Wissenschaftliche Studie, 2013
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Theorie
2. Methode
2.1 Versuchspersonen
2.2 Apparate und Material
2.3 Versuchsplan
2.4 Durchführung
3. Ergebnisse
4. Diskussion
5. Literaturverzeichnis
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht in einem Laborexperiment, ob die Konfrontation mit einem gewaltdarstellenden Filmausschnitt einen messbaren Einfluss auf die Gewalteinstellung der Versuchspersonen ausübt. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen medialer Gewalt und individuellen Einstellungsbekundungen empirisch zu überprüfen.
1. Einleitung und Theorie
Es gibt eine hohe Zahl an Publikationen, die den Einfluss der Medien auf das Aggressionsverhalten untersuchen. Die verschiedenen Studien stammen von Forschern aus den Bereichen der Psychologie, Soziologie, Medienwissenschaften und Kriminologie und legen zum einen unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte und gründen sich zum anderen auf ein heterogenes methodisches Vorgehen. Die Aussagen, die in diesen empirischen Untersuchungen getroffen wurden, widersprechen sich zum Teil und manifestieren gegensätzliche Wirkungszusammenhänge.
Aufgrund der Diversität und der Allgegenwärtigkeit von Medien in der heutigen Zeit ist der generelle Einfluss von Medien schwer zu untersuchen. Zuletzt wurde dieser Versuch im Jahr 1986 in einer Feldstudie von Joy, Kimball und Zabrack unternommen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren die Auswirkungen von der Fernseheinführung in einer noch fernsehlosen Gemeinde untersuchten. Sie verglichen das Verhalten der Bewohner mit dem von zwei anderen kanadischen Gemeinden (annähernd gleiche Einwohnerzahl). Die Ergebnisse werden heutzutage jedoch unterschiedlich interpretiert und liefern keine eindeutige Aussage hinsichtlich des Wirkungszusammenhangs. In der Regel werden Medienwirkungsstudien in Form von Laborexperimenten oder Befragungen durchgeführt. Häufig zitiert wird das grundlegende Laborexperiment von Grimm aus dem Jahr 1999, bei dem Menschen im Alter von 11 bis 65 Jahre Ausschnitte aus „Marterial Arts Filmen“ gezeigt wurden, die sich im Maße, in dem sie gewalthaltige Szenen enthielten, unterschieden. Aufgabe der Probanden war es sowohl vor, als auch nach dem Betrachten der Clips einen Fragebogen auszufüllen, mit welchem ihr Verständnis von Gewalt und ihre Gewaltbereitschaft untersucht wurden. Zusätzlich wurden ihr Puls und ihre galvanische Hautreaktion während des Rezipientenvorgangs gemessen. Nach Grimm führten alle Filmausschnitte zu einer signifikanten Senkung bei der Bewertung des eigenen Aktionspotentials und gleichzeitig zu einem Anstieg an Angst. Er postulierte den positiven Zusammenhang, dass die Angst umso mehr anstieg, desto gewalttätiger die gezeigten Szenen waren.
1. Einleitung und Theorie: Dieses Kapitel erläutert den aktuellen Forschungsstand zum Einfluss medialer Gewalt auf das Aggressionsverhalten und stellt theoretische Ansätze sowie die Problemstellung der eigenen Untersuchung dar.
2. Methode: Hier werden die Auswahl der Versuchspersonen, das verwendete Material, das experimentelle Design und der Ablauf der Datenerhebung detailliert beschrieben.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive und inferenzstatistische Auswertung der Daten zur Gewalt- und Rassismusakzeptanz in der Kontroll- und Experimentalgruppe.
4. Diskussion: Abschließend werden die statistischen Ergebnisse kritisch hinterfragt, unerwartete Befunde interpretiert und methodische Grenzen sowie Ansätze für zukünftige Forschung aufgezeigt.
5. Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche im Text zitierte Quellen alphabetisch aufgelistet.
Mediale Gewalt, Aggression, Gewaltakzeptanz, Experiment, Einstellungsforschung, Laborexperiment, Medienwirkung, Psychologie, Sozialpsychologie, Likert-Skala, American History X, Rassismus, Forschungsdesign, Störvariablen, Validität.
Die Arbeit untersucht in einem experimentellen Rahmen, ob das Betrachten exzessiver Gewaltszenen in Filmen kurzfristig die persönliche Einstellung zu Gewalt und Aggression beeinflusst.
Die Schwerpunkte liegen auf der Medienwirkungsforschung, der Psychologie von Einstellungen sowie der empirischen Untersuchung von Gewaltakzeptanz bei Studierenden.
Ziel ist es zu prüfen, ob sich durch eine experimentelle Intervention (Darbietung eines gewalthaltigen vs. gewaltfreien Films) eine messbare Veränderung in der Einstellung der Versuchspersonen zu Gewalt und Rassismus provozieren lässt.
Es handelt sich um ein einfaktorielles, univariantes Laborexperiment mit einer Experimental- und einer Kontrollgruppe, bei dem die Einstellungsmessung mittels standardisierter Fragebögen und Likert-Skalen erfolgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung des methodischen Aufbaus (inklusive Randomisierung und Stimulusmaterial) sowie die umfassende statistische Auswertung der erzielten Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie mediale Gewalt, Gewaltakzeptanz, Einstellungsforschung, Laborexperiment, Sozialpsychologie und Medienwirkung definieren.
Der Film wurde gewählt, da er die neonazistische Szene thematisiert und somit sowohl explizite Gewaltszenen als auch rassistische Inhalte enthält, die für die Messung der Zielvariablen relevant sind.
Die kleine Stichprobe (Studierende) schränkt die Repräsentativität und Generalisierbarkeit auf die Gesamtbevölkerung stark ein und erschwerte die statistische Signifikanzprüfung mittels U-Test.
Die statistischen Tests (U-Test, T-Test) zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen, weshalb die Nullhypothese beibehalten werden musste – was vermutlich an der geringen Stichprobengröße und methodischen Störvariablen liegt.
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