Magisterarbeit, 2013
126 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 SURREALISMUS ALS WIRKUNGSÄSTHETISCHES STILMITTEL
2.1 AUSGANGSSITUATION / PROBLEMBESCHREIBUNG
2.2 SURREALISMUS
2.2.1 Geschichtlicher Rahmen
2.2.2 Katalysatoren
2.2.2.1 Die Zwei Weltkriege
2.2.2.2 Psychoanalyse
2.3 SYSTEMATISIERUNG DES SURREALISMUSBEGRIFFS
2.3.1 Erste Prämisse: Unterscheidung eines historischen von einem ästhetischen Surrealismus
2.3.2 Zweite Prämisse: Systematische Betrachtung der Filmgeschichte
2.3.3 Conclusio
2.4 DIE ÄSTHETIK DES SURREALEN – ODER: »Schön wie die zufällige Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch«
2.4.1.1 Rauschgift Bild
2.4.1.2 Der Zufall im Bild – surreale Imaginationstechniken
2.4.1.3 Bildinhalte: Entfremdung und böse Vorahnung
3 SURREALISMUS UND FILM
3.1 SCHOCKÄSTHETIK – DER SURREALISTISCHE FILM VON DAMALS
3.1.1 Die Extremposition: Un Chien Andalou
3.1.2 L’Age D’or, L’ÉTOILE DE MER, La Coquille et le Clergyman und weitere
3.2 SURREALISMUS UND FILM – HEUTE
4 KINO – PSYCHOANALYSE – SURREALISMUS
4.1 GESCHICHTLICHER HINTERGRUND
4.2 ERINNERUNGSWELTEN, (UNTER-)BEWUSSTSEIN UND TRAUM ALS POTENTIALE FÜR FILMEMACHER
4.3 PSYCHOANALYTISCHE FILMINTERPRETATION IN DER KINOHÖHLE
5 SURREALISMUS IN GASPAR NOÉS ENTER THE VOID
5.1 »DIE ZEIT ZERSTÖRT ALLES« KURZER ABRISS ZU GASPAR NOÈS PERSON UND ŒUVRE
5.2 ENTER THE VOID – VERSTÖRENDER INHALT IMPLIZIERT VERSTÖRENDE UMSETZUNG
5.2.1 Titelsequenz
5.2.2 Enter
5.2.3 Fokalisierung und Kameraperspektiven in ENTER THE VOID
5.2.4 Zeitstruktur
5.2.5 Aktstruktur – eine (Helden-)Reise
5.3 »… AND IT WAS LIKE HAVING MY FIRST DRUG EVER, AND IT WAS THAT MOVIE« DER FILM ALS (DROGEN-)TRIP
5.3.1 ENTER THE VOID als Drogenfilm
5.3.2 Immersive Strategien, die ENTER THE VOID zu einem Trip werden lassen
5.3.2.1 Immersion
5.3.2.2 Negierung der Montage und Orientierungslosigkeit
5.3.2.3 Solipsistisches Modell in ENTER THE VOID
5.4 ENTER THE VOID AUS PSYCHOANALYTISCHER SICHT
5.4.1 Der Rezipient im Spiegelstadium
5.4.2 Ödipuskomplex als Ursache des Scheiterns des Protagonisten Oscars
5.4.3 Tod der Eltern
5.4.4 Der Todestrieb — thanatos
5.4.5 Körperlichkeit und Erotik in ENTER THE VOID
Die Arbeit untersucht die Aktualität des Surrealismus in der zeitgenössischen Filmkunst am Beispiel des Films ENTER THE VOID von Gaspar Noé. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage gestellt, inwiefern dieser Film als surrealistisches Werk klassifiziert werden kann und in welcher Weise das Verhältnis von Kino, Psychoanalyse und Surrealismus als ein methodisches Instrument zur Filmanalyse dienen kann.
2.4 DIE ÄSTHETIK DES SURREALEN – ODER: »Schön wie die zufällige Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch«
Das Leben schien nur lebenswert, wo die Schwelle, die zwischen Wachen und Schlaf ist, in jedem ausgetreten war, wie von Tritten massenhafter hin und wider flutender Bilder, die Sprache nur sie selbst, wo Laut und Bild und Bild und Laut mit automatischer Exaktheit derart glücklich ineinandergriffen, dass für den Groschen ›Sinn‹ kein Spalt mehr übrigblieb.
