Masterarbeit, 2014
130 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Motivation
1.2. Ziele und Grenzen
1.3. Methodik und Randbedingungen
2. Grundlagen
2.1. Smart Grid und die Bedeutung von Wärmespeichern
2.2. Systemkomponenten des Energiebunkers
2.2.1. Wärmespeicher
2.2.2. Kraft-Wärme-Kopplung und Blockheizkraftwerke
2.2.3. Solarkollektoren
2.2.4. Heißwassererzeuger
2.3. Netzinfrastruktur in Hamburg
2.3.1. Wärmenetz
2.3.2. Stromnetz
2.3.3. Erdgasnetz
3. Auswahl und Konversion der Bunkeranlagen
3.1. Vorbemerkungen und Einschränkungen
3.2. Datenbeschaffung, Datenbereinigung und Vorauswahl
3.2.1. Zivilschutzdaten der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
3.2.2. Erstellung einer Datenbank für potenzielle Bunkeranlagen
3.2.3. Bewertung und Vorauswahl der Zivilschutzbauten
3.3. Auswahl und Beschreibung geeigneter Konversions-Bunker
3.3.1. Verifizierung des Nutzungsstatus der Bunkeranlagen und Beschaffung von standort- und gebäudetechnischen Daten
3.3.2. Bewertung der Erdgas- und Stromnetzinfrastruktur für die Bunkerauswahl
3.3.3. Speicherkapazität des Energiebunker-Netzwerkes
4. Dynamische Analyse / Modellierung eines Energiebunkers
4.1. Systembeschreibung und Eingangsparameter
4.1.1. Systembeschreibung und Eingangsparameter
4.1.2. Auslegungskriterien und Eingangsdaten des Simulationsmodells
4.2. Parametrierung des Bunkermodells
4.2.1. Auslegungsrechnung und variable Parametrierung durch Initialisierungsskripte
4.3. Zeitgesteuerte Simulation des Bunkermodells
4.3.1. Modellierung des Solarkollektors
4.3.2. Modellierung des Wärmespeichers
4.3.3. Modellierung des Blockheizkraftwerkes
4.3.4. Modellierung des Heißwassererzeugers
5. Visualisierung und Auswertung des Simulationsmodells
5.1. Speichersystem
5.2. Kollektorsystem
5.3. Blockheizkraftwerk und Heißwassererzeuger
5.4. Elektrische Pumpenleistung
6. Fazit und Ausblick
Die Masterthesis untersucht das Potenzial ehemaliger Zivilschutzbunker in Hamburg für eine Konversion zu sogenannten Energiebunkern. Ziel ist es, durch die Einbindung von Wärmespeichern, Blockheizkraftwerken, Solarkollektoren und Spitzenlastkesseln ein virtuelles Kraftwerk zur dezentralen, effizienten Strom- und Wärmeerzeugung in einem städtischen Netzwerk aufzubauen.
2.2.1.1. Funktionsweise und genereller Aufbau
Wärmespeicher werden in den angestrebten Größenordnungen von mehr als 1.000 Kubikmetern häufig als Verdrängungsspeicher ausgeführt. Sie speichern thermische Energie indem bspw. erwärmtes Wasser aus den Wärmetauschern der BHKW oder der Solarthermieanlage, das sich im Speicherbehälter befindende kalte Wasser verdrängt. Im umgekehrten Sinne verhält es sich beim Entladevorgang, wo warmes Wasser im Speicher durch kaltes Rücklaufwasser aus dem Wärmenetz ersetzt wird. Die sich im Behälter befindende Wassermasse bleibt bei Belade- wie Entladevorgang immer konstant.
Für die Speicherung von Wärme kann auf der Basis des Speicherprinzips generell zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden werden [FK12, S. 10f.]:
• Sensible Wärmespeicher: Sie verändern beim Lade- oder Entladevorgang ihre „fühlbare“ Temperatur.
• Latentwärmespeicher: Sie verändern beim Lade- oder Entladevorgang nicht ihre „fühlbare“ Temperatur, sondern das Wärmespeichermedium ändert seinen Aggregatzustand. Meistens ist das der Übergang von fest zu flüssig (bzw. umgekehrt). Das Speichermedium kann über seine Latentwärmekapazität hinaus be- oder entladen werden, was erst dann zu einer Temperaturerhöhung führt.
