Masterarbeit, 2013
123 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung
1.4. Forschungsleitende Frage
1.5. Methodisches Vorgehen
1.6. Struktur der Arbeit
2. Grundlagen der Finanzierung
2.1. Begriffsbestimmung Finanzierung
2.2. Begriffsbestimmung Kapital
2.2.1. Eigenkapital
2.2.2. Fremdkapital
2.2.3. Abgrenzung Eigen- und Fremdkapital
2.3. Finanzwirtschaftliche Ziele
2.3.1. Rentabilität
2.3.2. Liquidität
2.3.3. Sicherheit
2.3.4. Unabhängigkeit
2.3.5. Mobilität
2.3.6. Wertorientierte Ziele
2.4. Finanzwirtschaftliche Aufgaben
2.4.1. Kapitalbedarfsermittlung
2.4.2. Kapitalbeschaffung
2.4.3. Kapitalverwendung
2.4.4. Kapital- und Vermögensstrukturierung
3. Finanzierung in der österreichischen Hotellerie
3.1. Begriffsbestimmung Hotellerie
3.2. Besonderheiten der touristischen Dienstleistung
3.3. Die österreichische Hotellerie
3.4. Einteilung der Hotellerie
3.4.1. Ketten- und Individualhotellerie
3.4.2. Klassifikation nach Angebots- und Qualitätskategorien
3.5. Finanzierung in der Hotellerie
3.5.1. Finanzierungsinstrumente der Hotellerie
3.5.1.1. Innenfinanzierung
3.5.1.2. Außenfinanzierung
3.5.1.3. Mezzanine-Finanzierung
3.5.2. Kapitalstruktur
3.5.2.1. Eigenkapitalquote
3.5.2.2. Anlagenintensität
3.5.3. Rentabilität
3.5.3.1. Gesamtkapitalrentabilität
3.5.3.2. Eigenkapitalrentabilität
3.5.3.3. Umsatzrentabilität
3.5.4. Liquidität
3.5.4.1. Dynamischer Verschuldungsgrad
3.5.4.1. Cashflow
3.6. Finanzierungsproblematik der Hotellerie
3.6.1. Hintergründe und Einführung von Basel I - III
3.6.2. Der Ratingprozess
3.6.3. Konsequenzen für die Hotellerie
3.6.4. Anforderungen an die Hotellerie
3.7. Fazit
4. Multi-Ownership
4.1. Begriffsbestimmung
4.2. Herkunft und Marktentwicklung
4.3. Formen des Multi-Ownerships
4.3.1. Contractual Timeshare
4.3.2. Deeded Title Timeshare
4.3.3. Undivided Title Interests
4.4. Immobilienmanagement in der Hotellerie
4.4.1. Besonderheiten der Immobilie
4.4.2. Besonderheiten der Hotelimmobilie
4.4.3. Hotel Asset Management
4.5. Hybride Beherbergungsbetriebe
4.6. Rechtliche Grundlagen
4.7. Motive der Vertragsparteien
4.8. Multi-Ownership als Finanzierungmodell
4.8.1. Vertrauenswürdigkeit
4.8.2. Vertrieb und Weiterverkauf
4.8.3. Kosten
4.8.4. Kettenhotellerie versus Individualhotellerie
4.9. Fazit
5. Empirischer Teil
5.1. Methodik
5.1.1. Qualitative Forschung – Experteninterviews
5.1.2. Eignung und Begründung der Wahl
5.1.3. Methodenkritik
5.2. Forschungsdesign
5.2.1. Ziel der Untersuchung
5.2.2. Datenerhebung
5.2.3. Expertenauswahl
5.3. Forschungsergebnisse
5.3.1. Auswertungsmethode
5.3.2. Darstellung der Ergebnisse
5.3.3. Interpretation der Forschungsergebnisse
5.4. Limitationen der empirischen Untersuchung
6. Anforderungskatalog
7. Konklusion
7.1. Schlussbetrachtung
7.2. Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Problematik der Kapitalstruktur in der österreichischen Hotellerie zu analysieren und Multi-Ownership als alternatives Finanzierungsmodell zu bewerten. Die Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit Multi-Ownership ein geeignetes Instrument zur Eigenkapitalaufbringung für die Branche darstellt.
4.2. Herkunft und Marktentwicklung
Die Herkunft des Timesharings, das als wichtigste und erste Form des Multi-Ownerships gilt, kann nicht exakt bestimmt werden, da diese in der Literatur unterschiedlich hergeleitet wird (vgl. Hildenbrand/Kappus/Mäsch, 1997, S. 17). Häufig wird jedoch der Ursprung des Timesharing in den frühen 1960er Jahren gesehen, in denen Alexander Nette und sein Partner Guido Fenngli begannen, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln (vgl. Bieger/Laesser, 2007b, S. 10; WTO, 1996, S. 3).