Walter Benjamin beschreibt in seiner letzten Momentaufnahme über den »Sürrealismus« treffend den Zustand, in dem sich die Mitglieder der Gruppe am liebsten aufhielten und aus dem sie ihre Werke schöpften. Dieser sogenannte Schlafzustand gab dieser Phase ihren Namen; sie wurde zur Époque des sommeils. Um in die Welt des Über-Ichs vorzudringen, haben sich die Surrealisten beispielsweise bei gemeinschaftlichen Séancen in Trance versetzen lassen oder sich mit dem psychoanalytischen Phänomen des »hypnotischen Schlafs« auseinandergesetzt. Die Experimente »geistesabwesend zu reden, zu schreiben, zu zeichnen« gelangen schnell und dienten der Offenbarung realer psychischer Existenz. Auf diese Weise fixierten sie ihr Innenleben, Kraft ihrer »inneren Widersprüchlichkeit«, auf einen medialen Träger. Da jedes Individuum andere Traditionen und Sehweisen in sich birgt…
1 EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik Surrealismus und Film ein und stellt die Thesen auf, dass ENTER THE VOID als surrealistischer Film zu verstehen ist und der Surrealismus eine anhaltende Aktualität im aktuellen Kino besitzt.
2 SURREALISMUS ALS WIRKUNGSÄSTHETISCHES STILMITTEL: Dieses Kapitel erarbeitet einen systematischen Surrealismusbegriff, der über die historische Epoche hinausgeht und Surrealismus als wirkungsästhetische Methode definiert.
3 SURREALISMUS UND FILM: Hier wird das Verhältnis von Surrealismus und Kino analysiert, wobei zwischen historischen surrealistischen Filmen und einer generellen Ästhetik des Surrealen im Film unterschieden wird.
4 KINO – PSYCHOANALYSE – SURREALISMUS: Dieses Kapitel beleuchtet die Interdependenz zwischen diesen drei Diskursebenen und zeigt auf, warum die psychoanalytische Filmanalyse für ein tieferes Verständnis surrealistischer Werke essenziell ist.
5 SURREALISMUS IN GASPAR NOÉS ENTER THE VOID: Der Hauptteil der Arbeit untersucht Gaspar Noés Film ENTER THE VOID unter Einbeziehung von Aspekten der Psychoanalyse, immersiven Filmstrategien und der Frage der Aktualität des surrealistischen Erbes.
Surrealismus, Filmtheorie, Psychoanalyse, Gaspar Noé, Enter the Void, Immersion, Todestrieb, Ödipuskomplex, Traumanalyse, Bewusstseinsfilm, Ästhetik, Montage, Kino, Identität, Körperlichkeit.
Die Arbeit analysiert die Aktualität des Surrealismus in Filmen Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts am Beispiel des Films ENTER THE VOID von Gaspar Noé.
Die zentralen Felder sind die Definition eines systematischen Surrealismusbegriffs, die theoretische Interdependenz von Kino und Psychoanalyse sowie die Untersuchung filmischer Strategien wie Immersion und subjektive Kameraführung.
Das Ziel ist es nachzuweisen, dass ENTER THE VOID ein surrealistischer Film ist, der moderne filmtheoretische Konzepte nutzt, um das Unterbewusste und das Phänomen der Nahtoderfahrung für den Zuschauer erfahrbar zu machen.
Es wird eine systematische Analyse durchgeführt, die historische Konzepte des Surrealismus mit psychoanalytischen Ansätzen und filmtheoretischen Diskursen (wie der Apparatustheorie oder dem Begriff des Bewusstseinsfilms) verknüpft.
Im Hauptteil wird die Inszenierung des Todes, die Rolle der Drogen (DMT) als Transmitter zwischen Realität und Imagination sowie die spezifische Aktschema-Struktur und Kameraperspektive in ENTER THE VOID analysiert.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Surrealität, Psychoanalyse, Immersion, Solipsismus, Ödipuskomplex, Todestrieb und die methodische Reflexion des Kinos als »Traumleinwand« aus.
Die Arbeit fokussiert sich konsequent auf die subjektive, solipsistische Kamera als zentrales surrealistisches Stilmittel, das den Zuschauer physisch und psychisch in den Bewusstseinszustand der Filmfigur (Oscar) versetzt.
Das Werk dient als wesentlicher narrativer und struktureller Rezeptionshinweis, um die buddhistische Perspektive der Nahtoderfahrung in der filmischen Struktur und Zeitlogik von ENTER THE VOID zu erklären.
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