• Thermochemische Wärmespeicher oder Sorptionsspeicher (Silicagel oder Zeolithe): Sie speichern die Wärme mit Hilfe von endo- und exothermen Reaktionen.
Zudem kann zwischen offenen, im Erdreich eingebauten sogenannten Aquiferspeichern und den üblichen Behälterkonstruktionen unterschieden werden. Aufgrund der erforderlichen Einbindung in bestehende Wärmesysteme, die Heißwasser als Trägermedium verwenden, und der Unterbringung in Bunkeranlagen ist eine sensible Wärmespeicherung in meist zylindrischen Speichertanks aus Stahl zu bevorzugen [FK12, S. 30 und 69]:
1. Einleitung: Beschreibt die energiepolitischen Ziele Deutschlands sowie das Forschungsprojekt "Smart Power Hamburg" und die spezifische Fragestellung der Arbeit bezüglich der Nutzung von Bunkeranlagen als Wärmespeicher.
2. Grundlagen: Erläutert das Konzept des Smart Grid und die systemrelevanten Komponenten eines Energiebunkers, einschließlich der Netzinfrastruktur in Hamburg.
3. Auswahl und Konversion der Bunkeranlagen: Beschreibt die Recherche, Datenbankerstellung und das Bewertungsverfahren zur Identifizierung der zehn am besten geeigneten Bunkerstandorte in Hamburg.
4. Dynamische Analyse / Modellierung eines Energiebunkers: Dokumentiert die mathematische und systemtechnische Modellierung des Energiebunkers in Matlab/Simulink sowie die Definition der verschiedenen Analyseszenarien.
5. Visualisierung und Auswertung des Simulationsmodells: Präsentiert die Ergebnisse der Simulation für die drei definierten Szenarien hinsichtlich der Speicherleistung, Kollektorleistung und der Betriebsweisen von BHKW und HWE.
6. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Potenzialanalyse und der Simulation zusammen und bewertet die Eignung der untersuchten Bunkeranlagen für eine energetische Nutzung im Sinne der Energiewende.
Energiebunker, Wärmespeicher, Kraft-Wärme-Kopplung, Blockheizkraftwerk, Smart Grid, Simulationsmodell, Matlab/Simulink, Hamburg, Zivilschutzbunker, Lastmanagement, Wärmenetz, Solarkollektoren, Konversion, Speicherkapazität, Energiewende.
Die Arbeit analysiert das Potenzial, ehemalige Zivilschutzbunker in Hamburg zu Energiebunkern umzubauen, um sie als Speicher und Erzeuger in ein städtisches Wärmenetz zu integrieren.
Die zentralen Themen sind Wärmespeicherung, dezentrale Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Systemmodellierung und Netzinfrastrukturbewertung.
Die Arbeit untersucht, wie viel thermische Energie und Speichervolumen maximal in die Hamburger Bunkerinfrastruktur integriert werden können, um ein innerstädtisches Wärmespeicher-Netzwerk aufzubauen.
Es wird eine technische Potenzialabschätzung durchgeführt, die durch ein zeitgesteuertes Simulationsmodell in Matlab/Simulink zur energetischen Auswertung unterstützt wird.
Der Hauptteil befasst sich mit den technischen Grundlagen, der Datenbankerstellung für Bunkerstandorte sowie der Modellierung, Parametrierung und Simulation des Energiebunkers unter verschiedenen Szenarien.
Wichtige Begriffe sind Energiebunker, Wärmespeicher, Blockheizkraftwerk (BHKW), Smart Grid und Lastabdeckung.
Klotzbunker verfügen über ausreichend große, zusammenhängende Innenflächen und eine robuste Bauweise, die eine Installation großer Speichertanks und technischer Aggregate ermöglicht.
Die Kollektorsysteme haben einen eher geringen Einfluss auf die thermische Leistung des Gesamtsystems im Vergleich zu den Blockheizkraftwerken, tragen aber zur Optimierung und Minimierung der Speicherverluste bei.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