Die beiden verfolgten die Überlegung, ein Apartment in einem französischen Skigebiet in den Alpen zu erwerben, konnten jedoch die notwendigen Mittel für die Investition nicht alleine aufbringen (vgl. Woods, 2001, S. 71). Aus diesem Grund kamen sie auf die Idee die erforderliche Investitionssumme unter mehreren Personen aufzuteilen. Mit dieser Teilung konnte nicht nur ein Apartment als Kapitalanlage gekauft, sondern dieses für eine bestimmte Periode als Feriendomizil benutzt werden (vgl. Carty, 1995, S. 44f). Nette und Fenngli gründeten daraufhin das Unternehmen „Hotel und Appartementhaus Immobilien Anlage AG“ (Hapimag) und investierten europaweit in Ferien-Immobilien.
In der Literatur wird der in den französischen Alpen liegende Wintersportort Super Devoluy als Geburtsort des Timesharings genannt, denn dort wurden zum ersten Mal 1967 von der Société des Grands Travaux de Marseille unter dem Slogan „Ne louez plus la chambre, achetez l’hotel – c’est moins onéreux!“ („Mieten Sie nicht mehr ein Zimmer, sondern kaufen Sie das Hotel - es ist billiger!“) Ferienwohnungen verkauft (vgl. de Sousa/Constanca, 1998, S. 29 f.; Mason, 1988, S. 28; Carty, 1995, S. 44f). In den darauffolgenden Jahren verbreitete sich das Geschäftsmodell international vor allem in Florida unter dem Namen „buying a prepaid vacation“ (vgl. Woods, 2001, S. 71f). Das Multi-Ownership gilt insbesondere in den USA mit einer jährlichen Wachstumsrate von 14 bis 17 Prozent als das am stärksten zunehmende Segment in der Tourismusindustrie (vgl. Woods, 2001, S. 72).
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Tourismus für Österreich und führt in die Problematik der Kapitalstruktur sowie die Forschungsfrage ein.
2. Grundlagen der Finanzierung: Erläutert zentrale Begriffe der Finanzierung, finanzwirtschaftliche Ziele und Aufgaben im Unternehmen.
3. Finanzierung in der österreichischen Hotellerie: Analysiert die spezifischen Finanzierungsstrukturen, Basel-Richtlinien und deren Auswirkungen auf die Hotelbranche.
4. Multi-Ownership: Definiert Multi-Ownership-Modelle, beleuchtet deren Marktentwicklung, rechtliche Grundlagen und Formen sowie das Immobilienmanagement.
5. Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung der Methodik (Experteninterviews), Auswertung und Interpretation der Forschungsergebnisse.
6. Anforderungskatalog: Bietet eine praktische Übersicht und Handlungsanleitung zur Umsetzung von Multi-Ownership-Modellen.
7. Konklusion: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der untersuchten Finanzierungsmodelle.
Multi-Ownership, Hotellerie, Finanzierungsinstrument, Eigenkapital, Fremdkapital, Basel III, Immobilienmanagement, Investition, Hoteldienstleistung, Eigenkapitalquote, Rentabilität, Liquidität, Timesharing, Immobilieninvestition, Anforderungskatalog
Die Arbeit befasst sich mit dem Multi-Ownership-Modell als alternativem Finanzierungsinstrument zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung in der österreichischen Hotellerie.
Die Hotellerie ist durch eine hohe Anlagenintensität und Fixkosten geprägt. Die Arbeit beleuchtet, wie Banken aufgrund von Basel-Richtlinien die Bonität differenzieren und somit den Zugang zu Krediten für KMU-Betriebe erschweren.
Das primäre Ziel ist es, die Eignung des Multi-Ownership-Modells zur Eigenkapitalaufbringung zu bewerten und einen Anforderungskatalog für die praktische Anwendung zu erstellen.
Es wird eine explorative, qualitative Studie durchgeführt, die auf zehn teilstrukturierten Experteninterviews basiert und mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wird.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Finanzierung, die spezifische Finanzierungsproblematik der Hotellerie, das Konzept des Multi-Ownerships inklusive rechtlicher Aspekte sowie eine empirische Auswertung der Expertenmeinungen.
Wesentliche Begriffe sind Hotellerie, Eigenkapitalfinanzierung, Basel III, Immobilienmanagement, Multi-Ownership und Investitionsrendite.
Experten weisen darauf hin, dass die klassische, klein strukturierte Hotellerie oft zu klein für solche Modelle ist und der Betrieb auch ohne diese Zusatzmodelle wirtschaftlich stabil sein muss.
Der Standort ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor, da die Saisonalität und die Attraktivität einer Destination direkt die Nachfrage nach den jeweiligen Immobilien-Anteilen beeinflussen.
Die Experten favorisieren Modelle, bei denen Eigentums- und Nutzungsrechte klar getrennt sind, insbesondere parifizierte Apartments mit Rückvermietungspflicht (BTUL-Modelle).
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