdemokratie, Nutzerzentriertheit, Governance, Politische Kultur.
Die Arbeit untersucht die Eignung von Design Thinking, einer aus dem Innovationsmanagement bekannten Methode, als Werkzeug zur Förderung politischer Partizipation in der Bundesrepublik Deutschland.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen politischer Teilhabe, die Analyse aktueller Demokratiekrisen und die Bewertung der Potenziale und Grenzen von Design Thinking als Beteiligungsformat.
Das Hauptziel ist zu klären, ob Design Thinking dazu beitragen kann, politischen Frustrationen und Exklusionstendenzen entgegenzuwirken und bislang weniger partizipierende Bevölkerungsschichten in den demokratischen Prozess einzubinden.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die theoretische Herleitung der Kompatibilität von Design-Thinking-Prinzipien mit den Erfordernissen demokratischer Willensbildung.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen von Teilhabe als auch die konkrete Funktionsweise des Design-Thinking-Prozesses dargelegt und deren gegenseitige Übertragbarkeit intensiv diskutiert.
Design Thinking, Politische Teilhabe, Demokratie, Inklusion, Empowerment, Bürgergesellschaft und Politische Bildung.
Die Autorin hebt hervor, dass erfolgreiche Teilhabe nicht nur Wissen, sondern auch soziale Kompetenzen und praktische Erfahrungen erfordert, welche durch „Civic Education“ besser vermittelt werden können als durch klassische politische Bildung.
Obwohl Design Thinking globale Probleme nicht direkt löst, ermöglicht es durch seine niedrigen Eintrittsbarrieren und den Fokus auf reale Nutzerbedürfnisse eine bessere Anbindung der Bürger an lokale und komplexe Entscheidungsprozesse.
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