Masterarbeit, 2013
105 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Der Autor und sein Werk
2.1 Chinua Achebe – Schriftsteller und Übersetzer
2.2 Things Fall Apart – Inhalt und Rezeption
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Literarische (Neu-)Übersetzung
3.2 Übersetzungsverfahren
3.3 Übersetzungsstrategien
4 Analyse
4.1 Methodik
4.2 Para- und Intertexte
4.2.1 Paratexte
4.2.2 Intertextuelle Referenzen
4.3 Textstruktur und -gestaltung
4.4 Lexik
4.4.1 Nomina und Nominalphrasen
4.4.1.1 Leitmotive
4.4.1.2 Einzelerscheinungen
4.4.2 Verben
4.4.3 Adjektive und adverbiale Bestimmungen
4.4.4 Pronomina
4.5 Phraseologismen
4.5.1 Vergleiche und Metaphern
4.5.2 Redewendungen
4.5.3 Sprichwörter
4.6 Igbo-Lexeme
4.6.1 Ideophone
4.7 Fingierte Oralität
4.8 Spezifische Einzelbetrachtungen
5 Schlussbetrachtung
6 Bibliographie
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die übersetzungsstrategische Vorgehensweise von drei verschiedenen deutschen Übersetzern von Chinua Achebes Roman Things Fall Apart mittels einer vergleichenden Analyse zu untersuchen. Dabei wird erforscht, wie die Übersetzer mit den kulturellen und sprachlichen Spezifika des Ausgangstextes umgehen, um die Zieltexte in einen übersetzungsstrategischen Gesamtkontext einzubinden.
4.2.1 Paratexte
Vor der Betrachtung der einzelnen Paratexte soll hervorgehoben werden, dass der AT auf ein solches Hilfsverfahren nicht zurückgreift, da Achebe der Meinung war, dass „especially for fiction, […] a story should be able to do without [a glossary], because a text should explain its vocabulary as it goes“ (Moore / Heath 2009: 100). Dem Original entsprechend verfügt auch die Ausgabe von 1976 über keine einzige paratextuelle Anmerkung. Die Übersetzung von MO stellt einen in sich geschlossenen, unabhängigen Text dar, dessen Interpretation nicht durch zusätzliche Kommentare oder Erklärungen beeinflusst wird. Die Übersetzung von HP (1983) beinhaltet dementgegen eine Gesamtanzahl von zehn Anmerkungen, die den Text in Form von Fußnoten begleiten. Bereits im ersten Kapitel wird dem Leser an zwei verschiedenen Stellen Zusatzinformation zugänglich gemacht. Da die Anmerkungen im Text durch Asteriske gekennzeichnet sind, wird der Leser bei seiner Lektüre und Textinterpretation unweigerlich gestört (vgl. Gouch 2011: 204). Auch wenn es sich meist um relativ knappe Erklärungen handelt, die nie mehr als drei Zeilen in Anspruch nehmen, ist man sich in der Übersetzungswissenschaft heute darüber einig, dass „unnötige“ Anmerkungen die Lektüre unterbrechen und eine „zusätzliche Interferenz bei der Textrezeption darstellen [können]“ (Sinner 2002: 50). Ein Übermaß an Fußnoten „[…] rather than illuminating a subject, may render it utterly exotic and obscure“ (Gouch 2011: 201).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und definiert das Ziel der vergleichenden Analyse der drei deutschen Übersetzungen von Things Fall Apart.
2 Der Autor und sein Werk: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben von Chinua Achebe, seinen Stil sowie den Inhalt und die Rezeption seines Romans.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden die translationswissenschaftlichen Konzepte wie (Neu-)Übersetzung, Übersetzungsverfahren und -strategien dargelegt.
4 Analyse: Das Kernstück der Arbeit bildet die detaillierte vergleichende Analyse der Texte hinsichtlich Methodik, Struktur, Lexik, Phraseologie und kultureller Besonderheiten.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die Bedeutung der verschiedenen Übersetzungsstrategien für die Wahrnehmung des Romans.
6 Bibliographie: Das Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.
Chinua Achebe, Things Fall Apart, Literaturübersetzung, Neuübersetzung, Einbürgerung, Verfremdung, Igbo, Kulturspezifika, Phraseologismen, Postkoloniale Literatur, Translationswissenschaft, Übersetzungsverfahren, Übersetzungsstrategien, Sprachvergleich, Textgestaltung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von drei unterschiedlichen deutschen Übersetzungen des Romans Things Fall Apart von Chinua Achebe.
Im Zentrum stehen die Strategien der Übersetzer, insbesondere das Spannungsfeld zwischen Einbürgerung in die Zielsprache und der Verfremdung des Ausgangstextes, um dessen spezifische kulturelle Identität zu bewahren.
Ziel ist es, die übersetzungsstrategischen Vorgehensweisen der drei Übersetzer systematisch zu untersuchen und in einen wissenschaftlichen Kontext zu setzen, um deren Einfluss auf die Interpretation und Rezeption des Romans durch deutschsprachige Leser aufzuzeigen.
Es handelt sich um einen retrospektiv-deskriptiven Übersetzungsvergleich, der als interlingualer Mehrfachvergleich angelegt ist und auf gängigen translationswissenschaftlichen Modellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Ebenen: von strukturellen Aspekten, über die Behandlung von Lexik und Phraseologie bis hin zur spezifischen Übersetzung von Igbo-Lexemen und der fingierten Oralität.
Neben dem Autor und dem Werk sind Begriffe wie Übersetzungsstrategie, Postkolonialismus, Kulturspezifika und Translation besonders prägend.
Der Roman hat im Laufe der Zeit unterschiedliche Neuübersetzungen erfahren, die jeweils durch ihre Entstehungszeit, den Verlagskontext und die individuelle Herangehensweise der Übersetzer beeinflusst wurden.
Die Kultur der Igbo ist fundamental für das Werk. Die Übersetzer stehen vor der Herausforderung, diese Identität zu vermitteln, ohne den Text durch zu starke Einbürgerung zu glätten oder durch zu starke Verfremdung unzugänglich zu machen.
Die Übersetzung von Strätling wird im Kontext der Arbeit primär dem strategischen Pol der irritierenden Verfremdung zugeordnet, was im Vergleich zu den anderen Übersetzungen als besonders konsequent in Bezug auf die Bewahrung des Originalstils bewertet wird.
Während einige Übersetzer dazu neigen, Sprichwörter in die deutsche Zielkultur zu übertragen (Einbürgerung), behalten andere die bildliche Ebene des Originals bei (Verfremdung), was unterschiedliche Auswirkungen auf das Verständnis der Igbo-Kultur durch den Leser hat.
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