Magisterarbeit, 2003
103 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Was ist ein Musikvideo? Begriffsbestimmung
3. Die historische Entwicklung der Musikvideos
3.1. Von den historischen Vorläufern bis zur Herausbildung der Musikvideos
3.1.1. Frühe Formen der Verbindung von Ton und Bild und der Diskurs über die Beziehung beider Elemente zueinander
3.1.2. Die visuelle Musik
3.1.3. Einflüsse aus den Bereichen des kommerziellen Kinos und der Musik
3.1.4. Von den ersten Videoclips bis zu MTV
3.2. Die Musikkanalentwicklung
3.2.1. Der Werdegang von MTV
3.2.2. Musikvideos im deutschen Fernsehen
3.2.3. Musikvideos im Jahr 2003
3.2.4. Ausblick
4. Die Analyse der Musikvideos
4.1. Das Klassifizierungsmodell nach Michael Altrogge
4.1.1. Der Musik-Aspekt und die drei Musikstile
4.1.2. Die Darstellungsebenen
4.1.2.1. Die reine Performance
4.1.2.2. Die Konzeptperformance
4.1.2.3. Konzept mit Interpreten
4.1.2.4. Konzept ohne Interpret
4.1.2.5. Die Ausnahmen
4.1.3. Visuelle Binnenstruktur
4.1.4. Rahmenbedeutungen der externen Bilder
4.2. Zur Auswahl und ihrer Begründung
4.3. Die Beschreibung der Musikvideos
4.3.1. Die Videoauswahl 1987
4.3.1.1. Vanessa Paradis – Joe le Taxi
4.3.1.2. Boy George – Everything I Own
4.3.1.3. Black – Wonderful Life
4.3.1.4. George Harrison – I Got My Mind Set on You
4.3.1.5. Samantha Fox – Nothing’ s Gonna Stop Me Now
4.3.1.6. Kim Wilde – You Keep Me Hangin’ on
4.3.1.7. Peter Gabriel – Big Time
4.3.1.8. Hot Chocolate – You Sexy Thing
4.3.1.9. Iggy Pop – Real Wild Child
4.3.2. Die Videoauswahl 2003
4.3.2.1. Oasis – Songbird
4.3.2.2. 50 Cent – In da Club
4.3.2.3. B2K featuring P. Diddy – Bump, Bump, Bump
4.3.2.4. Missy Elliot – Gossip Folks
4.3.2.5. Curse – Hand hoch
4.3.2.6. Moloko – Familiar Feeling
4.3.2.7. Holly Valance – Naughty Girl
4.3.2.8. Placebo – Bitter End
4.3.2.9. Good Charlotte – Lifestyle of the Rich and Famous
4.4. Vergleich der ausgewählten Videos von 1987 und 2003
4.5. Die Überprüfung der Thesen
4.6. Es bleibt alles anders – Die Ergebnisdiskussion
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht die Entwicklungsgeschichte des Musikvideos und analysiert, inwieweit sich die strukturelle Form und das Erscheinungsbild von Musikvideos im Zeitraum von 1987 bis 2003 verändert haben. Ziel ist es, trotz technischer Innovationen und modischer Trends zu ergründen, ob die zugrundeliegende innere Struktur des Formats als Promotioninstrument für Interpreten stabil geblieben ist.
3.1.1. Frühe Formen der Verbindung von Ton und Bild und der Diskurs über die Beziehung beider Elemente zueinander
Das Musikvideo ist die heute populäre Form der Verbindung von musikalischem Ton und bewegtem Bild. Es ist nicht der erste Versuch der Menschheit, sich ihren Wunsch nach Visualisierung von Musik zu erfüllen. Vielmehr markiert das Musikvideo den aktuellen Endpunkt dieser Bestrebungen, die schon sehr zeitig begannen.
Überlieferte Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen zeigen, dass der Traum vom bebilderten Schall bis in die Frühgeschichte zurückreicht. So glaubten die Ägypter, dass die Welt durch den Lichtschrei einer singenden Sonne erschaffen wurde, die Inder sprachen in ihren brahmanischen Mythen von leuchtenden und klingenden Wesen als ersten Menschen. Im alten China wurde man bereits konkreter und fand für die Zusammenführung von Sehen und Hören einen eigenen Begriff: das Ohrenlicht.
Das Verbinden von Musik, Gesang und Darstellung – ob am Lagerfeuer nach der Jagd, beim Dorffest oder bei Familientreffen – ist eine alte Tradition. Es führte in unterschiedlichen Zivilisationen zur Herausbildung von spezifischen Volks- und Ritualtänzen. Dieser Umstand deutet darauf hin, dass Musik ursprünglich immer visuell war, „[…] die Gestik der Musikanten, die Bewegungen, der Tanz, all das gehört zum volkstümlichen Musizieren einfach dazu.“ Der Sinn liegt in der Illustrierung der auditiven Vorführung.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Faszination des Musikvideos und ordnet es als zentrales Werbeinstrument der Musikindustrie ein, während sie die Forschungsfragen und methodischen Ansätze der Arbeit darlegt.
2. Was ist ein Musikvideo? Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert den Begriff Musikvideo als Verbindung von Audio-Parts mit visuellen Elementen und diskutiert dessen Funktion als Marketingmedium und postmoderner Text.
3. Die historische Entwicklung der Musikvideos: Der Abschnitt zeichnet die evolutionäre Entwicklung vom Avantgardefilm und kommerziellen Kino bis hin zur Etablierung des Musikfernsehens (MTV, VIVA) nach.
4. Die Analyse der Musikvideos: Das Kernkapitel präsentiert das Klassifizierungsmodell nach Altrogge und wendet es auf ausgewählte Musikvideos der Jahre 1987 und 2003 an, um einen strukturellen Vergleich durchzuführen.
Musikvideo, Musikfernsehen, MTV, VIVA, Musikindustrie, Musikclips, Altrogge, Performance, Konzeptvideo, Musikgeschichte, Werbeinstrument, Musikstilistik, Popkultur, Visualisierung, Medienanalyse
Die Arbeit untersucht die Entwicklungsgeschichte und strukturellen Veränderungen von Musikvideos im Zeitraum von 1987 bis 2003.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Bild-Ton-Kopplung, die Etablierung des Musikfernsehens und eine vergleichende Analyse der Ästhetik und Struktur von Musikclips.
Das Ziel ist es zu prüfen, ob sich die innere Struktur von Musikvideos als Marketinginstrument trotz technischer Neuerungen und modischer Wandlungen grundlegend verändert hat.
Zur Analyse wird ein klassifikatorisches Instrumentarium von Michael Altrogge verwendet, welches Musikvideos anhand von Darstellungsebenen, visueller Binnenstruktur und Inhalten vergleichbar macht.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Teil zur Genese des Musikfernsehens und einen analytischen Teil, in dem neun Videos aus 1987 und neun Videos aus 2003 nach dem Modell von Altrogge untersucht werden.
Wichtige Begriffe sind Musikvideo, MTV/VIVA, Musikindustrie, Musikstilistik, Darstellungsebenen und Bild-Ton-Verbindung.
Die Jahre repräsentieren verschiedene Entwicklungsstadien: 1987 war eine Phase, in der sich MTV gefestigt hatte, während 2003 von Digitalisierung, globaler Expansion und veränderten wirtschaftlichen Bedingungen geprägt war.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sich der "Genotyp" (die innere Struktur als Werbeinstrument) nicht gewandelt hat, während sich der "Phänotyp" (die visuelle Ausgestaltung, das Tempo und die Komplexität) stark an aktuelle Trends angepasst hat.
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