Bachelorarbeit, 2009
53 Seiten, Note: 2,0
1. Vorbemerkung
2. Das apuleische Märchen Amor und Psyche
2.1 Fazit
3. Die Kapitolinische Amor und Psyche-Statuengruppe
4. Amor und Psyche in der griechischen Kunst
5. Vorläufer der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe
6. Der Typus Kapitol und der Typus Landsdowne
7. Reproduktionen der Statuengruppe in der Spätantike
8. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe in der europäischen Renaissance und Barock
9. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe im 18. und 19. Jahrhundert
9.1. Malerei:
9.2. Plastikreproduktionen en miniature:
9.3. Plastik:
Exkurs: Kaunos und Biblis
9.4. Gemmen:
9.5. Grafik und Raumausstattung:
10. Fazit und Ergebnisse der Untersuchung:
Diese Arbeit untersucht die rezeptionsgeschichtliche Entwicklung der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe. Dabei wird der zeitliche Bogen vom hellenistischen Original beziehungsweise der römischen Kopie bis in das 19. Jahrhundert gespannt, wobei ein besonderer Fokus auf der kunsthistorischen Einordnung, den verschiedenen Reproduktionstypen und der Bedeutung des Motivs in unterschiedlichen Epochen und Gattungen liegt.
3. Die Kapitolinische Amor und Psyche-Statuengruppe
Die Zweifigurengruppe (Abb. 1) symbolisiert die endgültige Vereinigung von Amor und Psyche, nachdem alle Qualen überstanden sind und ihre Ehe legitimiert ist.12 In der apuleischen Erzählung und in den Nachdichtungen kommt das sinnliche Umarmungsmotiv der beiden Liebenden nicht vor. Die Geschichte endet mit der göttlichen Hochzeitsfeier. Amor und Psyche stehen zeichenhaft für die endgültige Vereinigung von göttlicher Liebe mit der menschlichen Seele. 13 Darüber hinaus ist die Statuengruppe als Fortdauer der Seele nach dem Tod zu interpretieren.14 Die Amor und Psyche-Darstellungen auf Sarkophagen deuten auf eine Apotheose des Verstorbenen hin.15 Die Kapitolinische Gruppe kennzeichnet sich besonders durch die Feinheit des Motivs aus.
1. Vorbemerkung: Die Autorin erläutert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung zur Amor und Psyche-Statuengruppe und grenzt den Schwerpunkt auf die europäische Kunstgeschichte bis zum 19. Jahrhundert ein.
2. Das apuleische Märchen Amor und Psyche: In diesem Kapitel wird die literarische Vorlage von Lucius Apuleius zusammengefasst, die als Grundlage für viele spätere künstlerische Adaptionen dient.
3. Die Kapitolinische Amor und Psyche-Statuengruppe: Hier erfolgt eine detaillierte Beschreibung und kunsthistorische Einordnung der berühmten Marmorskulptur aus dem Kapitolinischen Museum.
4. Amor und Psyche in der griechischen Kunst: Dieses Kapitel beleuchtet die Wurzeln des Eros-Mythos und die Entwicklung des kindlichen Liebespaares in der griechischen Kunst und Kleinkunst.
5. Vorläufer der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe: Es werden frühe Darstellungen des Paares auf Sarkophagen und anderen antiken Objekten analysiert, um die Entwicklung des Umarmungsgestus aufzuzeigen.
6. Der Typus Kapitol und der Typus Landsdowne: Der Autor vergleicht verschiedene Gestaltungsvarianten der Liebenden und deren formale Unterschiede in der Ikonografie.
7. Reproduktionen der Statuengruppe in der Spätantike: Dieses Kapitel befasst sich mit der Verbreitung und den Variationen der Statuengruppe in der römischen Kaiserzeit.
8. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe in der europäischen Renaissance und Barock: Die Arbeit untersucht die Wiederentdeckung des Stoffes in der Renaissance und dessen Nutzung als Motiv für Cassoni und höfische Raumgestaltungen.
9. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe im 18. und 19. Jahrhundert: Ein umfassender Blick auf die große Popularität des Motivs während der Aufklärung, im Klassizismus und die Produktion zahlreicher Repliken in verschiedenen Medien.
10. Fazit und Ergebnisse der Untersuchung: Die zentralen Erkenntnisse über die Entwicklung des Amor und Psyche-Motivs und seine beständige Präsenz als Sinnbild für Liebe und Seele werden zusammengefasst.
Amor und Psyche, Kapitolinische Gruppe, Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Antikenrezeption, Renaissance, Barock, Klassizismus, Sarkophag, Reproduktion, Mythologie, Lucius Apuleius, Skulptur, Motivgeschichte, Liebespaar.
Die Arbeit befasst sich mit der rezeptionsgeschichtlichen Entwicklung der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe vom antiken Vorbild bis zur breiten künstlerischen Nachahmung im 19. Jahrhundert.
Im Zentrum stehen die ikonografische Entwicklung des Mythos, die formale Analyse der Skulptur, die Bedeutung literarischer Vorlagen wie die von Apuleius sowie die enorme Popularität des Motivs in verschiedenen Kunstgattungen.
Ziel ist es, die künstlerische und inhaltliche Transformation des Amor und Psyche-Motivs über mehrere Jahrhunderte hinweg nachzuzeichnen und zu erklären, warum dieses Sujet besonders um 1800 eine solche Blüte erlebte.
Es wird eine kunsthistorische Untersuchung durchgeführt, die eine formale Werkanalyse der Skulpturen mit der Analyse literarischer Quellen und archäologischer Fundberichte verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung antiker Vorläufer, den Vergleich verschiedener Statuentypen, die Rezeption in Renaissance und Barock sowie eine detaillierte Betrachtung der vielfältigen Reproduktionen in Malerei, Plastik und Grafik im 18. und 19. Jahrhundert.
Wichtige Begriffe sind Amor und Psyche, Klassizismus, Antikenrezeption, Skulptur, Mythologie und das Märchen des Lucius Apuleius.
Sie gilt als eines der berühmtesten Studienobjekte und diente als kanonisches Vorbild für unzählige Künstler, da sie die Vereinigung von Seele und Liebe in einer besonders feinen und sinnlichen Form darstellt.
Die Entdeckung der Gruppe 1749 in Rom weckte ein großes Interesse bei Reisenden und Gelehrten; das Motiv wurde zu einem begehrten Souvenir und entsprach dem zeitgenössischen Bedürfnis nach einer Verinnerlichung des antiken Ideals.
Obwohl die Statuengruppe nicht direkt auf das Märchen zurückgeht, diente die Erzählung als wichtiger Interpretationsrahmen, der den Künstlern half, die dargestellten Szenen und Emotionen in ihre Werke einzubinden.
Obwohl sie sich in der Form ähneln, zeigt die Analyse, dass die "Kaunos und Biblis"-Gruppe eine abweichende Ikonografie aufweist, bei der die männliche Figur eine abweisende Geste einnimmt, was den mythischen Hintergrund der unerwiderten Geschwisterliebe betont.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

